Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Karriere Tipps
Mit den richtigen Fragen auf Erfolgskurs in 2020
© youxventures - Unsplash

Mit den richtigen Fragen auf Erfolgskurs in 2020

Birte Lissner | 09.01.20

Hörst du im Meeting auch immer nur den Anderen zu? Ein spannender Vorsatz für 2020 könnte sein, endlich mehr Fragen zu stellen. Warum es sich lohnt und wie man die Fragen passend formuliert.

Gehörst du auch zu denjenigen, die im Meeting lieber still in ihr Notizbuch schreiben und zuhören, anstatt sich aktiv am Geschehen zu beteiligen? Dann ist der Start ins neue Jahr vielleicht die perfekte Möglichkeit, dies zu ändern. Menschen, die im Berufsleben Fragen stellen, werden als engagiert und kompetent eingestuft. Natürlich geht es darum, diese auch zum richtigen Zeitpunkt zu formulieren – und das kann man lernen.

Warum wir viel häufiger gezielt Fragen stellen sollten

Es erinnert ein wenig an die Schulzeit. Schon hier hat sich der Großteil von uns lieber hinter dem Buch versteckt, anstatt dem Lehrer gezielt Fragen zu stellen. Zu groß war die Sorge, negativ aufzufallen, weil man das Thema nicht richtig verstanden hat. Im Berufsleben geht es einigen von uns ähnlich. Im Meeting wird lieber geschwiegen, weil man Angst hat, unpassende Fragen aufzuwerfen und als inkompetent eingestuft zu werden. Das Gleiche gilt auch für Bewerbungsgespräche. Meist kommt am Schluss die Standardfrage “Haben Sie noch Fragen?”. Anstatt die Gunst der Stunde zu nutzen und dafür zu sorgen, dass man beim Interviewpartner in Erinnerung bleibt, ziehen es viele Menschen lieber vor, hierauf zu verzichten. Das ist schade, denn mit gezielten Fragen kann man während dem Meeting und im Bewerbungsgespräch, wie auch im Austausch mit Kollegen oder dem Chef punkten. Menschen, die im Berufsleben gezielt Fragen stellen, wirken fähig und fördern ihre eigene Kreativität und Motivation. Ein Meeting, welches sonst als langweilig wahrgenommen wird, kann sich nun als nützlicher Ort für Inspiration und gegenseitigen Austausch erweisen. Auch in negativen Situationen lohnt sich oft ein Nachhaken. So zum Beispiel, wenn man negatives Feedback erhalten hat.

So stellst du die richtigen Fragen

Wie man die Fragen gezielt platziert, ist reine Übungssache. Hierzu gibt es unterschiedliche Schemata, die man verfolgen kann. Die W-Fragen sind dir sicherlich ein Begriff. Sie helfen nicht nur einen Artikel strukturiert zu verfassen, sondern erweisen sich auch als überaus nützlich in der Vorbereitung der perfekten Fragestellung. Redakteurin Barbara Davidson hat kürzlich ein solches Schema in ihrem Artikel vorgestellt.

Mit diesen fünf W-Fragen bereitest du dich vor

  1. Wer? Es ist natürlich überaus wichtig, die Frage an den Empfänger anzupassen. So wird man dem Chef im Normalfall andere Fragen stellen als etwa den eigenen Kollegen. Nur wenn der Sachverhalt auch zum Empfänger passt, wird man schließlich mit der Frage Erfolge erzielen können.
  2. Was? Es klingt eigentlich recht simpel, wird aber gerne vergessen, obwohl es so viel ausmachen kann. Finde heraus, was du wirklich wissen möchtest, bevor du deine Frage formulierst. Das heißt: Vermeide allgemeine Fragen und achte darauf, möglichst präzise und detailliert nach dem Sachverhalt zu forschen.
  3. Wann? Auch das ist ein wichtiger Punkt. Die Frage kann noch so spannend formuliert sein, wenn man sie zum falschen Zeitpunkt stellt, darf man keinen Erfolg erwarten. Aus diesem Grund ist es wichtig, vor der Fragestellung auf den perfekten Zeitpunkt zu warten.
  4. Warum? Finde heraus, welchen Nutzen du aus der geplanten Frage und dessen zu erwartender Antwort ziehen könntest und fokussiere dich darauf.
  5. Wie? Zu guter Letzt geht es natürlich auch darum, wie du deine Fragen stellst. So sind zum Beispiel offene Fragen erfolgversprechender als geschlossene, denn der Empfänger muss mehr antworten als nur ein simples Ja oder Nein. Nach der Fragestellung ist es auch wichtig den Gesprächspartner erst in Ruhe ausreden zu lassen, bevor man gleich die nächste Frage nachstellt.

Anhand von Beispielen kann man sich erst etwas Inspiration holen, um anschließend eigene Fragen je nach Situation zu formulieren.

© How to Ask Great Questions at Work – Barbara Davidson
© How to Ask Great Questions at Work – Barbara Davidson
© How to Ask Great Questions at Work – Barbara Davidson

Insbesondere der letzte Punkt macht einiges aus. Ob eine Frage zufriedenstellend beantwortet wird, hängt davon ab, wie sie formuliert wurde. Geschlossene Fragen beantworten die meisten von uns eben mit einem klaren Ja oder Nein. Offene Fragen hingegen können im Gespräch zu weiteren Fragen anregen, da der Empfänger weiter ausholen muss. Und was ist, wenn die eigene Frage erstmal für Stillschweigen sorgt? Dann sollte man erstmal ruhig bleiben und einige Minuten abwarten. Schließlich muss sich der Empfänger auch Gedanken zur Frage machen. Meist ergibt sich dann von selbst der Grund für die längere Pause.

Susanne H. am 12.01.2020 um 10:30 Uhr

In meinen Augen geht schon in vielen Bewerbungsgesprächen einiges schief. Dank des Internets sind ja die meisten Bewerber schon super vorbereitet. Aber die Firmen? Die stellen sich selbst doch auch vor – und versagen dabei allzu oft. Sich wirklich Zeit nehmen, individuelle Fragen stellen? Oft Fehlanzeige. Dabei kann man das auch gut wertschätzend machen – mit Fragen, die wirklich sinnvoll sind und auch den Bewerber die gute Chance geben, gleich zu glänzen. Ein paar gute Tipps habe ich auch hier gefunden. https://www.youtube.com/watch?v=C__oZBZdNOw

Antworten
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*