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Karriere Tipps
Freelancing im Marketing: Warum jetzt ein guter Einstiegspunkt ist – und wie er gelingt

Freelancing im Marketing: Warum jetzt ein guter Einstiegspunkt ist – und wie er gelingt

Ein Gastbeitrag von Perrine Ferrault | 27.04.22

Der Karriereweg Freelancing kommt für immer mehr Menschen in Frage - doch der Schritt in die Selbständigkeit sollte wohlüberlegt sein. Im Artikel erfährst du, was es zu beachten gilt.

Inmitten von politischen Krisen und einer immer noch nicht überstandenen Pandemie beginnen viele Menschen, die eigenen Umstände zu reflektieren und zu hinterfragen. Bin ich glücklich in meinem Beruf? Lebe ich nach meinen Idealen und wie schaffe ich es, meine Werte auch in meinem Arbeitsleben zu vertreten? Über 40 Prozent der digitalen Arbeitnehmer:innen in Festanstellung suchen aktiv nach einer neuen Stelle. Doch der Sicherheitsgarant schlechthin, der unbefristete Arbeitsvertrag in Festanstellung, verliert in Deutschland zunehmend an Glanz. Stattdessen wird insbesondere ein Karriereweg für immer mehr Menschen attraktiv: Freelancing.

Der klassische Arbeitsalltag kommt für viele nicht mehr in Frage

Die Pandemie war und ist ein Katalysator für das steigende Interesse am Freelancing. Arbeitnehmer:innen aller Altersklassen und Industrien erfreuen sich an den hybriden Arbeitsmodellen, genießen die neue Flexibilität und schätzen die freiere Zeiteinteilung. Eine Kehrtwende zum täglichen Weg ins Büro und dem klassischen 9-to-5-Modell kommt für viele schlicht nicht mehr in Frage.

Hinzu kommt der viel zitierte Fachkräftemangel. Expert:innen der Digitalindustrie, wie beispielsweise Growth-Marketing-Spezialist:innen oder Social Media Manager, sind gefragter denn je. Ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht in Sicht: Dutzende vielversprechende Jungunternehmen rücken fast täglich ins Rampenlicht. Auch Agenturen, Mittelständler:innen und Großkonzerne ergreifen sukzessive mehr Digitalisierungsinitiativen. Die Auftragslage für Freiberufler:innen ist dementsprechend vielversprechend, der Faktor Sicherheit findet zunehmend auch in der Solo-Selbstständigkeit Einkehr. Doch was gilt es vor dem Schritt in die Selbständigkeit zu beachten? Welche Chancen und Herausforderungen solltest du kennen? 

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? 

Eine valide Selbsteinschätzung ist essentiell, um den Karriereweg Freelancing eigenhändig zu bewerten. Zu den notwendigen Charaktereigenschaften zählt neben Proaktivität und Lernbereitschaft auch eine gesunde Portion Selbstdisziplin. Mit der Selbständigkeit kommen nämlich nicht nur die gewünschte Flexibilität und die Aussicht auf ein höheres Einkommen, sondern auch ein neues Maß an administrativen Tätigkeiten. Kund:innenakquise, Rechnungen schreiben oder die Steuererklärung einreichen – diese Aufgaben können gerade zu Beginn viel Zeit einnehmen. Doch hier ist bereits Verbesserung in Sicht. Mit der hohen Nachfrage nach Freelancern steigt auch die Menge an Tools, die den Arbeitsalltag der Beteiligten erleichtern.

Darüber hinaus gilt: Freelancer sollten sich regelmäßig weiterbilden. So stellen sie sicher, immer auf dem neuesten Stand zu sein, ihr Skillset kontinuierlich auszubauen und den eigenen Marktwert zu erhöhen. Wer grundsätzlich Spaß in seinem Fachbereich hat und immer neugierig ist, mehr zu erfahren, ist im Freelancing also gut aufgehoben. Zur Weiterbildung eignen sich unter anderem spezielle Kurse, Bücher oder Workshops. On top kommt die Erfahrung in der Projektarbeit, die ganz automatisch zusätzlich auf das Skillset einzahlt. 

Berufserfahrung – wichtig, aber nicht alles entscheidend 

Grundsätzlich ist Freelancing in jeder Lebensphase eine valide Option. Wer wahnsinnig gute Texte verfassen kann, muss dafür nicht Jahrzehnte lang Erfahrung sammeln. Als Berufsanfänger:in empfiehlt es sich dennoch, das nötige Know-how in Festanstellungen aufzubauen und das Arbeitsleben in seiner Gesamtheit kennenzulernen. Mit handfesten Skills lassen sich schlussendlich die spannendsten Projekte an Land ziehen.

Für alle Unentschlossenen besteht die Möglichkeit, zuerst die Zehen ins Wasser zu dippen. Viele Arbeitgeber:innen gewähren heute Teilzeit, sodass das Konzept Freelancing auch im Arbeitsverhältnis an ein bis zwei Tagen die Woche getestet werden kann. So kann Freelancing-Luft geschnuppert, ein initialer Kund:innenstamm aufgebaut und die letzten Restzweifel abgebaut werden.

Den Austausch mit der Community suchen 

Über Foren für Freiberufler:innen, Social Media Channels oder über das eigene Netzwerk können Interessierte von erfahrenen Freelancern lernen. Die Community prägt ein starker Zusammenhalt, denn: Alle waren einmal „neu“ und auf Hilfe angewiesen. Zudem profitieren Freelancer untereinander durch die Vernetzung mit Gleichgesinnten, indem Erfahrungen ausgetauscht und nicht selten Empfehlungen bei Kund:innen ausgesprochen werden. Im direkten Austausch können gezielt die eigenen Unsicherheiten adressiert werden: Welche digitalen Tools nutzen Freiberufler:innen im täglichen Arbeitsleben? Welche Checklisten werden empfohlen? Und welche Industrien sind für Marketing-Expert:innen besonders spannend? Über dies gibt es auf Abruf zahlreiche Quellen, die (meist kostenlos) nützliches Wissen zur Verfügung stellen, beispielsweise Online-Magazine oder Podcasts.

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