Neue Funktionen? LinkedIn testet Features zugunsten von Freelancern

Im Code der Plattform wurden zwei potentielle Tools gefunden, die die Suche nach Dienstleistern erleichtern – und es diesen ermöglichen, einfacher gefunden zu werden.

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Jane Manchun Wong hat es wieder getan: Die Tech-Bloggerin ist inzwischen bekannt dafür, dass sie die Codes von Social Media-Plattformen wie Facebook und Co. knackt und Hinweise auf neue Features auf ihrem Twitter-Account teilt. Diesmal hat sie das Karrierenetzwerk LinkedIn genauer unter die Lupe genommen und gleich zwei neue Funktionen entdeckt, von denen besonders Freelancer profitieren könnten.

Funktion 1: „Add services you offer“

Momentan scheint LinkedIn ein neues Eingabefeld im eigenen Profil zu testen. In diesem können User ihre angebotenen Dienstleistungen auflisten und so Profilbesuchern auf den ersten Blick mitteilen, was diese zu erwarten haben. In dem Textfeld werden Freelancer und Unternehmer direkt angesprochen – und somit also die Zielgruppe dieser Funktion definiert. Wie das genau aussieht, seht ihr auf dem folgenden Screenshot von Wong:

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Sollte diese neue Funktion wirklich eingeführt werden, würden besonders Freelancer davon profitieren. Sie können nicht nur direkt zeigen, was sie bieten. Sie würden auch in relevanten Suchergebnissen auf der Plattform auftauchen und so schneller von Unternehmen oder Privatkunden gefunden werden. Ein Indiz dafür, dass die Funktion wirklich kommt, ist eine weitere Entdeckung von Wong. Diese ginge mit der „Add services you offer“-Funktion nämlich direkt einher.

Funktion 2: „Find a Service Provider“

Dieses neue Feature, das ebenfalls von Wong in LinkedIns Code entdeckt wurde, hilft dabei Dienstleister gezielter zu finden. Die Funktion kann genutzt werden (wenn veröffentlicht), indem man in der Post-Sektion auf „Find a Service Provider“ klickt. Daraufhin können alle nötigen Informationen eingetragen werden. So gibt es anscheinend vorgefertigte Auswahlkategorien, zwischen denen die User wählen können. Ist das Anliegen sehr speziell, kann jedoch auch auf die Option „other“ geklickt werden. Tut man dies, kann man seine Suchanfrage genauer spezifizieren. Es folgen zudem noch die Angabe des Einsatzgebiets sowie eine selbstverfasste Beschreibung des Anliegens.

Ziel des Ganzen scheint es zu sein, die Suchanfrage wie einen Post mit seinem Netzwerk zu teilen und Empfehlungen für Dienstleister zu erhalten. So eben auch für Freelancer. Dabei kann anscheinend eingeschränkt werden, wer den Post sehen kann, und es können wohl ebenfalls Hashtags hinzugefügt werden, um die Anfrage sichtbarer zu machen. Die Beschreibungen kannst du auf den Screenshots genauer nachvollziehen, die Wong wie immer auf Twitter teilte:

Bild 1 zeigt, wie man in der App zukünftig auf die Funktion zugreifen könnte, wenn sie in die Praxis umgesetzt wird. © @wongmjane, Twitter

Bild 2 zeigt, wie das neue Feature aussehen und funktionieren könnte, wenn es veröffentlicht wird. © @wongmjane, Twitter

LinkedIn stellt sich auf die wachsende Zahl der Freelancer ein

Zunächst sollte noch einmal betont werden: diese beiden Funktionen sind lediglich „Tests“, die im Code der Plattform entdeckt wurden. Sie sind nicht veröffentlicht und es steht auch nicht fest, ob sie es werden. Jedoch könnte aufgrund des Zusammenhangs der beiden Features durchaus darauf spekuliert werden. Vor allem auch deswegen, weil der Nutzen für Freelancer, aber auch Unternehmen und Recruiter enorm wäre. Besonders in den USA hat die Anzahl der Freiberufler stark zugenommen. Doch diese Entwicklung lässt sich in Deutschland ebenfalls beobachten. In einer Statistik von 1992 bis 2018 wird aufgezeigt, dass sich die Anzahl der Freelancer in Deutschland in etwa verdreifacht hat: von etwa 514.000 auf 1,41 Millionen.

In manchen Berufsfeldern werden Festeinstellungen immer seltener und so ist die Selbstständigkeit beinahe schon eine Art Zwang. Genau deshalb muss sich der Arbeitsmarkt auf diese Entwicklung anpassen und sollte LinkedIn die neuen Funktionen wirklich einführen, wäre dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es entsteht eine Win-Win-Situation, denn: Freelancer werden dabei unterstützt, sich auf einen Blick zu präsentieren und gezielter gefunden zu werden, während Unternehmen gezielter nach den richtigen Personen für ihre Aufgabenfelder suchen können. Es bleibt also abzuwarten, welchen Weg LinkedIn mit den potentiellen Features einschlägt.

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Nachdem Michelle Winner Erfahrungen in einer Lokalzeitung und im Eventbereich gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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