Klitschko als Unternehmer: Warum Gründer olympische Werte besitzen sollten

“Mehr Olympia in der Wirtschaft!”, fordert Wladimir Klitschko und verrät, was Unternehmer und Angestellte von Sportlern lernen können.

© Flickr / Berlin Beyond, CC BY 2.0

Olympia ist nun zu Ende und die Sportler bereiten sich auf ihren nächsten großen Kampf vor. Zu ihnen gehört auch Profiboxer Wladimir Klitschko, der dieses Jahr allerdings nicht an Olympia teilnehmen konnte. Der Schwergewichtsmeister ist ehrlich mit sich selbst – seine Tage als erfolgreicher Kampfsportler sind gezählt. Auf LinkedIn verrät er nun, dass er schon lange an der Karriere nach der Karriere bastelt, wie er es nennt. Er ist überzeugt: Der Schritt vom Sportler zum Unternehmer ist gar nicht so groß, wie viele vermuten. Schließlich steckt ein wenig Olympia auch in der Wirtschaft  – und wenn es nach Klitschko ginge, so hätten wir noch viel mehr davon.

Was haben Hochleistungssport und Unternehmertum gemeinsam?

Ein klares Ziel vor Augen haben und dafür kämpfen, auch wenn es Rückschläge gibt – das ist uns nicht nur im Sport geläufig. Sportler profitieren aber, so Klitschko, von dieser Erfahrung. Sie haben gelernt am Ball zu bleiben, weiterzumachen, nicht aufzugeben. Für Wladimir Klitschko ist der Schritt vom Sportler zum Unternehmer daher kein großer. Er habe sich nicht neu erfunden, wie die Medien es immer schreiben, schreibt er in seinem Kommentar auf LinkedIn. Seine Karriere nach der Karriere sei einfach nur eine logische Weiterentwicklung seines Tuns.

Mit dieser logischen Weiterentwicklung vom Sportler zum Unternehmer steht er im Übrigen nicht alleine da. Ein weiteres Beispiel ist Joey Kelly, ehemaliger Sänger der Kelly Family, aber vor allem Extremsportler mit Leidenschaft und Erfolg. Wenngleich Joey noch immer sportlich aktiv ist, betätigt er sich gleichzeitig als Unternehmer, Speaker, Freelancer, Coach oder Buchautor. Und auch bei Klitschko sind die Eisen, die er im Feuer hat, gut und sinnvoll verteilt. Der Profi-Sportler und Unternehmer hat inzwischen in einen Boxstall, eine Vermarktungsagentur und einen eigenen Weiterbildungsstudiengang finanziert. Er beweist damit, dass zum Sport – auch zum Boxen – eben nicht nur Muskelkraft, sondern auch Köpfchen und Kreativität gehören. Nur zwei von vielen Gründen, wieso sich Klitschko etwas mehr von Olympia in Unternehmen wünscht.

Junge Gründer mit olympischen Werten unterstützen

Ausdauer, Konzentration, Willenskraft und Zielstrebigkeit zeichnen Sportler aus, die bei Olympia antreten. Der olympische Gedanke: „Dabei sein ist alles!“, mag seine Berechtigung haben, der wirkliche Motivator der Athleten ist und bleibt aber der Wille zum Sieg. Etwas, das zweifelsohne schließlich auch einen guten Unternehmer ausmacht. Klitschko plädiert daher dafür, vor allem jungen Unternehmern Mut zu machen und eine Chance zu geben. Denn all die Eigenschaften, die junge Menschen mitbringen und die denen der olympischen Sportler so ähneln, können sicher auch über die eine oder andere fehlende Berufserfahrung zu Beginn der Karriere hinweg helfen. Hinzu kommen Beweglichkeit und Koordination, die ebenfalls nicht nur im Sport wichtig sind, sondern auch in der Wirtschaft dabei helfen, sich an wandelnde Anforderungen anzupassen.

Klitschkos Wünsche: Mehr junge Menschen für die Wirtschaft und das Unternehmertum begeistern, gleichzeitig auch den Fair Play Gedanken von Olympia fördern. Dazu gehöre auch, Diskriminierung, Ausbeutung und Mobbing zu eliminieren. „Es gibt so vieles, was Wirtschaft und Sport voneinander lernen können. […] Lasst uns anfangen, den olympischen Gedanken auch in Wirtschaft zu tragen. Denn: Wir sind die bewegende Kraft!“, schreibt Klitschko am Ende seines Artikels. Ein Aufruf, der, wenn schon nicht zu Taten, zumindest zum Nachdenken anregt.

Was sagst du dazu? Wünschst du dir mehr Olympia in der Wirtschaft? Welche Eigenschaften als Sportler kannst du in deine Karriere integrieren? Oder helfen dir vielleicht sogar andere Hobbies weiter? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Quelle: LinkedIn

Über Linda Ewaldt

Linda Ewaldt

Linda Ewaldt hat in Hamburg Germanistik und Psychologie studiert und danach Redaktionsluft in kleinen Startups und großen Unternehmen geschnuppert. Seither ist sie freiberuflich tätig und ihre Spezialgebiete sind Karriere und Gesundheit. Am liebsten schreibt sie für OnlineMarketing.de Artikel, die beides miteinander verbinden.

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