Der 8-Stunden-Tag ist ineffizient: Ist dieses Modell noch zeitgemäß?

Eine Studie zeigt, dass Büroangestellte in 8 Stunden nur 3 arbeiten. Sind der 6-Stunden-Tag und die 4-Tage-Woche eine Antwort auf das Produktivitätsproblem?

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Der Achtstundentag – er in Deutschland das gängige Vollzeitarbeitsmodell, welches seit 1918 im Gesetz verankert ist. Doch wie erstrebenswert ist das Aufrechterhalten dieses Konzepts? Über die Angemessenheit und die Vorteile des Achtstundentags lässt sich streiten. Im Hinblick auf Produktivität scheint dieses Arbeitszeitmodell eher ausgedient zu haben, aber in Anbetracht des Gehalts sind acht Stunden Arbeit pro Tag für die meisten notwendig, um den Monat finanziell sorglos zu erleben. Wie zeitgemäß ist der Achtstundentag?

Studie: Angestellte arbeiten in 8 Stunden Arbeitszeit nur 3 Stunden

Zwei Stunden und 53 Minuten – so lange arbeitet ein Mitarbeiter im UK durchschnittlich an einem Achtstundenarbeitstag. Eine Studie aus Großbritannien erlangte dieses Ergebnis, indem sie knapp 2.000 Angestellte, die im Büro tätig sind, befragten. Wie aber beschäftigen sich die befragten Mitarbeiter die anderen fünf Stunden und sieben Minuten? Die Kombination von Ablenkungsfaktoren kann vielfältig aussehen, typisch sind aber Nachrichten lesen, Soziale Medien checken, essen, mit Kollegen über arbeitsferne Themen reden, rauchen. Aber knapp jeder fünfte sucht während der Arbeitszeit auch nach neuen Jobs.

Soziale Medien, Nachrichten lesen, mit Kollegen reden – die häufigsten drei Ablenkungen im Büroalltag. Screenshot Vouchercloud.com

8-Stunden-Tag: Das Gegenteil von Effizienz?

Nach diesem Ergebnis der britischen Forscher bedeutet ein Achtstundentag genau das Gegenteil von Produktivität. Lange Arbeitstage erweisen sich demnach sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber als hochgradig ineffizient. Besonders die Konzentration auf Seiten der Arbeitnehmer ist ein Problem. Fokussiert an einem Stück durchzuarbeiten, fällt den meisten schwer – und ist acht Stunden schlichtweg auch nicht möglich. Jedes Gehirn hat gewisse kognitive Ressourcen, die nach individueller Konzentrationsdauer eine Pause benötigen.

Die Studie zeigt also, dass lange Arbeitstage nicht das Beste aus Angestellten herauszuholen imstande sind. Besonders zum Tagesende sinkt die Performance, so der Arbeitspsychologe K. Anders Ericsson. Weiterhin erklärt er gegenüber Business Insider, dass das Weiterarbeiten über dem Konzentrationslimit negative Auswirkungen mit sich bringt:

If you’re pushing people well beyond that time they can really concentrate maximally, you’re very likely to get them to acquire some bad habits.

Ob das Ergebnis dieser Erhebung, dass Angestellte im Büro täglich nur knapp drei Stunden mit ihrer Arbeit verbringen, repräsentativ ist, bleibt fraglich. Aber mit Sicherheit verbringt niemand im Büro die vollen acht Stunden mit Arbeit, sondern treibt sich in sozialen Netzwerken um, unterhält sich mit Kollegen oder verlängert die Mittagspause ein wenig. Prokrastination ist wohl bei vielen ein fester Bestandteil im täglichen Arbeitsleben. Hierbei wird der Blick natürlich auf Bürojobs gerichtet, Personen, die im Einzelhandel oder auf dem Bau tätig sind, werden eher acht Stunden ihren Aufgaben nachkommen müssen.

4-Tage-Woche sollte nicht die Antwort auf die Unproduktivität des 8-Stundentags sein

Auch an Arbeitgebern geht es nicht vorbei, dass Angestellte, die weniger arbeiten, produktiver und glücklicher sind. Firmen in Köln und Neuseeland haben im Rahmen dieser Feststellung auf eine sogenannte 4-Tage-Woche umgestellt. Mitarbeiter arbeiten zwar immer noch acht Stunden pro Tag, aber statt fünf nur noch vier Mal pro Woche. Das entscheidende dabei: Das Gehalt und die Anzahl der Urlaubstage bleiben gleich. Die Firmen, die auf dieses Arbeitszeitmodell umstellten, berichten positiv über die Folgen. Nadine Mohr, die Chefin einer Agentur in Köln, betont, dass ihre Angestellten im Arbeitsalltag entspannter und kreativer seien.

Zwar werden Arbeitnehmer mit diesem Arbeitszeitmodell entlastet, der Achtstundentag mit seinen unproduktiven Phasen bleibt allerdings. Deshalb betonen Experten, dass die Lösung nicht im Minimieren der Achtstundenarbeitstage liege, sondern eher im Minimieren der täglichen Stundenanzahl von acht auf sechs.

In Schweden hat die Regierung bereits versucht, die tägliche Arbeitszeit zu reduzieren. Arbeitnehmern, die in Altersheimen tätig sind, wurde ermöglicht statt acht sechs Stunden pro Tag zu arbeiten. Dazu mussten zwar zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt werden, doch die Mitarbeiter bestätigten, dass sich ihre Lebensqualität immens verbesserte. Weniger Stress und mehr Zeit für die Familie seien dabei entscheidende Faktoren gewesen.

Arbeitszeitmodelle im Umbruch – Arbeitswelt in der Neuorientierung

Was ist nun aber wirklich besser? 6-Stunden-Tag oder doch eher die 4-Tage-Woche? Seit 2016 testet Amazon beide Möglichkeiten, aber hat dazu bislang noch keine Daten veröffentlicht. Ob Mitarbeitende produktiver sind oder eine höhere Lebensqualität spüren, ist also noch offen und es kann keine Unterscheidung vorgenommen werden. Dass sich die Arbeitswelt in Bezug auf die Zeitmodelle gerade in einem Umbruch befindet, zeigen die aktuellen Beispiele von den Firmen, die den Schritt zu einer Veränderung zugunsten der Produktivität und Zufriedenheit aller schon gewagt haben. Der Achtstundentag innerhalb der 40-Stunden-Woche wackelt und wird immer unzeitgemäßer. Getreu dem Motto „Weniger ist mehr“ steuert die Arbeitswelt in Richtung Effizienz und Work-Life-Balance. Auch der Arbeitspsychologe Ericsson ist sich sicher:

Employers may actually be getting much more out of their employees, if they only work 50 or 75 percent of the current work hours.

 

Über Maja Hansen

Maja Hansen

Seit 2017 unterstützt Maja die Redaktion von OnlineMarketing.de. Dabei widmet sie sich primär dem Karrieremagazin mit den Themenfeldern rund um Jobs und Karriere, schreibt aber auch über digitales Marketinggeschehen.

78 Gedanken zu „Der 8-Stunden-Tag ist ineffizient: Ist dieses Modell noch zeitgemäß?

  1. John Jones

    Also sehe ich das hier richtig?

    Arbeiter sitzen rum und machen alles andere als Arbeiten aber der 8-Stunden-Tag ist schuld?

    Nicht der mangelnde Wille der Arbeiter etwas zu tun oder ähnliches?

    Ich kann mich in keiner Arbeit die ich je hatte daran erinnern das ich die Zeit dafür hatte auf ner Seite zu surfen oder ähnliches. Ich hab nur immer Kollegen gesehen die genau das machen und dementsprechend ist die Arbeit liegen geblieben, die dann von anderen erledigt werden musste.

    Wenn Leute nach „Arbeit“ und nicht nach „Stunden“ bezahlt werden sieht das ganz anders aus.

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    1. Tina BauerTina Bauer

      Lieber John,

      es kann durchaus sein, dass der mangelnde Wille/Motivation aus dem mitunter veralteten 8-Stunden-Modell resultieren kann. Vielleicht würde weniger Arbeit liegenbleiben und vielleicht würde weniger prokrastiniert werden, wenn die Mitarbeiter sich auf einen frühen Feierabend oder kürzere Wochenstunden an sich freuen können. Natürlich hängt das alles mit weit mehr Faktoren zusammen, aber der 8-Stunden-Tag ist definitiv einer, der locker überdacht werden kann – und das zeigt auch die Praxis.

      Lieben Gruß!
      Tina

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  2. Kara

    hatte mal ne Ausbildung im Büro angefangen und das war eine reine katastrophe ich war um 12 uhr fertig(arbeitsbeginn um 8.30) um 12 war bei uns im büro kurz chaos immer, weil alle zu einem kamen. Ich saß mit meinen 2 Arbeitskollegen da und hab teilweiße deren Arbeit freiwillig übernommen, weil es einfach zu wenig zu tuhn war und die eh nur ständig am quatschen,rauchen oder private angelegenheiten klären zu waren.Wenn die kurz 60 minuten konzentriert arbeiten mussten, waren die total ausgelaugt und am rumjammern.Ich arbeite nicht wirklich schnell aber ich musste so langsam arbeiten und ständig so tuhn als würde ich auf Toilette gehen, ständig meine Pause überziehen(machten die anderen auch) und ich saß ab 13 Uhr da und hab mit den anderen quatschen müssen über langweilige Themen und gehofft das vielleicht das Telefon mal klingelt. Ich kann das verstehen, dass die anderen manchmal nicht fertig geworden sind aber wenn die alle 20 minuten eine Pause machen ist das klar. Ich hatte Arbeiten schon übernommen die die Ausgelernten gemacht haben und war ständig um 13 Uhr mit allem fertig und das obwohl ich gefühlt jede Stunde Pause gemacht habe. Hab die Ausbildung abgebrochen war mir einfach zu langweilig und hatte einfach ab 13 uhr nie was zu tuhn (hightlight war dann wenn ich den Streit um das Kaffee kochen, Küchenkramm gewonnen habe.

    Es gibt Menschen die arbeiten lieber konzentriert und lange am Stück ohne Ablenkung und genießen dann früher Feierabend und es gibt Menschen die auf der Arbeit nur quatschen und lahm sind. Es gibt bestimmt Ausnahmen aber in jedem Büro in welchen ich war und mal mit den Leuten geredet habe, wurde mir das bestätigt. Ich hab lieber Stress bis 13/14 Uhr und dafür mehr Zeit als 8 Stunden rumzutröddeln

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      1. Ralf Radloff

        Da stimme ich Dir zu. Der Rechtschreibkurs hätte ihr mit Sicherheit geholfen, gerade weil sie im Büro arbeitet……Vieleicht hätte sie noch einen Freund drüberschauen lassen sollen, was sie hier wie schreibt………………….

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        1. Mona

          Interessant, dass die beiden Kommentatoren, die auch noch den selben Vornamen haben, selbst Nachholbedarf in deutscher Rechtschreibung haben. Nach „indem“ benutzt man das Verb nicht im Indikativ. „Vielleicht“ wird mit zwei „l“ geschrieben und eine übermäßige Nutzung von Satzzeichen zeugt nicht gerade von fundierter Kenntnis der Zeichensetzung, die nun mal auch zur Rechtschreibung gehört. Von Kommasetzung möchte ich erst gar nicht anfangen. Ich empfehle das gute alte Sprichwort: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit guten Ratschlägen um sich werfen. Sie könnten wieder zurückkommen.

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          1. Ralf

            Ralf 1
            Hallo Adnan, danke für den Hinweis.

            Man merkt du bist wirklich noch nicht lange hier, deine Ausführung ist die simple Erklärung der Lage.
            Die deutsche Sprache ist aber noch viel verzwickter.
            Mir ist in der Hetze des morgendlichen Alltags Tempus und Modus komplett durchgegangen.
            Eigentlich sollte der Satz mit dem Hilfsverb „tust“ enden.
            Der Satz endet dann korrekterweise ….indem du einen Rechtschreibkurs belegen tust.

            Das ist nach meinem Leseempfinden die korrekte Antwort auf die ausgefeilte Rhetorik der Autorin.

            Für Mona bedeutet das, nix mit Indikativ, da sind wir eher im Konjunktiv II und durch die Zusammenfügung wird das Verb auch noch zum Prädikat.

            Ach Adnan, das ist alles nicht so leicht für Dich.
            Das Wort „tust“ ist dazu noch eine regionale Erscheinung hier im Rheinland. Das musst Du ,woher Du auch kommen magst nicht lernen, es sei denn ,du willst im rheinischen Karneval aktiv werden.

            Insgesamt ist das mein allerster Kommentar in irgendeinem Forum, ( Mit dieser Antwort zwei)
            ich weiss jetzt auch warum und werde mich wieder in meine stille Ecke verziehen.
            Ab jetzt also weiterhin Schweigen und geniessen.

          2. Adnan

            @Mona: Ha, das ist gut. Nur denke ich, dass man besonders nach „indem“ das Verb im indikativ schreibt; also hier „belegst“. Das wäre dann der Modus der Möglichkeit. Bin mir aber nicht sicher. Bin noch nicht so lange in Deutschland.

  3. hans

    ich weis ja nich wo diese studie gemacht wurde ? (berlin im kifferkiez???) jedenfalls von den büroleuten die ich kenne ist unser büro noch das „faulste“ und wir arbeiten je nach auftragslage im durchschnitt 6 stunden (kann auch mal mehr sein).. und wie gesagt die meisten anderen büros kommen da eher auf 7-12 stunden oder einzelne personen sogar auf mehr—-

    von kürzeren arbeitszeiten ahlte ich nur beingt etwas… ja es stimmt man würde die meiste arbeit auch in 1/3 bis 1/2 der zeit schaffen, allerdings leidet dann sehr die qualität darunter.
    mag in manchen branchen möglich sein, da hier aber veralgemeinert wird halt ich den artikel eimfach nur für schwachsinn

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    1. wissibesser

      Das sieht bei Ihnen im Büro nach schlechter Arbeitsorganisation und schlecht ausgebildeten Führunsgpersonal aus.
      Bekanntlich hat schon die Royal Navy im Zweiten Weltkrieg ermittelt, dass ein Sonargast am Bildschirm nicht länger als 4h verwertbare Ergebnisse erbringt.
      Vermutlich ist es bei Ihnen so, dass Sie ganz einfache Aufgaben erledigen müssen wie Papier lochen und dergleichen. Ja, dass kann man sehr gut auch 12h lang machen.

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    1. Herbert Meier

      Mittelstand mit schlechtem mittleren Management? Selbstständig? In einem Klinikum? In der sozialen Arbeit unter einem Arbeitgeber der im Sinne der Arbeitnehmer (absichtlich) schlecht verhandelt, während die Vorstände sich feine Gehälter auszahlen?

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  4. Alex

    Ganz ehrlich mal, es ist lächerlich wie in Büros teilweise gearbeitet wird, jeder der während der Arbeitszeit ständig Privat beschäftigt ist gehört rausgeschmissen.
    Unfassbar was hier teilweise rumgeheult wird, first world problems sag ich da nur, und wenn sich zeigt dass man in 6 Stunden mehr als in 8 Stunden schafft sollten die Arbeitgeber einfach die Arbeitszeit und den Lohn parallel kürzen, bisschen Druck ausüben auf die Angestellten, und wem dass nicht passt kann ja gerne Stempeln gehen.

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    1. Der Souverän

      Genau, da sie nur 37,5% der Zeit arbeiten, sind 62,5% der Angestellten überflüssig und gehören entlassen. Bei angenommenen 30% Bürojobs, hätten wir dann – gemessen an 40 mio Jobs – 12 millionen Arbeitslose mehr. Und Du bist ein ganz schlauer…

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    2. Klaus Felthaus

      Ich sag nur eins, Schichtarbeit, 40 Std Woche und dann nur 6 Std / Tag? Schon mal überlegt wieviel freie Tage im Monat dann noch drin sind. Herr laß Hirn vom Himmel regnen!

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      1. Leah

        Sie scheinen auch nicht besonders viel Hirn zu haben… Es geht darum, von der 40h-Woche auf 30 umzuschwenken (6*5=30), bei selber Bezahlung und selben Urlaubstagen. Wo ist da das Problem?
        Ja, es würde in einigen Branchen nicht funktionieren, aber das steht hier zur Debatte.

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  5. Don Donson

    Würde ich an meinem Heimatort arbeiten, wäre die 5 Tage / 6 Stunden-Variante meine Wahl.
    Da ich aber jeden Tag 50 Kilometer einfache Strecke zu meinem Arbeitsplatz habe, würde ich die 4 Tage / 8 Stunden-Variante bevorzugen. Jeder Arbeitstag kostet mich rund 8,-€ nur an Benzin (Wertverlust & Nebenkosten nicht eingerechnet) und 2 Stunden Lebenszeit. Das sind in einem durchschnittlichen Arbeitsmonat 160,-€ Benzin und 40 Stunden oder fast 2 Tage Lebenszeit.

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  6. Marina Müller

    Als studierte Arbeitswissenschaftlerin kann ich nur sagen, diese Studie bringt doch keine neuen Erkenntnisse, schon in den 1970 -ziger und 1980- ziger Jahren und wahrscheinlich auch noch früher, haben wir festgestellt, dass Angestellte, die Bürotätigkeiten ausüben und 6 Stunden pro Tag arbeiten in diesen 6 Stunden effektiver arbeiten, als ihre Kollegen, die 8 Stunden arbeiten.
    Ich stelle aber mal die Frage: Haben alle, die sich heute im Laufe des Tages zu den besten Arbeitszeiten zu diesem Thema geäußert haben, Urlaub? Ich vermute, sie bestätigen nur die Ergenbisse der Studie. Aber bitte vergesst nicht, es gibt nicht nur diese Bürojobs, es gibt unheimlich viele Tätigkeiten, bei denen kein „Gammeln“, möglich ist, auch Gleitzeiten oder ähnliche Wünsche Träume bleiben werden. Ich muss die jetzt nicht alle aufzählen, denn ich gehe davon aus, dass die Kommentatoren klug genug sind, hierüber selbst mal nachzudenken.

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    1. Ralf Radloff

      Voll meine Meinung….. Ich arbeite 7 Tage rollende Woche Schichtsystem, ich kann mir keinen „Plausch“ mit den Kollegen gönnen, oder die Pause überziehen. Bin zwar NUR in der Produktion tätig, aber ohne unsereins bräuchte man auch keine Bürokräfte und anders-herum….. Überhaupt wird mir hier ein bisschen viel über Büro geredet, …..wer macht denn den produktieven Teil der Wirtschaft, der auf die Knochen geht ( im wahrsten Sinne des Wortes) ??

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    2. Ra Mi

      Klar,ist der 6h Tag effektiver,nur haben das die wenigsten AG umgesetzt, obwohl die Arbeit noch zusätzlich gerechter verteilt würde !!!

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  7. Marcel

    Ich denke da wäre ich immer noch lieber für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Bedingungsloses Grundeinkommen würde dafür sorgen, dass mehr Leute mit einem halbtagsjob glücklicher sind oder freiwilliger auf einen Halbtagsjob wechseln, ohne dafür an den Rande der Existenzlosigkeit zu rutschen. Experimente mit dem Thema haben schon ergeben, dass sich für die meisten Menschen nicht viel ändert, ausser eine allgemeinere Ruhe und dem Wissen, nie gänzlich mittellos dazustehen. I

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    1. Ra Mi

      So lange es die Kaste der Schmarotzer ( Regierende und Politiker ) gibt, wird dieses bGE nicht kommen,obwohl dieses System unwahrscheinliches Potenzial in Bezug auf Fortschritt,Wissenschaft,Bildung und vieles Weitere hat. Man würde in Dinge Zeit investieren, welche man schon immer wollte oder kann. Sozusagen das Hobby zum Beruf machen,die Effektivität würde einen wahnsinnigen Sprung nach oben machen.

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  8. Snert

    Ich arbeite seit 4 jahren 4 tage die woche und empfinde dieses arbeitszeitmodel als optimal. Der gewinn an lebensqualität ist großartig. Mit dieser veränderung habe ich damals die bedeutung von life work balance verstehen gelernt und möchte nie wieder 40 stunden arbeiten! Ob ich dadurch effektiver geworden bin kann ich nicht beurteilen aber für mein persönliches lebensgefühl ist das eine der besten entscheidungen in meinem leben gewesen.

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  9. Alexander

    Beide Modelle ob 4x 8h oder 5x 6h haben ihre Vor und Nachteile. Der „klassische“ Arbeitstag von 8h ist gegenwärtig wie ein „offener Vollzug“ bis zur Rente/Ableben – nur andersherum dass man zur „Freizeit“ rauskommt und zum Arbeiten einfährt… Man lebt um zu arbeiten und das macht einfach unglücklich. Dann noch die horrenden Abgaben/Steuern dazu sowie eine Politik die am Bürger vorbeigeht, ihn gängelt wo es geht und fertig ist das Dasein als Kuh die man ununterbrochen melken und schröpfen kann bis sie keine Milch mehr gibt (Arbeitskraft verbraucht) und am Minimum dahinexisitert! Als ich 8h arbeiten musste, war ich totunglücklich und der Sinn des Lebens für mich verwirkt! Habe auf 5h/Tag reduziert und habe nun eine ausgeglichene Work-Life-Balance, auf der Arbeit selbst habe ich auch vielmehr Motivation, bringe mehr dahin als früher bei 8h und manchmal bleibe ich freiwillig länger als ich müsste da der Zwang fehlt. Der Verdienst ist zwar logischerweise weniger als bei Vollzeit aber schlägt auch die kalte Progression nicht so zu. Zwischen 8h und 6h sind 25% Zeit aber beim Geld waren es nur 15% Differenz – die anderen 10% haben Pleitestaaten, unfähige Politiker und marode Banken bekommen – toller „Deal“ – und dafür verschwendet man seine kostbare Lebenszeit die als endliche Ressource zu betrachten ist… Arbeitengehen gehört dazu – keine Frage aber es muss ich auch lohnen und vor allem sollte die persönliche Freiheit und Lebensqualität so gut es geht erhalten bleiben mit ner gescheiten Work-Life-Balance. Da profitieren der Arbeitgeber und Arbeitnehmer am Ende gleichermaßen von.

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  10. OwiHH

    Ich fang um 6:30 an und arbeite bis ich fertig bin. Spedition Auslieferung. Das heist durchschnittlich von 6:30 bis ca. 15:00 Uhr ohne Pause. Warum verdiene ich weniger als die im Büro wenn die sich gegenseitig Youtube links posten. Dort sollten die Firmen mal ansetzten und bezahlen was gearbeitet wird dann verdienen die die die Jobs der Firma durch Produktivität halten und bezahlen auch das was sie verdienen.

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    1. V.S. Brühl

      Hallo OwiHH

      Ein bekanntes Dilemma in der Logistikbranche.
      Leistungsträger, was eben Fahrer sind , werden auf kümmerliche Weise ausgequetscht.
      Es wird die Zeit kommen , welches das Lohn/Gehaltsniveau deutlich relativieren wird.
      Das zeigt auch der seit geraumer Zeit eingetretene Fahrermangel.
      Bedauerlich die falsche Zeit um in dieser Branche zu arbeiten und gar gewürdigt zu werden.
      Da ich auf der selben Seite arbeite , allerdings im Büro/Operative sind es auch bei mir fast 70 std. die Woche. Und diese sind gefüllt von Arbeit und Stress.
      Mögen manche denken , eigene Schuld mit den Stunden , aber ich mag meinen Job und lasse das mir jedoch entsprechend vergüten.
      Viele Grüße

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      1. Herbert Meier

        Bei allem Respekt, eine 70 Stunden Woche zu arbeiten ist vor allem auch eine persönliche Entscheidung. Wenn man ebenso viel arbeitet wie zwei normale Arbeitskräfte, warum wird dann nicht eine Person mehr eingestellt? Den Arbeitgeber freut dieses freiwillige persönliche Aufopfern natürlich.

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  11. Ken

    Wenn man den verlinkten Original-Artikel liest, sieht man, dass die Autorin einen wichtigen Punkt nicht verstanden hat: Die 2000 Angestellten wurden gefragt, wie Sie Ihre Produktivität SELBST einschätzen, bzw. eine eigene Einschätzung, wieviel Stunden sie PRODUKTIV arbeiten.
    Der einleitende Satz ist also falsch; die Studie hat nicht herausgefunden, dass die Mitarbeiter nur 3 Stunden arbeiten.
    Ob man in der Lage ist, das objektiv einschätzen zu können, ist die eine Frage. Die andere Frage, die sich daraus ergibt, was bedeutet schon „produktiv arbeiten“ versus „arbeiten“?
    Dass die restliche Zeit mit den aufgelisteten Aktivitäten verschwendet wird, heißt das also noch lange nicht.
    Nichtsdestotrotz sehe ich es auch so, dass der 8-Stunden-Tag nicht sonderlich produktiv ist. Eine großzügigere Pausenregelung wäre auch denkbar. In der Zeit kann man dann Englisch lernen, Frau Hansen ;)

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    1. Martin

      Schade, dass aus Gründen der Effekthascherei hier die eigentliche Aussage der Studie so umgedeutet wird… (aber mittlerweile keine Seltenheit mehr in den Medien, siehe auch die NO2-Messung „beim“ Oldenburg-Marathon).

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  12. Mona

    Wenn ich 1,5 h Hinweg habe und 1,5 h Rückweg, dann nehm ich die 4 Tage-Woche. Wenn ich nur 30 Minuten Weg hab, dann die 6 h-Woche.

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  13. Cspuhr

    Die Wahrheit ist ja auch, dass das 8-Stunden Modell zu einer Zeit festgelegt wurde (Anfang des 20. Jhd.) wo die Arbeit viel ineffektiver war. Sowohl in Fabriken als auch im Büro als auch im Handel etc. hat die Arbeit ja an Effizienz unglaublich zugelegt, vor allem bedingt durch Maschinen und computarisierte Arbeit. Demnach wäre die Reduzierung der Arbeitszeit auf 6 h am Tag die logische Schlussfolgerung.

    Insbesondere in körperlich sehr anstrengenden Jobs (in der Pflege, Erzieher, Grundschullehrer, in der Fabrik) würden dadurch mehr Jobs entstehen, die zwar im ersten Moment mehr kosten, aber danach auch spürbar zu einer Steigerung der Kaufkraft und somit des Wirtschaftsproduktes des Landes beitragen.
    Manchmal jedoch denkt man, glückliche, zufriedene und gesunde Bürger zu haben ist gerade nicht Ziel der Politik. Sie scheint derzeit nur dazu da zu sein, die Gewinnmaximierung einzelner privater Firmen zu steigern… sehr schade, denn so ist der soziale Zusammenhalt der Gesellschaft gefährdet.

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    1. Eveline bauer

      Bloss: in der Pflege, Erzieher, Lehrer
      ist das Personalangebot völlig in den Miesen. Ich arbeite selbst in der Klinik als Krankenschwester. Wir könnten mehr einstellen, die Petsonaldecke ist jedoch abgeschöpft.

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    2. MiG

      Dem Kommentar kann ich nur absolut zustimmen. Vor allem der Schluss-Absatz sollte eigentlich mehr Menschen bewegen. Ich denke bei den Ereignissen der Politik öfter daran, dass viele frühere „Hochkulturen“ wohl so oder ähnlich untergegangen sein müssen: in egomanischer Selbstgefälligkeit der „Führenden“ und wohlstandssatt-depressiver Lethargie des Volkes.
      Ich bin gespannt, ob unsere Bevölkerung in Anbetracht ständig neu einprasselnder Belastungen nochmal die Kraft aufbringt, sich aufzulehnen gegen die skrupellose Gewinnmaximierung. Vielleicht hätte man doch mehr als den Grünen Ampelpfeil von der DDR ausprobieren sollen…

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      1. exi

        ist die DDR nicht bankrott gegangen ?
        da stellt sich mir die Frage was MiG damit meint, dass sich ein Rechtsstaat doch mehr hätte abgucken sollen von einem undemokratischen kommunistischen Regime, was so eine Misswirtschaft betrieben hat, dass schlussendlich der ganze Staat kaputtgegangen ist

        das ist fast so als würde man sagen, dass man sich doch von den Nazis was hätte abgucken sollen, weil da ja die Produktivität ja so hoch war

        Allerdings stimme ich dem zu, dass die Deutschen mittlerweile so wohlhabend sind, dass die meisten in Resignation, Dekadenz und Faulheit vor sich hinvegetieren statt sinnvolles zu tun.
        Das ist ein grundsätzliches Problem der Industrieländer und das ist auch der Grund warum Reiche wie Rom zerfallen sind. Die Menschen werden faul wenn sie nicht mehr ums Überleben kämpfen müssen.
        Hartz IV ist das schlimmste, denn es gibt viele, die das missbrauchen um nicht arbeiten zu müssen und sich von den Arbeitenden per Steuer mitzufinanzieren.
        Mal ausgenommen derjenigen, die aufgrund Arbeitsunfähigkeit auf Hartz IV angewiesen sind.

        Aber wenn in den Realschulen Kinder ankommen und sagen sie wollen später „auf Hartz IV“ machen, dann frage ich mich ob die Eltern den Kindern da nicht das falsche Bild vom Leben vermitteln und ob es nicht bereits zu spät ist um die Dekadenz und Faulheit aufzuhalten.

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        1. exi

          Hinzufügen kann man auch die gefälschten Krankschreibungen der ach so überlasteten Angestellten.

          Als Arzt muss man so oft Menschen eine Krankschreibung ausstellen, die man dann am selben Tag bereut, weil man die Dame/den Herrn zufällig putzmunter im Lidl wiedersehe.
          Mal an alle die das tun, die Ärzte sind nicht doof, die bekommen es mit wenn sie denen was vortäuschen und können wenn die wollen mit wenigen Tests ihre Kopfschmerzen und ihre Bauchschmerzen und Magen-Darm-Probleme auf Wahrheit überprüfen.

          Das kann schwerwiegende Konsequenzen für Sie haben, wegen Krankheitsbetrug und Arbeitsverweigerung :)

          Wären die Angestellten und die Arbeitgeber ehrlicher zueinander, dann ließe sich ohne große Probleme eine angenehme Arbeitszeit und ein angemessenes Arbeitspensum gemeinsam erreichen.
          Allerdings sind die meisten Arbeitnehmer nicht gewillt dass es dazu kommt, denn dann müssten sie sich eingestehen, dass die studentischen Hilfskräfte als persönlich Babysitter misbraucht werden und dass die Pause dann doch länger ging und die zufällige Krankheit im Urlaub nur dazu da war den Urlaub um eine Woche zu verlängern.

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  14. Taloan

    Flexible Arbeitszeiten wären schonmal ein Anfang.
    Wie stumpfsinnig sind wir Menschen doch, die ach so gerne an veralteten Arbeitszeitmodellen festhalten. Jeden Morgen Stau. Jeden Nachmittag Stau. Morgens zwischen 7 und 8 Uhr stehen alle im Stau auf dem Weg ins Büro, ab 16:30 wieder auf dem Weg nach Hause. So viel verlorene Lebenszeit, nur weil man „zu Kernzeiten anwesend“ sein soll. Völliger Unsinn.

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  15. Stephanie

    Ich arbeite 8, 5 Std pro Tag, manchmal auch 9. Rechnet man dann 1,5 Stunden Pause dazu dann ist man bei fast 11 Stunden bei denen man an der Arbeit ist.

    Was ich auch nicht richtig finde, ist dass der Bericht nur den Bezug auf die büroleute nimmt die eh jeden Samstag frei haben.

    Ich arbeite im. Einzelhandel und habe fast alle 3 Monate mal einen Samstag frei.
    Überstunden, unregelmäßige Arbeitszeiten, keine festen, freien Tage und dann so lange Arbeitstage. Ich wäre erfreut wenn man einfach ein paar Gesetze diesbezüglich ändern würde und die Werk und nichtwerktage abschaffen würde, denn:
    Selbst wenn man einen Tag in der Woche frei hat und Samstag arbeiten muss wird der Urlaub mit einer 6 Tage Woche in vielen betrieben gerechnet. So werden aus zb 30 Tagen keine 6 Wochen, sondern 5 Wochen Urlaub.

    Ich bin generell für den 6 stundentag, im Dienstleistungsbereich vorallem, da der Wandel und die digitalisierung einfach viel mehr von den Angestellten fordern.

    Antworten
    1. René Blaas

      Und wenn sich die Wochenarbeitstage von 6 auf 5 verringern, dann verringern sich auch die 30 Tage Urlaub auf 25 Tage. Denken Sie das dies dann gleich bleibt?

      Antworten
    2. Michael

      !!!Eine Studie aus ***Großbritannien*** erlangte dieses Ergebnis, indem sie knapp 2.000 Angestellte, die im Büro tätig sind, befragten!!!

      Mein kritisches Augenmerk liegt auf Großbritannien! Wir leben und arbeiten hier aber in Deutschland, was soll diese Verallgemeinerung? Der Titel und weite Teile des Artikels suggerieren das wir uns in Deutschland befinden, aber aufgrund der Studiengrundlage eigentlich von Großbritannien „sprechen“!

      Ich behaupte einfach mal ohne fundierte Grundlage, das in Deutschland mehr als 2 Std. und 58 Minuten an einem 8 Std.-Tag effektiv gearbeitet wird. Die staatlich geförderte Arbeitsverdichtung und Gewinnmaximierung ohne Schonung der Resource Mensch hat da ganz sicher im Sinne der Arbeitgeber gewirkt. Werfen sie doch mal einen Blick auf die Volkswirtschaften, in allen Bereichen ist UK schlechter als D, wo mag der Grund liegen?

      Warum steigt denn in D stetig die Zahl der ausgebrannten Arbeitnehmer und der psychischen Erkrankungen? Ganz bestimmt nicht weil an einem 8stündigem Arbeitstag nur knapp 3 Std. gearbeitet wird…

      Fragen Sie mal in einer Krankenhausverwaltung ob die im Büro 3 Std. arbeiten und den Rest privat nutzen oder in der Justiz etc. pp., meine Erfahrungen sind da gänzlich anderer Natur. Speziell im Krankenhaus ist eher kommen und dafür später gehen die Regel, von wegen 3 Std. Arbeit. Und wenn wir vom Büro ins Dienstleistungsgewerbe, Pflege, Handwerk, IT, sprich das restl. arbeitende Umfeld wechseln, wird klar das hier bei uns die Uhren schon viel zu lange deutlich anders ticken! Ein Umdenken muss her, aber eins das die Armutsspirale nicht noch weiter nach oben schraubt…

      Aufgrund beruflichem Stress mit anschließendem Burnout und deutlichen gesundheitlichen und finanziellen Einbußen bin ich von 38,5 auf 32 Std. gewechselt, allerdings 4 Tagewoche x 8 Std., Freitags zusätzlich frei (6,5 Std.-Tag) was einen deutlichen Erholungseffekt mit sich brachte. Das wäre mir nicht passiert wenn ich nur 3 Std. täglich hätte arbeiten müssen…

      Schreiben Sie doch mal einen Artikel mit einer Umfrage in Deutschland als Grundlage, alles andere ist Äpfel mit Birnen vergleichen und in meinen Augen wieder einer der zahllosen Artikel die nur eins bewirken: Volksverdummung!

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  16. Sebastian

    Ich habe vor einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen (mehrfacher Hörsturz mit bleibenden Schädenaufgrund dauerhafter Stressbelastung) von 40 auf 30 Wochenstunden reduziert. Ich arbeite nach wie vor von Montags bis Freitags, allerdings nur 6 Stunden täglich. Finanziell war das schon eine große Einschränkung aber alternativlos. Nach einem Jahr kann ich mittlerweile ein gutes Fazit ziehen und für mich persönlich sagen, dass die Verbesserung der Lebensqualität immens ist. Von der geschafften Arbeitsmenge kann ich keinen Unterschied feststellen, also erreiche ich in 6 Stunden genauso viel wie in 8 Stunden. Und trotzdem bleibt mir noch Zeit, nebenher private Dinge zu erledigen. Dass das nicht in jedem Unternehmen möglich ist, ist mir durchaus bewußt und ich bin auch alles andere als unzufrieden, dass mir diese Möglichkeit in meinem Unternehmen geboten wird. Gerade in der Medienbranche ist das nicht unbedingt vorauszusetzen.
    Ich würde mich freuen, wenn die allgemeine Arbeitswelt sich auf das Konzept der 30-Stunden-Woche einlassen würde, sofern es möglich ist. Ich kann es zumindest jedem nur empfehlen.

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    1. Hans

      Und da stellt sich mir die Frage: Wofür sind Sie Ihrem Arbeitgeber denn jetzt so schrecklich dankbar, wenn Sie in 6 Stunden Anwesenheit das selbe Arbeitspensum schaffen, wie vorher in 8 Stunden, aber viel schlechter dafür bezahlt werden? Da stimmt doch was nicht…

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      1. blaaa

        Da viele Arbeitgeber geistig so beschränkt sind wie Sie gibt es in vielen Unternehmen keine Option auf eine 30-Stunden Woche zu wechseln. Er ist evtl. dankbar, dass der Arbeitgeber ihm diese Alternative ermöglicht hat – ganz unabhängig von seinem Lohn. Dankbarkeit kann man auch bei einer win-win Situation zeigen. Dankbarkeit ist nicht daran gekoppelt, dass negative Folgen auf der Seite des Gedankten entstehen.

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  17. Markus

    So eine beschissene Kommentar Funktion. Habe gerad einen Ausführlichen Kommentar geschrieben. Hab vergessen das Häkchen zu setzen und alles war weg.
    Schade,…

    Jetzt schreibe ich das nicht mehr.
    Kurzum, sehr guter Artikel.
    In der heutigen Welt arbeiten die Menschen zu viel und werden ausgenutzt.
    Kein Wunder das immer mehr Leute zusammenbrechen und nicht mehr klar kommen.

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    1. Der Souverän

      Lol, deswegen lege ich immer alles geschriebene mit einem Klick in den Zwischenspeicher bevor ich absende – dauert ca. 2 Sekunden.

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  18. Rainer Lenhardt

    … so ein „Schmarrn“. Der Artikel verallgemeinert die tatsächliche Situation der Angestellten. Jahrelange Einsparungen im Personalbereich und die Digitalisierung haben den Arbeitsdruck doch stetig erhöht. Wir Angestellte sind doch in einem Netzwerk gefangen und müssen kontinuierlich unsere auflaufende Arbeit erledigen. Zeit zum Kaffedrinken, mit den Kollegen übers Privatleben unterhalten, im Netz private Hompage aufsuchen oder einfach Füße auf dem Schreibtisch legen, ist in einem gut geführten Unternehmen einfach unmöglich. Der Großteil der Angestellten versucht innerhalb der 8 Stunden sein Pensum zu erledigen, was meist nur mit freiwilliger (unbezahlter) Mehrarbeit gelingt. Eine Verlagerung der Arbeit auf 4 Tage oder 6 Stunden täglich ist bei den meisten Angestellten nicht möglich, wenn sie Systemrelevant erfolgreich und produktiv bestehen wollen. Dieser Kommentar ist nach Feierabend geschrieben worden.

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    1. dennis

      Hmm, wer um 10:51h schon Feierabend hat, der braucht sich über hohe Arbeitsbelastung aber nun wirklich nicht beschweren :-D

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  19. Harald Perras

    Sorry Themaverfehlung!

    Schon allein die Tatsache dass 19 % ganz offiziell (die die es sich trauen das zu sagen, dokumentierter Abkehrwille kann Arbeitsrechtlich zur Kündigung durch Arbeitgeber führen) auf gepackten Koffern sitzen & während der Arbeitszeit nach anderen Jobs such zeigt doch dass die Personalhygiene versagt. Bei entsprechend arbeitnehmerfreundlicher Marktlage wäre die Folge 19 % Fluktuation!

    Es gibt tatsächlich noch Betriebe in denen die Mitarbeiter recht zufrieden sind und ein hohes Identifikationsniveau mit der Firma haben. Studien testieren dort ganz andere Effizienz!

    Die positiven Erfahrungen von Firmen die experimentieren – schon das Experimentieren an sich zeigt dass die anders ticken – liegt der Erfolg doch eher an der dort vorherrschenden besseren Personalhygiene incl. Arbeitszufriedenheit?

    Ich sehe die erschreckende Effizienz eher in Zusammenhang mit mangelnder Arbeitszufriedenheit und damit ist die Messlatte 8 Stunden Tag einfach falsch.

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  20. N. B.

    Ich muss gestehen, so ist mir bis jetzt bei jedem angetreten Bürojob ergangen. Ich suche mir nach intensiven 3 – 4 Stunden Arbeitszeit, den Rest des Tages „sitze“ ich ab, weil ich muss und ich arbeite bereits nur 4 Tage/Woche. Das bedeutet nicht, dass ich nur eine Aufgabe habe, ich bin Mädchen für alles und ich bin Zentrale, Buchhalterin, Personalreferentin, Projektleiterin und gehe auf Baustellen. Für mich sind Überstunden überflüssig. Ich schaffe locker meine Arbeit in weniger als 8 Std, das liegt immer an wieviel man sich ablenkt lässt und wie man seine Prioritäten stellt. Natürlich würde mein Chef gerne sehen, dass ich noch mehr da bin, weil ich wegen die Verantwortung und was ich alles mache, gerne mehr Geld sehen würde, aber er macht das an der Zeit abhänhig und nicht an der Leistung. Das finde ich nicht fair.

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    1. Der Souverän

      „aber er macht das an der Zeit abhänhig und nicht an der Leistung. Das finde ich nicht fair.“

      Fairer ist gar nicht möglich. Denn nur die Zeit ist für den Menschen nicht manipulierbar. Sie ist für alle gleich und alle haben nur eine Lebenszeit.

      Leistung hingegen ist individuell und höchst manipulierbar, ebenso wie extrem subjektiv und korrupt.

      Es ist alles andere als fair, wenn ein Manager der im Jahr hunderttausende oder millionen Euro „verdient“, aufgrund seiner Unfähigkeit und Destruktivität – Nieten in Nadelstreifen – der etliche Arbeitnehmer zum Opfer fallen, womöglich die Firma vor die Wand gefahren wird, auch noch eine Millionenabfindung erhält, während der Bäcker der um 3 Uhr aufsteht damit wir morgens frische Brötchen haben, sich kaum sein eigenes Brot leisten kann. Wobei der Bäcker sicher doppelt so viel Zeit wirklich (hart) arbeitet, als der Manager, der sich von Event zu Event schaukelt.

      Auch ist es niemals die Leistung eines Einzelnen, wenn etwas geschafft, geschaffen und erreicht wird.
      Es werden nur einzelen teils extrem begünstigt, während jene die ihre Arbeitszeit wirklich konstruktiv und sinnvoll einsetzen, ein Appel und ein Ei bekommen.

      Es gibt nur eine gerechte, faire „Bezahlung“ und die misst sich ohne Zweifel an der Lebens-Zeit.

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    2. m a r i a

      Es liegt daran, dass Menschen einfach unterschiedlich und jeweils einzigartig strukturiert sind,
      das wird in diesem Artikel nicht beachtet. Ich arbeite – ebenso wie Sie vermutlich :))
      nach dem sogenannten Pareto-Prinzip, wir schaffen in 20% der Zeit 80% der Arbeit und sind danach
      fertig!
      Die hiesige Arbeitswelt ist einfach nicht mehr zeitgemäßt,
      ebenso wie artgerechtes MENSch-Sein nichts mit artgerechter Menschen-Haltung zu tun hat.

      Das gesamte Arbeits-System war ja mal gut gedacht nach dem Krieg, ist aber entgleist zu einem Macht- und Unterdrückungssystem, das jegliche Freiheit und Kreativität unterdrückt und sich so langfristig eben selbst schadet; Ebenso wie das Parteiensystem, Religionssystem, … für den bewussten MENSch überholt und es braucht erfüllende und LebensFreude-bringende Alternativen.
      Die gibt es auch schon, wie ich kürzlich im brand eins Heft 2 Wirtschaft neu denken/Neue Arbeit lesen durfte.

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      1. Der Souverän

        Sehr richtig. Die heutigen Arbeitsbedingungen ähneln weit mehr einem Sklavenhaltungssystem, als allem anderen.

        Das Perfide dabei, es wäre wesentlich einfacher, leichter und effektiver, daß System so umzustellen, das alle Menschen und die Um-Welt positiv partipizieren. Es gäbe nur Gewinne-r, keine Verluste.

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  21. J. Welz

    Liebe Frau Hansen,

    bitte, bevor Sie hier so einen Unsinn verbreiten, lernen Sie erst einmal ihr Handwerk! Als Grundlage für so einen Artikel eine Datenbasis von lächerlichen 2000 Büroangestellten bei abermillionen solchen alleine in Europa zu nehmen, ist einfach lächerlich.
    Dies ist ein typisches Beispiel für einen fundamentlosen Artikel, der geschrieben wurde, damit man halt irgenetwas zu Papier/Online bringt.
    Der Artikel ist Arbeitszeitverschwendung – Sorry

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    1. M.S

      Lieber Herr Welz,

      bitte lesen Sie ersteinmal den Artikel richtig und befassen Sie sich selbst mit statistischen Erhebungen.
      „Ob das Ergebnis dieser Erhebung, dass Angestellte im Büro täglich nur knapp drei Stunden mit ihrer Arbeit verbringen, repräsentativ ist, bleibt fraglich.“ Die Autorin erhebt nicht den Anspruch der Repräsentativität.
      Außerdem sind 2000 Leute eine solide stichprobe für eine Studie und können durchaus repräsentativ für die Grundgesamtheit sein. Vielleicht sollten Sie sich allerdings ersteinmal darüber klar werden, was in diesem Falle eine Grundgesamtheit ist. Ich bin mir sicher, dass Sie dann auch verstehen könnten, dass weder die Autorin, noch die Urheber der Studie auch nur im minimalsten Ansatz behaupten würden, die Studie sei repräsentativ für alle Berufsfelder und Länder.

      Ihr Kommentar ist es, der „fundamentlos“ ist. Nun, eigentlich nicht, immerhin stützt er sich auf ihrer riesigen Ahnungslosigkeit bezüglich Inferenzstatistik.

      Falls Sie sich bezüglich des Themas informieren wollen, gebe ich ihnen gerne Lesetipps.

      Beste Grüße

      Antworten
      1. J. Welz

        Hallo Hr. M.S.
        Bist a rechts g’scheidhaferl gell? Übersetzung aus dem Bayrischen: Intelligenztopf.
        Also der selbe Klugschwätzer wie die Autorin
        Kein weiterer Kommentar…

        Antworten
        1. Hansi

          Wer absolut keinen Plan mehr hat und sich auf Planet Erde verloren fühlt, erwidert einfach auf alles „Klugscheisser!“ und bekennt damit offen die eigene Dummheit.

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        2. Der Souverän

          „Kein weiterer Kommentar…“

          Nach zwei völlig substanzlosen, inhaltlich auch noch falschen und somit total überflüssigen Kommentaren, ist das eine richtige Entscheidung

          Antworten
  22. Manfred Ruppert

    Unfähige Chefs sehen nicht „Leistung“ und Produktivität, die sehen nur wie lange jemand am Arbeitsplatz „anwesend“ ist. Und nur das zählt für solche Leute.

    Der Fleißige, Produktive und wertvolle Mitarbeiter wird dann schlechter eingeschätzt als der Nichtskönner und „Radfahrer“, der seine Zeit absitzt und künstlich länger auf seinem Platz bleibt ohne etwas Nützliches zu bewirken.

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  23. Hagen

    Neue Arbeitszeitmodelle sollten dringend genauer erforscht werden.
    Ich habe Erfahrungen gemacht, die genau auf derartige Situationen zutrafen. Die Langeweile hat mich teilweise aufgefressen und mich derart heruntergezogen, dass ich für die tatsächlich verbleibende Tätigkeit keine Energie mehr hatte. Sehr anstrengend ist es, wenn man Strategien dafür entwickeln muss, seine Tätigkeiten künstlich in die Länge zu ziehen. Aus diesem „Boreout“ hat sich bei mir ein „Bornout“ entwickelt, da ich mich nur noch über Kleinigkeiten aufgeregt habe und ständig am Grübeln war. Interessanterweise sprechen die meisten Betroffenen nicht darüber. Dieses Thema ist in unserer Gesellschaft noch stigmatisiert. Einige meiner Kollegen hatten auch Angst vor negativen Konsequenzen. Ich selbst habe das Problem zwar bei Vorgesetzten angesprochen. Abhilfe konnte ich dadurch nicht schaffen, weil es meiner Chefin ähnlich ging :-)
    Auch nach einem Jobwechsel habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Dieses Thema muss mehr diskutiert werden!

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  24. Max

    Solche Artikel lese ich immer wieder mit einer Extraportion Fastzination während meine Augen über die Worte „40-Stunden-Woche“ gleiten. In diesem moment denke ich nämlich immer wieder blitzartig an meine (Vertraglich festgelegte) 45-Stunden Woche und stelle mir vor wie es sich wohl anfühlen würde, nach exakt acht Stunden den Stift fallen zu lassen.
    Irgenwann, wenn ich einen besonders rebellischen Tag habe, werde ich das vielleicht einfach mal machen, nur um dieses Gefühl zu spüren. :-)

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  25. Jürgen Birkert

    Ein Halbsatz entlarvt den Artikel als Work-Life-Balance-Quatsch:
    „Dazu mussten zwar zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt werden.“
    Da bringt es der Kommentar von Herrn Gutz schon eher auf den Punkt: Wochenarbeitsleistung festlegen!

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    1. Matthias Weiß

      Leseverständnis! Die zusätzlichen Arbeitskräfte mussten in diesem Fall eingestellt werden, weil es um die Altenpflege geht und dementsprechend auch immer jemand präsent sein muss. Man könnte nun argumentieren, dass eine Reduktion der Stunden in diesem Anwendungsfall daher nicht sinnvoll ist, aber: Wenn sich dadurch die Qualität der Pflege (bessere Reputation des Heims und dadurch erhöhte Popularität) und die Gesundheit der Arbeitnehmer (Weniger Ausfälle und damit weitere Kostenreduktion) verbessert, rechnet sich das wieder. Mal ganz abgesehen von der ethischen Perspektive.

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  26. Hans Barber

    Ich bin für die 45-Stunden-Woche. Das steigert die Effizienz, verringert das verdichtete Arbeiten und
    spiegelt die Überstundensituation wider.

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      1. Der Souverän

        Wieso gleichbleibend? Zehn bis zwanzig Prozent weniger dürften es dann schon sein – zum Ausgleich…

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  27. Marcel

    Ein Teil der nicht mit der eigentlichen Arbeit verbrachten Zeit wird im vermeintlich unproduktiven Austausch mit Kollegen verbracht. Auch wenn es hier um private Themen gehen mag, schweist diese Zeit das Team zusammen und ist daher meiner Meinung sehr wichtig für jede Firma.

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    1. Der Souverän

      Das Gegenteil dürfte nicht seltener sein. Private Gespräche unter Arbeitskollegen führen zur Spaltung des Teams. Und nun?…

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    2. Simon

      Wenn du 6 Stunden hast und nach der Studie nur 3 Arbeitest, hast du immer noch mehr als genug Zeit dich mit deinen Kollegen auszutauschen. Darüber hinaus kann man dies dann ja auch in der gewonnenen Freizeit tun. Ich persönlich ziehe mehr Freiheit und die Wahlmöglichkeit mir aussuchen zu können mit wem ich mich unterhalte „erzwungenen“ Gesprächen mit Kollegen vor. ;-)

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  28. Brigitte Ruhstorfer

    Tja, dass sogenannte boring jobs massig existieren habe ich gehört.
    Momentan absolviere ich ein Praktikum in einer Pflegeeinrichtung und kann mich über einen voll ausgefüllten 8-Stunden-Tag freuen……….
    Schön wäre dabei noch eine angemessene Bezahlung – vielleicht für die Berufsbezeichnung:
    Analog Health and Senior Nursing Spezialist
    Tender Loving Inpatient Care Manager

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  29. Rainer Gutz

    Wie wäre es wenn man den Mitarbeitern eine bestimmte Menge an Arbeit (Wochenpensum) zuteilt die sie dann bei intensiver Arbeit in 6 Stunden täglich leisten können. Ihnen dann aber völlig frei stellt wann sie arbeiten gehen. Hauptsache am Ende der Woche ist das Pensum geschafft! Das geht sicher nur bei Büroarbeit!
    So etwas würde sicher die Mitarbeiter motivieren weil sie dann frei entscheiden können über Freizeit und Beruf. Und sie würden wenigstens 6 statt nur 3 Stunden effektiv arbeiten.

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    1. Ninhursaga

      Guter Ansatz, aber nicht wirklich umzusetzen. Gewisse Kernzeiten müssen vorhanden sein. Viele Sachen müssen mit anderen Kollegen abgestimmt werden und auch Kunden/Zulieferer usw. müssen den Mitarbeiter erreichen können…

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      1. Max

        Dieses prinzip wird umgekehrt ausgenutzt, ein vertrauensarbeitsvertrag bei einem nahegelegenen Schraubenhersteller alle. Diese müssen dann teils Sonntag zur Arbeit kommen da das Pensum nicht schaffbar ist… Daher bin ich persönlich kein Fan mehr von solchen Ansätzen

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