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Digitalpolitik
25 Jahre Internet! Wie ein Begriff unser Leben veränderte
© Jumpstory

25 Jahre Internet! Wie ein Begriff unser Leben veränderte

Nadine von Piechowski | 26.10.20

Das Internet ist tatsächlich erst ein Vierteljahrhundert alt. 1995 definierte das Federal Networking Councel den Begriff. 25 Jahre später erzählen Digitalexperten, wie das Internet ihren Arbeitsalltag verändert hat.

Kein anderer Begriff etablierte sich in den vergangenen Jahren so hartnäckig wie das Internet. Dabei hieß das Internet nicht immer so. Erst am 24. Oktober 1995 – also heute vor genau 25 Jahren – definierte das Federal Networking Council (FNC) den Begriff neu. Dabei legte der wissenschaftliche Beraterstab der damaligen US-Regierung fest, dass drei Faktoren zutreffen müssen, damit das Wort Internet tatsächlich für ein digitales Netz verwendet werden darf:

  • Das Internet basiert als „weltweit einheitlicher Adressraum auf dem Internet Protocol (IP)“
  • Die Datenübertragung in diesem Netz verwendet das  „Transmission Control Protocol/Internet Protocol (TCP/IP)“
  • Es stellt Informationen „für öffentliche und private Zwecke“ zur Verfügung

Das FNC legte damit ein einheitliches Protokoll zur Übertragung von Daten fest: Das „Internet Protocol“. Dies macht die Nachrichten und die übertragenen Daten erst sichtbar beziehungsweise lesbar – und ist bis heute die Grundlage für unsere Internetkommunikation. Auch bei mittlerweile ungefähr 700 Millionen Internet-Usern weltweit.

Das Internet hat dabei allerdings nicht nur unsere tägliche Kommunikation grundlegend verändert, sondern auch unseren Arbeitsalltag. Vier Digitalexperten blicken zurück auf 25 Jahre Internet und geben einen Ausblick auf die zu erwartenden Entwicklungen.

25 Jahre Internet: Rück- und Ausblick von vier Digitalexperten

Markus Frondorf, Managing Director von anacision

© Anacision GmbH

Das Verrückte ist, ich erinnere mich gar nicht mehr so genau an meinen ersten Kontakt mit dem Internet. Es war auf jeden Fall im Jahr 1990, als ich meine Diplomarbeit in Informatik schrieb. Damals – und auch in den Jahren danach noch – hätte ich nie gedacht, welche Ausmaße das Internet einnehmen würde. Heute ist es praktisch überall und alles ist miteinander vernetzt – ein Umstand, auf dem natürlich auch ein Stückweit unser Geschäftsmodell basiert. Durch die zunehmende allgegenwärtige Vernetzung entstehen nämlich immer mehr Daten: ob in Straßenlaternen, von Fahrzeugen oder Maschinen-Sensoren. Meine Aufgabe ist es heute, für jedes Unternehmen genau die Daten zu identifizieren, so aufzubereiten und in KI-Modellen zu verarbeiten, dass das Management in der Lage ist, möglichst analytisch und nüchtern die richtigen Entscheidungen zu treffen.



Willms Buhse, Gründer und CEO der Hamburger Managementberatung doubleYUU und des Weiterbildungspartners d-cademy

© doubleYUU

Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 1995 und mein erstes Projekt mit dem damals noch neuen Internet. An der Universität setzte ich damals das erste internationale E-Learning-Vorhaben um. Damals bestand das Web noch weitestgehend aus einzelnen Frames in einem Netscape-Browser. Bei dem Projekt brachten wir führende europäische Universitäten zusammen und ich merkte schnell, dass dieses neue Internet das Zeug dazu hat, Menschen zu verbinden und das gemeinsame virtuelle Lernen und Zusammenarbeiten viel effizienter zu gestalten. Tatsächlich waren wir damals als Gruppe von Studenten weiter als leider heute die meisten Schulen.



Jenny Gruner, Director Digital Marketing Hapag-Lloyd

© privat

25 Jahre, ungefähr so lange hat es sich angefühlt, wenn man früher mit Modem und Lan-Kabel pfeifend, klickend und rauschend versucht hat ins Internet zu gehen. Und während das Bobbele in der AOL fröhlich „Ich bin drin“ juchzte, haderte ich noch voller Ungeduld mit der Technik. Heute trage ich das Internet auf dem Smartphone mit mir herum und es bedeutet für mich Freiheit. Die Freiheit zu gestalten, zu erleben und zu lernen. Ich kann meinen Job von überall auf der Welt, sofern WLAN vorhanden, ausüben und neue Geschäftsmodelle mitgestalten, mit Menschen in Kontakt treten, auf aktuelle Informationen zugreifen, Inspiration finden oder auch einfach Unterhaltung oder Waren konsumieren. Und ich kann mich immer und überall weiterbilden, dank Online-Kursen, – Konferenzen und Co. Neben all den Freiheiten und Bequemlichkeiten, die das Internet uns gebracht hat, müssen wir bei der Bildung noch gehörig nachschärfen. Generell sollten wir alle lernen, welche Möglichkeiten das Internet noch über den Konsum hinaus bietet – vor allem sollten wir dem Themen Digitalisierung an Schulen mehr Raum geben, so hat die Covid-19-Krise uns vor Augen geführt, welche Lücken hier noch klaffen.



Marcus Mühler, Geschäftsführer, Albert Bauer

© Albert Bauer

Ich erinnere mich noch gut, wie wir 1997 mit einem kleinen Projektteam die ersten Website für Albert Bauer erstellten. Das Thema war sehr heiß, sowohl intern als auch auf Kundenseite. Zwei Jahre später, 1999, haben wir die NetConvent als Internet-Unternehmen gegründet, die dann unter anderem für Blume 2000 Internet-Projekte realisierte. Zu den Hochzeiten arbeiteten zehn Mitarbeiter für die Web-Unit. Die platzende Dotcom-Blase stoppte die Euphorie damals dann allerdings brutal. Heute dagegen ist das Web allgegenwärtig. So ändern sich die Zeiten.

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