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Branding
10 Top Trends im Logo Design für 2020
© Joao Tzanno – Unsplash

10 Top Trends im Logo Design für 2020

Ein Gastbeitrag von Ihor Volkov | 19.02.20

Wer Logos entwickelt oder neu gestaltet, muss sich an den Usern und Mustern orientieren, die so pupoulär wie funktional sind. Hier folgen zehn Logo-Trends für 2020.

Branding Trends entstehen aufgrund der Bedürfnisse und Wünsche der Verbraucher und nicht aufgrund der Launen der Designer. Mit jedem Jahr werden Trends unerwarteter und es wird immer schwieriger, das Interesse der Kunden zu wecken. Grafikdesigner werden in diesem Jahr versuchen, auch die anspruchsvollsten Kunden zu überraschen, indem Rebellion und Emotionalität mit Einfachheit und Erreichbarkeit kombiniert werden. So kann das in der Praxis funktionieren.

1. Einfachheit bleibt im Trend

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Der Trend zu simpleren Logos hält an, Quelle: Logaster

Einfachheit ist mehr als nur wieder ein neuer Trend. Seit einigen Jahren steht der Minimalismus im Mittelpunkt neuer Stile und Trends. Kunst verwirft das Übermaß und wird für den Betrachtenden nicht nur ansehnlich, sondern auch praktisch. Auf einfache Logos wird schneller reagiert – sie scheinen dem Verbraucher zu sagen: „Näher zum Inhalt“. Mit einem prägnanten, einfachen und unauffälligen Logo gewinnst du Zeit beim ersten Kennenlernen mit einem Kunden. Deine Botschaft wird dann auf einen Blick erkannt.

2. Originelle Geometrie gibt den besonderen Touch

Geometrie ist ein universelles Werkzeug zum Erstellen von Logos in verschiedenen Stilen, von trendigen Zeichen bis hin zu klassischen Emblemen. Wenn frühere Figuren nur das Hauptlogo-Symbol umrahmten, treten sie 2020 in den Vordergrund. Branding-Bilder bestehen nun aus Kreisen, Rechtecken, Dreiecken oder Abstraktionen. Ebenfalls im Trend ist der Low-Poly-Stil, der aus der 3D-Modellierung zum Design kam.

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Geometrische Formen können dem Logo den besonderen Touch verleihen, Quelle: Logaster

3. Ungewöhnliche Schriftarten verraten mehr über ein Unternehmen

95 Prozent der Logos enthalten Text, ganze 30 Prozent bestehen sogar ausschließlich aus Text. Das heißt, im Prozess des Brandings sollte der Typografie besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Darüber hinaus werden wir in diesem Jahr viele neue Urheberschriften sehen. Einige werden auf der Grundlage schon bestehender entwickelt und andere werden sich als unvorhersehbar herausstellen. Keine Angst vor Experimenten – finde eine Schriftart, die die Art deines Unternehmens widerspiegelt.

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Die Schriftart kann viel über ein Unternehmen verraten, Quelle: Logaster

4. Gradient bleibt relevant

Gradient ist kein neuer, aber immer noch relevanter Trend im Logo-Design. Besonders gut hat er sich im japanischen Design etabliert. Diese Technik hilft dabei, die Wirkung von Konvexität, Tiefe und Schatten auf das Bild zu projizieren. Ein Überlauf der Farben kann durch Umschalten von einem Farbton auf einen anderen oder durch Verringern der Sättigung einer hellen Farbe erreicht werden. Du solltest dich jedoch nicht lange vom Farbverlauf hinreißen lassen. Designer sagen, dass die Beliebtheit dieses Trends bald nachlassen könnte.

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Noch sind Gradient-Motive recht populär, Quelle: Logaster

5. Die Häufung von Elementen kommt zurück

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Eine Ballung von Textelementen könnte ein Comeback feiern, Quelle: Logaster

Dieser Trend kam vom Jahr 2018 zurück, als die Designer versuchten, den Raum des Logos so weit wie möglich auszufüllen, damit das Publikum ihn genau bemerkte. 2019 änderte sich der Trend: die Kunden wurden von der Unauffälligkeit angezogen, indem viel Platz auf den Bildern gelassen wurde. Jetzt ist die Häufung wieder beliebt. Die Aufmerksamkeit der Benutzer wird jedoch nicht durch die Größe, sondern durch das außergewöhnliche Layout der gestapelten Elemente geweckt.

6. Chaotisches Layout sorgt für Veränderung

Im vergangenen Jahr war ein leichtes, ruhiges Design im Trend, das im Kontrast zum Trubel der Moderne stand. Im Jahr 2020 verstärkt dieser Trend den Wunsch, Kunden mit einem chaotischen Layout zu überraschen. Dieser Trend gilt als Verkörperung der Rebellion gegen konservatives Design, es soll eine Haltung zum Ausdruck bringen, und die Menschen nicht gleichgültig lassen.

Die Hauptsache aber ist hierbei: Lass dich nicht durch Chaos dazu verleiten, die Ganzheit deines Firmenlogos zu zerstören.

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Chaotisch wirkende Anordnungen könnten sich bei den Logos mehren, Quelle: Logaster

7. Buchstaben aus Figuren als Kombi-Trend

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Dieser Trend vereint zwei andere: Neue Typografie und originelle Geometrie, Quelle: Logaster

Die Buchstaben aus Figuren sind eine gewinnsichere Mischung, die dein Logo relevant und stilvoll macht. Durch die richtige Auswahl und Anordnung der Elemente vermittelst du den Charakter der Marke. In diesem Fall sind keine zusätzlichen Grafiken im Bild erforderlich.

8. Embleme brauchen Details

Klassische Embleme sind in der Ausführung komplex. Sie benötigen exzessive Details, die Auswahl einer reichen Farbpalette und die sorgfältige Ausarbeitung von Grafiken. Im Zeitalter der völligen Vereinfachung verschwanden die Embleme nicht, aber sie änderten sich radikal. Sie wurden minimalistisch, indem man unnötige Grafiken und Farben loswurde. Ihren Symbolcharakter behalten jedoch viele Embleme, weshalb sie auch 2020 im Logo-Trend bleiben.

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Embleme entwickeln mit der Zeit oft Symbolcharakter, Quelle: Logaster

9. Maßstab und Dicke des Texts werden variiert

In diesem Jahr werden viele Designexperimente durchgeführt. Meist geht es um die Suche nach außergewöhnlichen Formen von Logos oder deren Elementen. Die Betonung der Details im letzten Jahr hat die Designer dazu inspiriert, die Idee der Schriftdisportion zu entwickeln. Die Abstufung des Maßstabs und der Dicke des Texts ist jetzt jedoch weicher als zuvor. Dies erzeugt einen visuellen Effekt, der dem Symbol der Lautstärke ähnelt. 

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Fette Textelemente wechseln sich mit dünnen ab, große mit kleinen, Quelle: Logaster

10. Destruktion des Textes als Markenabbild 

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Auch dekonstruierte Texte können Assoziationen hervorrufen, Quelle: Logaster

Die Destruktion des Textes ist eine Trendentwicklung des letzten Jahres für verlorene Fragmente. Während Logos früher jedoch keine vollständigen Elemente mehr enthielten, wird jetzt eher auf ausgebrannte Umrisse gesetzt, die die Persönlichkeit und den Charakter der Marke widerspiegeln. Die Hauptsache ist, dass das Logo attraktiv und lesbar bleibt.

Wenn du in der Logogestaltung oder -umgestaltung steckst, verwende doch einen oder mehrere der Trends, die hier vorgestellt wurden. Aber denke daran: Während sich die Mode ändern kann, muss dein Markenname immer mit dem Logo harmonieren. Experimentiere daher mit bedacht und gewinne mit dem passenden Design neue Kunden.