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Mobile Marketing
Mobile Messaging: Myriad Group schluckt Synchronica

Mobile Messaging: Myriad Group schluckt Synchronica

Arne Behr | 16.04.12

Mit der Übernahme steigt der schweizer Softwarehersteller zu einem der größten Systemlieferanten der Branche auf.

Die seit November des letzten Jahres andauernden Verhandlungen der Softwareunternehmen sind beendet. Die schweizer Aktiengesellschaft Myriad Group verleibt sich laut techcrunch den britischen Konkurrenten Synchronica für umgerechnet 38 Mill. U.S.$ ein (23.9 Mill. £). Synchronica, das noch 2011 Anteile der Messaging Sparte von angeschlagenen Handyriesen Nokia übernommen hatte, zeige sich unfähig, seinen monetären Verbindlichkeiten gegenüber Nokia nachzukommen, begründete Myriad den Schritt bei den Anteilseignern der Briten.

Trade Insights

Die Schweizer haben mit dem heutigen Tag ihr Angebot noch einmal verbessert und kommen aktuell auf 15 Pence pro Aktie. Außerdem gibt es umfangreiche Umstrukturierungen auf Personalebene. So wird im Rahmen der Übernahme der CEO von Myriad, Simon Wilkinson, neuer Vorsitzender von Synchronica. James Bodha, bis dato Chef der Finanzen von Myriad, wird neuer Geschäftsführer und ersetzt die bereits von allen Ämtern zurückgetretenen Dave Mason und Michael Jackson.

Myriad liefert mit der Inkorporierung Synchronicas nun über 100 Abnehmer, darunter Schwergewichte wie Vodafone, Telefónica, Orange, T-Mobile oder América Móvil. Daran hängen rund 25 Markenproduzenten und über 2,5 Milliarden Kunden.

Evolution und Expansion

Die mobile Nachrichtenvermittlung befindet sich im Moment auf der Schwelle zu einer neuen Evolutionsstufe. Traditionelle Formate wie SMS sind seit Jahren im Niedergang begriffen und werden zunehmend von neueren Formaten wie BBM oder iMessage verdrängt. Konzerne wie Myriad haben dies jedoch längst erkannt und basteln an neuen Formaten aus Smartphone und Social Media Basis.

Wozu aber auch ältere Technik nützen kann, zeigt eine Kooperation mit dem französischen Telekommunikationsunternehmen Orange, die das Ziel hat, infrastrukturell weniger günstige Regionen der Welt für den Mobile Markt zu erschließen. Im Rahmen des Projektes  „Facebook für Afrika“, welches seit April dieses jahres läuft, haben sich laut Orange bereits über 400.000 User registriert.

Und die Projektmacher schauen bereits weiter, nächstes Ziel ist Asien. Einen Partner gibt’s auch schon, Vodafone India will helfen, der völlig inakzeptablen iPhone-Sättigung von nur 20% in ganz Asien beizukommen.

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