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Konkurrenz für Instagram Edits: CapCut zieht in ChatGPT ein

Konkurrenz für Instagram Edits: CapCut zieht in ChatGPT ein

Larissa Ceccio | 26.10.26

ChatGPT und CapCut könnten zum neuen Power-Duo für Creator werden. Dank eines geplanten CapCut Plugins lassen sich Videos künftig im KI-Chat erstellen und bearbeiten, was auch Metas Videobearbeitungs-App Edits Konkurrenz machen dürfte. Schon im November soll die offene Beta starten.

Auf der CapCut World Conference in Los Angeles hat das Unternehmen jüngst ein neues Plugin für ChatGPT vorgestellt, mit dem User künftig im KI-Chat Videos erstellen, schneiden und bearbeiten können. OpenAIs Product Lead Sam Yam betont auf X, dass Creator durch die vereinfachte Videobearbeitung mehr Zeit für kreative Entscheidungen gewinnen sollen.

CapCut, die Video-Editing-App des TikTok-Mutterkonzerns ByteDance, zählt mit 509 Millionen Downloads im Jahr 2025 zu den weltweit meistgeladenen Anwendungen in diesem Bereich und bietet zahlreiche Funktionen zum Schneiden und Bearbeiten von Videos, darunter automatische Untertitel, Effekte, Übergänge und KI-Tools zur Videogenerierung.

Für Reels Creator gibt es mit Metas direkt an Instagram angebundener App Edits aber seit April 2025 eine Alternative, die laufend neue Features erhält. Im Oktober kamen etwa 50 Videoeffekte, wiederverwendbare Designvorlagen und Audio Links hinzu. Im selben Monat hat Meta außerdem einen KI-Assistant für Content-Ideen und Performance-Analysen vorgestellt. Mit der ChatGPT-Integration könnte CapCut jedoch nicht nur neue User erreichen, sondern womöglich sogar Creator zurückgewinnen, die inzwischen auf Edits setzen.

So funktioniert die Videobearbeitung mit CapCut in ChatGPT

Wie die Integration funktioniert, zeigt CapCut in einer ersten Demo. Darin lädt ein User fünf Fußball-Clips in ChatGPT hoch und bittet die KI, daraus ein zwölfsekündiges Highlight-Video im Hochformat zusammenzustellen. ChatGPT erstellt daraufhin ein Schnittkonzept mit Vorgaben zu Tempo, Übergängen und Gestaltung, während CapCut die Videobearbeitung übernimmt.

In der Demo sind unter anderem folgende Funktionen zu sehen:

  • Videos automatisch schneiden: Aus mehreren hochgeladenen Clips erstellt CapCut einen kurzen Zusammenschnitt.
  • Schnitt und Gestaltung planen: ChatGPT schlägt passende Übergänge, das Videoformat und einen visuellen Stil vor.
  • Videos im Chat anpassen: User können der KI weitere Anweisungen geben, beispielsweise den Schriftzug „GOAL!“ in das Video einzufügen.
  • Videos weiterbearbeiten: Der Entwurf lässt sich anschließend im Web-Editor von CapCut verfeinern, teilen und veröffentlichen.

Eine offene Beta ist für November 2026 geplant, ein genaues Startdatum steht allerdings noch nicht fest. Unklar ist auch, in welchen Ländern das Plugin verfügbar sein wird, ob alle ChatGPT User darauf zugreifen können und welche Kosten möglicherweise anfallen.

ChatGPT und CapCut: Power-Duo mit enormer Reichweite

Ende 2025 stellte CapCut eine Funktion zur KI-gestützten Videobearbeitung per Chat vor. Jetzt soll diese Möglichkeit auch zu ChatGPT kommen, einem der weltweit meistgenutzten KI-Dienste mit über 1,2 Milliarden wöchentlich aktiven Usern. Doch auch CapCut bringt eine enorme Reichweite mit. In der aktuellen Consumer AI Top 100 von Andreessen Horowitz belegen die beiden Apps bei den monatlich aktiven Mobile Usern sogar die Spitzenplätze: ChatGPT liegt auf Platz eins, CapCut folgt dahinter auf Platz zwei. Ein echtes Power-Duo also, das künftig die Führung bei der KI-gestützten Videobearbeitung übernehmen könnte.

Und OpenAI erweitert das ohnehin schon breite Tool-Angebot in ChatGPT um eine etablierte Anwendung. User können inzwischen etwa auch, je nach Tarif und Region, Anwendungen wie Canva, Spotify und Booking nutzen. Doch die KI-Konkurrenz schläft nicht: Google hat mit Gemini Omni seit Mai 2026 eine native Lösung zur Videobearbeitung in Gemini integriert.



Consumer AI Top 100 2026:
Canva macht ChatGPT und Gemini Konkurrenz

Futuristische Stadt mit leuchtender „Apps Top 100“-Kugel als Symbolbild für die Consumer AI Top 100 2026.
© a16z


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