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Android auf dem Laptop: Das ist Googles neues Googlebook mit Gemini

Android auf dem Laptop: Das ist Googles neues Googlebook mit Gemini

Larissa Ceccio | 22.09.26

Googlebook ist da und will MacBook und Windows Laptops mit Android als Basis und Gemini im Betriebssystem eine neue Alternative entgegensetzen. Apps, Dateien und angefangene Aufgaben wandern vom Smartphone auf den Laptop, die Glowbar reagiert auf Gemini und zeigt den Akkustand an. In Deutschland starten die ersten Modelle bei 1.199 Euro.

Bereits im Mai hatte Google einen ersten Ausblick auf Googlebook und die Integration von Gemini Intelligence gegeben; jetzt stehen Preise, Ausstattung und Verkaufsstart fest. Google spricht im Blog von den „Laptops, auf die euer Android-Smartphone gewartet hat“. Technisch bauen die Geräte auf dem Android-Technologie-Stack auf, übernehmen Desktop-Grundlagen aus ChromeOS und integrieren Gemini Intelligence tief in das Betriebssystem. Zum Start bringen Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo eigene Modelle auf den Markt; in Deutschland geht es bei 1.199 Euro los, Verkaufsstart ist der 5. Oktober 2026.

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Die Stärke der Googlebooks soll vor allem im Zusammenspiel von Smartphone und Laptop liegen. Aufgaben, Apps und Dateien sollen möglichst reibungslos zwischen beiden Geräten wechseln, damit sich begonnene Arbeiten ohne unnötige Zwischenschritte fortsetzen lassen. Gemini Intelligence ergänzt dieses Zusammenspiel auf der Bedienebene und soll kontextbezogen dort eingreifen, wo Unterstützung gerade sinnvoll ist.

Sameer Samat, President of Android Ecosystem bei Google, spricht entsprechend von der Chance, die Laptop-Kategorie „neu zu denken“. Dafür habe Google „das Beste aus ChromeOS und Android“ zusammengebracht.



Google bringt Gemini Intelligence und neuen AI Laptop

Google-Geräte, Gemini-Logo, Schriftzüge, dunkler Hintergrund
© Google via Canva


Googlebook startet im Premiumsegment

Mit Preisen ab 1.199 Euro tritt Googlebook im Premiumsegment an. Für die fünf Startmodelle gelten feste Mindestanforderungen an Ausstattung und Verarbeitung.

Standardmäßig sind 16 GB RAM verbaut, einige Modelle bieten bis zu 32 GB. Zum Start kommen Intel Core Ultra Series 3- oder Snapdragon X Elite-Prozessoren zum Einsatz, deren dedizierte NPUs mehr als 45 TOPS für lokale AI-Berechnungen erreichen. Bei den Materialien setzen die Hersteller:innen auf Aluminium, Magnesiumlegierungen oder Kohlefaser; je nach Modell kommen Touchscreens mit bis zu 2,8K OLED, haptische Glas-Trackpads und beleuchtete Tastaturen hinzu. Bei der Akkulaufzeit nennt Google bis zu 14 Stunden Videowiedergabe beziehungsweise 16 Stunden Webbrowsing.

Die Glowbar auf der Außenseite leuchtet beim Start auf, zeigt den Akkustand an und reagiert mit Animationen auf Gemini. Künftig sollen Entwickler:innen auch eigene Animationen für die Lichtleiste erstellen können.

Im Kaufpreis enthalten sind für berechtigte Nutzer:innen außerdem zwölf Monate Google AI Pro mit 5 TB Cloud-Speicher, zwölf Monate GeForce NOW Performance sowie jeweils drei Monate YouTube Premium, Adobe Photoshop, Adobe Premiere und CapCut Pro. Nach Ablauf der jeweiligen Testzeiträume verlängern sich die Abos kostenpflichtig, sofern sie nicht vorher gekündigt werden.

Googlebook übernimmt Aufgaben, Apps und Dateien vom Smartphone

Googlebook soll die bisherige Trennung zwischen Android Smartphone und Laptop weitgehend auflösen und damit ein Zusammenspiel schaffen, wie es Nutzer:innen bereits von iPhone und Mac kennen. „Wenn ihr ein Android-Smartphone nutzt, sollte euer Laptop es nicht wie ein fremdes Gerät behandeln“, verspricht Google. Einige der geräteübergreifenden Funktionen setzen allerdings Android 17 oder neuer auf dem Smartphone voraus.

Schon bei der Einrichtung übernimmt das Googlebook auf Wunsch gespeicherte Passwörter, Kontakte, WLAN-Zugänge, Nachrichten und weitere Einstellungen vom Android Smartphone. Die Übertragung erfolgt Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Danach sollen vor allem die kleinen Wechsel zwischen Smartphone und Laptop wegfallen, die im Alltag Zeit kosten. Wer unterwegs eine Aufgabe auf dem Smartphone beginnt, kann sie mit „Weiter auf“ direkt über die Taskleiste des Googlebooks fortsetzen. Über die Dateien-App können Nutzer:innen zudem Fotos und Dateien des Smartphones vom Laptop aus durchsuchen und öffnen, ohne sie vorher per Mail, Messenger oder Cloud übertragen zu müssen. Wie das Zusammenspiel in der Praxis aussehen soll, zeigt Sameer Samat in einem kurzen Clip auf X.

Auch Smartphone Apps lassen sich direkt auf dem Googlebook öffnen. „Meine Apps streamen“ bringt sie ohne separate Installation auf dem Laptop in ein eigenes Desktop-Fenster. So lässt sich etwa ein Einmal-Code aus den Nachrichten abrufen oder eine Smartphone App verwenden, ohne dafür zum Gerät greifen zu müssen.

Gemini wird Teil der täglichen Laptop-Nutzung

Bei Googlebook ist Gemini Intelligence in die Bedienung integriert. Mit dem „Magischen Pointer“ lässt sich Gemini durch eine kurze Bewegung des Mauszeigers oder per Tastenkürzel für Inhalte auf dem Bildschirm aufrufen. So kann die AI beispielsweise Texte übersetzen oder einen unübersichtlichen Kalender organisieren, ohne dass dafür zwischen mehreren Fenstern gewechselt werden muss. Gemini wird nur aktiv, wenn die Funktion aufgerufen wird, und lässt sich jederzeit deaktivieren. Kompatibilität und Verfügbarkeit einzelner Gemini-Funktionen können je nach Markt und Sprache variieren.

Mit „Klartext“ werden gesprochene Gedanken, Notizen oder To-dos in strukturierte Texte umgewandelt. Die Funktion bereinigt dabei auch Fehler und Füllwörter und erstellt unter anderem Überschriften, Checklisten oder Zusammenfassungen. Auch mitten im Satz kann zwischen mehreren Sprachen gewechselt werden.

Individuelle Desktop Widgets können über „Eigenes Widget erstellen“ per Texteingabe angelegt werden. Nutzer:innen beschreiben in Alltagssprache, welche Informationen sie angezeigt bekommen möchten, und Gemini erstellt daraus ein passendes Widget. In Deutschland steht die Funktion zum Start noch nicht zur Verfügung; zunächst erscheint sie auf Englisch in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien.

Darüber hinaus gehören Aufgabenautomatisierung, Gemini Live und proaktive Vorschläge auf Basis des aktuellen Bildschirminhalts zum Funktionsumfang. Mit Gemini Spark sollen komplexere Anfragen sogar im Hintergrund weiterlaufen können, wenn das Googlebook bereits zugeklappt ist.

Einen kurzen Deep Dive in die integrierten Gemini-Funktionen von Googlebook liefert Sameer Samat ebenfalls in einem Clip:

Googlebook bringt Web, Android Apps und Linux zusammen

Googlebook verbindet die Desktop-Version von Chrome inklusive Erweiterungen mit Millionen Apps aus dem Google Play Store. Viele davon sind bereits für größere Displays sowie die Bedienung mit Maus und Tastatur optimiert. Dazu gehören auch Anwendungen wie Adobe Photoshop, Lightroom und CapCut. Streaming Apps unterstützen teilweise die Offline-Wiedergabe, für Gaming stehen Tausende Android-Spiele sowie zwölf Monate GeForce NOW Performance zur Verfügung. Im Rahmen des „Google Play Games Level Up“-Programms ist nach Google-Angaben inzwischen rund die Hälfte der Top-100-Spiele für Tastatur, Maus und große Bildschirme optimiert.

Für Entwickler:innen bringt Googlebook eine vollständige Linux-Terminalumgebung mit. Antigravity, Googles Entwicklungsplattform für AI Agents, ist auf jedem Googlebook vorinstalliert und ermöglicht es, Anwendungen auf dem Gerät zu erstellen, zu testen und bereitzustellen. Im Terminal lassen sich unter anderem Antigravity CLI, Claude Code und Codex CLIs ausführen, Code Repositories abrufen oder autonome AI Agents starten. Die isolierte Linux-Umgebung läuft über einen nach Level 5 sicherheitszertifizierten pKVM-Hypervisor, den Google als Premiere in der Laptop-Kategorie bezeichnet, und erlaubt außerdem den Zugriff auf Netzwerke und Ports.

Bei der Sicherheitsarchitektur greift Googlebook auf Technologien aus ChromeOS zurück. Dazu gehören der Google Titan Hardware Root of Trust, mehrschichtige Schutzmechanismen und eine Malware-Erkennung direkt auf dem Gerät. Googlebook OS soll außerdem bis zu zehn Jahre lang regelmäßige Feature Drops und Updates erhalten.



Agent-Ära bei Google:
Antigravity erhält Agent Skills und Chrome Auto Browse

Logo von Google Antigravity, der Experimentierplattform von Google für agentische K.
© Google Antigravity


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