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Googles KI-Knüller: Google Pics vs. Canva, Agentic Video Understanding und Gemini Find Hub

Googles KI-Knüller: Google Pics vs. Canva, Agentic Video Understanding und Gemini Find Hub

Niklas Lewanczik | 02.09.26

Mit Google Pics macht das Unternehmen in den Workspace Apps Canva und Co. Konkurrenz, während Gemini jetzt agentisch Videos besser versteht, was sogar Geld einsparen kann. Außerdem bieten neue Android Features dank Gemini Hilfestellung beim Wiederfinden deiner Dinge.

Auf der Bühne der KI-Transformation spielt Google eine Hauptrolle. Das Unternehmen ist seit 2016 eine AI-first Company und setzt bei Weitem nicht nur in der Suche auf immer neue KI-Lösungen wie AI Overviews, den AI Mode und beispielsweise Information Agents als 24/7-Recherche-Tool. Google liefert selbst hochleistungsfähige KI-Modelle in der Gemini-Reihe – zuletzt zum Beispiel das KI-Videomodell Gemini Omni 1.1 Flash. Zudem bietet Google AI-Abonnements für Privat- und Geschäftskund:innen, AI-Assistenz via Android, KI-basierte Suchoptionen auf YouTube und dergleichen mehr. Dazu kommen Entwicklungs- und Nutzungsumgebungen wie das Google AI Studio, die bei der Weiterentwicklung von AI-Lösungen helfen. Und mit Modellen wie Nano Banana 2 lassen sich KI-Visuals besser und schneller denn je im Google-Kosmos erstellen.

Für eine noch bessere KI-Bildgenerierung im Google Workspace kommt jetzt Google Pics. Das ist nicht die einzige große Neuerung Googles für KI-Aficionados.



Googles KI-Videomodell Gemini Omni 1.1 Flash ist da:

Referenzvideos, Frame-Kontrolle und 4k Upscaling

Gemini Omni 1.1-Schriftzug, einzelne KI-Bilder, heller Hintergrund, AI Generated Label
© Google via Canva


Das ist Google Pics: KI-Bildgenerierung und -bearbeitung in gewohnter Arbeitsumgebung

Mit Google Pics können User hochqualitative KI-Bilder erstellen und auch direkt bearbeiten. So ist es möglich, einzelne Objekte schnell zu isolieren oder direkt in einem Bild den Text zu bearbeiten, der am Ende dort stehen soll. Außerdem lassen sich zusätzliche Illustrationen per Prompt schnell einfügen. Ohnehin ermöglichen die Prompts mit natürlicher Sprache, Bilder schnell nach dem eigenen Geschmack zu ändern, etwa das Licht anzupassen oder komplett neue Vorschläge aufzurufen.

Ein besonderer Vorteil ist für die User allerdings, dass sie die neue Option direkt im Google Workspace nutzen können. Dort arbeiten viele ohnehin jeden Tag cloudbasiert mit Googles Tools. Dort können Teams und Personen dann an einzelnen Bildprojekten auch zusammenarbeiten.

Auf Threads ansehen

Unter pics.new gelangen User auf die neue Website für Google Pics. Derzeit wird die Option noch ausgerollt, sodass noch nicht alle User direkt damit arbeiten können. Zugriff erhalten indes die Business- und Education-Abonnements sowie Privatabos wie Google AI Ultra (5x und 20x) und Google AI Pro. Unterstützt werden diverse Sprachen, darunter auch Deutsch. Wenn der Zugriff auf Google Pics umfassend angekommen ist, könnte diese Lösung anderen Bildbearbeitungs-Tools mit KI-Funktionen wie Canva oder Adobe Photoshop Konkurrenz bei der Nutzung im Alltag machen. Immerhin stellt Google selbst die zugrunde liegenden KI-Modelle bereit und liefert im Workspace-Kosmos die Apps, mit denen viele User ihre Arbeit optimieren.

Gemini versteht Videos jetzt besser und das spart Geld

Ebenfalls neu in Googles KI-Kosmos ist das sogenannte Agentic Video Understanding für die Gemini-Modelle. Grundsätzlich, so Google, analysieren KI-Modelle Videos meist durch die Betrachtung eines Frames pro Sekunde. Doch mit dem neuen agentischen Verständnis für Videos sollen die Gemini-Modelle fortan eine dynamische Analyse von Videos vornehmen können, die zudem auf dem Reasoning der Modelle beruht. Das heißt, die Frames und visuellen Eindrücke werden zusammen mit den Audioinhalten und Transkripten analysiert, um den Kontext zu verstehen. Dann können die Modelle anschließend Kernelemente des Videos besser hervorheben.

Diese Möglichkeit kommt bald in die Gemini App und ebenso zur KI-basierten YouTube-Fragefunktion Ask YouTube. Damit hilft diese neue Option Usern beim schnellen Verständnis von Videos. Entwickler:innen können aber ebenfalls davon profitieren, via Gemini API im Google AI Studio und auf der Gemini Enterprise Agent Platform. Denn laut Google lässt sich die Videobearbeitung damit so weit optimieren, dass bis zu 88 Prozent weniger Tokens notwendig sind, was bis zu 66 Prozent der Kosten sparen könne – im Idealfall, wohlgemerkt.

5 neue Android Features für den Alltag: Gemini erinnert sich für dich

Auch bei Googles jüngsten Android Drops liefert Gemini Hilfestellung. Zu den fünf Neuerungen zählen:

  1. Personalisierte Google Chats mit eigenen Hintergründen und dazu passenden Text-Bubbles
  2. eine Google Keep-Option zum Erstellen von Notizen mit Freund:innen direkt aus Chats
  3. Guided Vision mit Gemini Live zur KI-basierten Orientierung für blinde und sehbeeinträchtigte Personen
  4. das Feature Motion Assist, das bei Reisekrankheiten helfen soll und dafür auf dem Smartphone ein bewegliches Overlay integriert: „It’s designed to help bridge the gap between what your eyes see and the movement of your ride.“
  5. Gemini Support für das Find Hub: User können Gemini mitteilen, wo sie etwas hinterlegt haben, sodass die KI Bescheid weiß, selbst wenn sie es nicht mehr wissen.

Alle Android News findest du im Detail im Blog Post von Google. Was das neue Google Pixel 11 kann und wie viel KI dort zum Einsatz kommt, liest du derweil in unserem dedizierten Artikel zum Thema.



Google Pixel 11 im Check:

Mehr KI, bessere Kamera, neuer Chip

Abbild des neuen Google Pixel 11
© Google via Canva


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