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Jetzt kommt „Codex for (almost) everything“

Jetzt kommt „Codex for (almost) everything“

Larissa Ceccio | 17.04.26

Codex kann jetzt Apps steuern, mehrere Agents parallel einsetzen und Tasks über längere Zeit selbstständig fortführen. Mit über 90 Integrationen und Memory Feature reagiert OpenAI auf Claude und zielt auf den neuen Standard für Coding KI.

OpenAI veröffentlichte jüngst ein umfangreiches Update für den ChatGPT-basierten Coding Agent Codex und macht das KI-Tool, das laut Unternehmensangaben mehr als drei Millionen Entwickler:innen wöchentlich nutzen, leistungsfähiger und agentischer als je zuvor. Codex schreibt nicht mehr nur Code, sondern führt Aufgaben eigenständig aus, greift auf Anwendungen zu und organisiert Workflows im Hintergrund.

Mit dem Update reagiert OpenAI auch auf den wachsenden Druck durch Wettbewerber:innen wie Anthropic und Tools wie Claude Code, die zuletzt stark an Relevanz gewonnen haben.



Claude Code bekommt Computer Use und steuert Prozesse selbst

Grafik mit der Aufschrift „Computer Use“ und stilisiertem Icon, das die neue Funktion in Claude Code visualisiert, mit der KI Apps bedienen und Prozesse ausführen kann
© Anthropic via Canva


Das steckt im Codex Update: Code, Design, Testing und Automatisierung in einem Workflow

Nutzer:innen können Codex jetzt direkt in ihrer Arbeitsumgebung einsetzen. Die App bedient Programme auf dem Mac eigenständig, klickt sich durch Interfaces und führt Aufgaben aus. Gleichzeitig lassen sich mehrere Agents parallel starten, die unterschiedliche Tasks im Hintergrund übernehmen, ohne den Workflow auszubremsen. Codex agiert damit nicht mehr nur auf Prompt-Basis, sondern direkt auf Systemebene. Ähnlich funktioniert auch Claude Code von Anthropic mit der Computer Use.

Parallel erweitert OpenAI auch die Integrationen massiv. Mehr als 90 Plugins verbinden Codex mit Tools wie GitHub, Slack, Notion oder JIRA und bringen die Agents direkt in bestehende Entwicklungs- und Team-Prozesse. Und auch Design- und Visualisierungsprozesse sind jetzt Teil desselben Workflows und nicht mehr ausgelagert. Die Bildgenerierung läuft direkt im Workflow und unterstützt bei Mockups oder UI-Entwürfen, während ein integrierter Browser es ermöglicht, Websites zu kommentieren, zu testen und weiterzuentwickeln, ohne den Kontext zu wechseln. Code, Design und Testing verschmelzen so in einem durchgehenden Workflow.

Codex Update bringt OpenAI zurück ins Rennen um den Dev-Standard

Nutzer:innen können Codex jetzt auch über längere Zeiträume hinweg einsetzen. Der Agent führt Aufgaben eigenständig weiter, speichert Präferenzen und nutzt vergangene Aktionen als Kontext für neue Schritte, sodass Arbeit nicht mehr bei jedem neuen Prompt neu beginnt. Statt einzelne Prompts nacheinander abzuarbeiten, können Nutzer:innen somit komplette Prozesse übergeben. Dazu gehören Pull-Request Reviews, Debugging oder die Priorisierung von Aufgaben. So werden nicht nur einzelne Tasks automatisiert, sondern ganze Abläufe verlagert.

OpenAI rollt die Updates ab sofort für die Codex Desktop App aus. Weitere Funktionen sollen auch für Nutzer:innen in der EU folgen. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb um den künftigen Standard in der Software-Entwicklung, weg von Coding Assistants hin zu Systemen, die komplette Prozesse eigenständig ausführen.



Codex Rush als Grund:
Das kostet das neue ChatGPT Pro-Abo

Lilafarbene und graue Balken im Hintergrund, vorne ein Interface mit OpenAIs Codex und Prompt-Leiste
© OpenAI via Canva


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