SEO - Suchmaschinenoptimierung
Google erklärt Back Button Hijacking zum Spam – SEOs müssen reagieren

Google erklärt Back Button Hijacking zum Spam – SEOs müssen reagieren

Niklas Lewanczik | 14.04.26

Demnächst zählt das Back Button Hijacking auf Websites bei Google als Spam-Praktik und kann zu unmittelbaren manuellen Maßnahmen und Ranking-Verlusten führen. Google macht SEOs Vorgaben zur Anpassung und erklärt das Phänomen.

Die Rankings auf Google sind dieser Tage großen Veränderungen unterworfen. Gerade erst hat die Suchmaschine das große March 2026 Core Update beendet. Kurz davor gab es das March 2026 Spam Update, das Seiten abstrafen soll, die gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen. In diesem Kontext gibt es jetzt große Neuigkeiten für alle SEOs und Seitenbetreiber:innen. Denn Google hat angekündigt, die Praktik des sogenannten Back Button Hijacking künftig als Spam einzuordnen. Wer auf diese zurückgreift, um User auf der Seite zu halten oder auf andere eigene Seiten umzuleiten, muss mit manuellen Strafen und Sichtbarkeitsverlusten in der Suche rechnen. Doch was ist Back Button Hijacking genau und wie können SEOs reagieren? Wir schlüsseln Googles Hinweis auf.


Googles March 2026 Spam Update schon fertig

Mann mit Smartphone steht vor Gebäude mit Glastür, darauf Google-Schriftzug
© Karollyne Videira Hubert – Unsplash via Canva


Back Button Hijacking erklärt: Google warnt SEOs und gibt Timeline zur Anpassung

Auf dem Google Search Central Blog informiert Google über eine Anpassung der Spam-Richtlinien. Demnach wird die irreführende Praxis des Back Button Hijacking ab dem 15. Juni als Verstoß gegen die Richtlinien rund um Malicious Practices wie unter anderem Cloaking, Link Spam und Co. erachtet. Erkennt Google ab diesem Datum die Praktik auf Websites, können manuelle Maßnahmen als Strafe und automatische Abwertungen in der Suche folgen. Auch SEO-Experte Gagan Ghotra verweist auf X auf diese Änderung.

Beim Back Button Hijacking brechen Seitenbetreiber:innen mit der Erwartung der User, über den Zurück-Button auf einer Seite tatsächlich zur vorherigen Seite zurückgeführt zu werden. Zum Beispiel kann der Klick darauf dann auf Dritte Seiten, die ein User noch gar nicht besucht hat, führen. Oder der Klick auf den Zurück-Button führt zur Anzeige von unerwünschten Empfehlungen und Ads. Sofern Websites über den Zurück-Button nicht einfach den Rückweg beim Browsen im Web ermöglichen, sieht Google darin neuerdings die Basis einer Spam-Praktik. Die Suchmaschine stuft das als manipulatives oder irreführendes Verhalten ein und erklärt:

We believe that the user experience comes first. Back button hijacking interferes with the browser’s functionality, breaks the expected user journey, and results in user frustration. People report feeling manipulated and eventually less willing to visit unfamiliar sites […].

Die Unvereinbarkeit von User-Erwartung und tatsächlicher Erfahrung auf einer Seite, die die UX verschlechtert, gilt als Kriterium für Spam. Da Google zuletzt einen Anstieg des Einsatzes dieser Praktik wahrgenommen hat, werden die Richtlinien jetzt angepasst.

Was SEOs und Seitenbetreiber:innen jetzt tun können

Rund zwei Monate Vorlauf gibt Google all jenen, die die Praktik einsetzen, um zu reagieren. Als zentralen Rat gibt Chris Nelson vom Google Quality Team folgenden Hinweis mit auf den Weg:

Ensure you are not doing anything to interfere with a user’s ability to navigate their browser history.

Skripte oder Techniken, die dafür sorgen, dass User über den Zurück-Button auf Seiten nicht auf direktem Wege zur vorherigen Seite gelangen, müssen entfernt oder zumindest deaktiviert werden. Es kann allerdings ebenso vorkommen, dass integrierte Bibliotheken oder Werbeplattformen auf Websites das Back Button Hijacking auslösen, so Google. In diesem Fall müssen Seitenbetreiber:innen unbedingt ihre technische Infrastruktur überprüfen. Im Code, in Importen oder Konfigurationen könnten Hinweise enthalten sein, die die Praktik auslösen. Es gilt, diese zu entfernen. Sollte es dazu kommen, dass Seiten mit manuellen Maßnahmen abgestraft werden, obwohl sie das Back Button Hijacking behoben haben, können die Betreiber:innen einen Antrag auf erneute Überprüfung stellen.

Wie wichtig es für die eigene Sichtbarkeit ist, Googles Spam-Richtlinien zu befolgen, zeigen nicht nur etwaige Negativeffekte nach Spam Updates für alle, die das nicht tun. Auf Bluesky schreibt Googles Webmaster Trends Analyst John Mueller als Reaktion auf eine Nachfrage eines SEOs auch, dass Google bei Seiten, deren Links nicht mit den Spam-Richtlinien in Einklang stehen, schließlich sogar sämtliche Links ignorieren könnte.

I'm not sure what you mean with "has a link penalty", but in general, if our systems recognize that a site links out in a way that's not very helpful or aligned with our policies, we may end up ignoring all links out from that site. For some sites, it's just not worth looking for the value in links.

— John Mueller (@johnmu.com) 9. April 2026 um 17:26

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