Technologie
Im Browser, mit Ordnern, im Arbeitsalltag: Claude Cowork übernimmt deine Aufgaben

Im Browser, mit Ordnern, im Arbeitsalltag: Claude Cowork übernimmt deine Aufgaben

Niklas Lewanczik | 13.01.26

Mit Cowork möchte Anthropic Claude Code den Rest deiner Arbeit übernehmen lassen. Die neue Funktion reiht sich in die agentischen Features der KI ein und kommt als Preview für erste User, birgt aber auch ein Risiko.

Mit Claude Code und hochleistungsfähigen Modellen wie Claude Sonnet 4.5 und Claude Opus 4.5 im Hintergrund können Developer im Handumdrehen diverse Coding-Aufgaben bewältigen – inzwischen sogar im Web und via iOS. Diverse Aufgaben können parallel laufen und im agentischen Kontext an die KI weitergegeben werden, um mehr Zeit für andere To-dos zu haben. Anthropic hat aber bemerkt, dass die Entwickler:innen Claude Code längst auch für andere als nur Coding-Aufgaben einsetzen. Deshalb hat das KI-Unternehmen mit Cowork eine Lösung kreiert, die allen Usern die simple Nutzung von Claudes Agentic Power bereitstellt, um unterschiedliche Aufgaben schneller zu bewältigen, etwa die Erstellung von Drafts, Spreadsheets und sogar Präsentationen.


Effizient und personalisiert:

Claude kümmert sich um deine Aufgaben

– mit Skills

Laptop auf einem Schreibtisch, Logo von Anthropic ist darauf zu sehen
© Anthropic (Änderungen vorgenommen via Canva)


Noch mehr Agentic Power für Claude: Cowork kommt erstmal nur für einige User

Die schlechte Nachricht zu Beginn: Claude stellt das neue Feature Cowork zunächst nur für Claude Max Subscriber in der macOS App bereit. Und das Abonnement kostet 100 oder 200 US-Dollar monatlich (für das Fünffache beziehungsweise 20-Fache Limit an Sessions und Exklusivzugriff auf besondere Features). Allerdings gibt es bereits eine Warteliste für den künftigen Zugriff über andere Wege, auf die sich Interessierte schon setzen lassen können.

Claude Cowork funktioniert ähnliche wie Claude Code und kann die gleichen Aufgaben bewältigen, ohne dass Coding-Kontexte gefordert sind. User geben Cowork Zugriff auf Ordner auf dem PC, die das Tool dann analysiert und je nach Aufgabenstellung bearbeitet. So kann es beispielsweise aus Notizen erste Textvorschläge kreieren, aus Screenshots Spreadsheets und aus Einzeldokumenten ganze Präsentationen. Auch Downloads kann Cowork organisieren oder eben den Ordner selbst. Dabei gibt das Tool den Usern immer wieder Bescheid, wie der Prozess läuft, sodass diese in der Kommunikation mit der KI Updates oder Korrekturen integrieren können. Mit den eigens kreierten Skills bietet Claude seit einiger Zeit umfassende Optionen, um per Prompt und mithilfe agentischer KI Content automatisch generieren zu lassen.

Nur Inhalte, denen User Claude Cowork expliziten Zugriff gewährt, werden verarbeitet. Für den Zugriff auf externe Inhalte können User unterdessen auf die integrierten Connectors zu Dritt-Apps zurückgreifen oder Cowork mit Claude in Chrome kombinieren, um Echtzeitinformationen aus dem Netz miteinzubeziehen. Das ist aber nicht immer ganz unproblematisch.

Research Preview mit Risiko: Auch Löschung von Content ist möglich

Im Blog Post zur Cowork erklärt das Anthropic Team, dass User bei der Nutzung der Research Preview auf Risiken gefasst sein müssen. Zwar fragt Claude Cowork stets nach, ehe zentrale Handlungsschritte ausgeführt werden. Allerdings können einzelne Schritte mitunter selbst evaluiert werden, wodurch es mitunter zu gelöschten Inhalten oder Missverständnissen im Bearbeitungsprozess und damit zu Fehlern kommen kann. Das müssen die User beachten, da eine manuelle Prüfung der Ergebnisse notwendig bleibt.

Zudem warnt Anthropic vor Prompt Injections von Bad Actors, wenn das Tool im Browser eingesetzt wird. Es gibt Sicherheitsvorkehrungen gegen solche arglistigen Änderungen am geprompteten Prozess. Doch kein Unternehmen kann Probleme damit völlig ausschließen.

Anthropic möchte mit dem frühen Launch von Cowork Erfahrungen sammeln, um das Tool später für deutlich mehr User bereitstellen und bis dahin noch verbessern zu können. Das Zeitalter der agentischen Handlungen im Digitalraum ist gekommen, ob beim Shopping, Planen oder Content-Kreieren.


„Bestes Coding Model der Welt“:

Claude Sonnet 4.5 ist da

orangefarbener Hintergrund, grobe Skizze von Mensch mit schwarzem Strich, , Würfelform in Weiß
© Anthropic via Canva

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*
*