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Instagram: Datenschutzkommission prüft Umgang mit Daten von Kindern

Instagram: Datenschutzkommission prüft Umgang mit Daten von Kindern

Caroline Immer | 19.10.20

Facebook muss sich auf eine ausführliche Ermittlung seiner Handhabung von Kinderdaten auf Instagram gefasst machen.

Irlands Data Protection Commission (DPC), die größte Regulierungsbehörde für Datenschutz in der EU, plant zwei Ermittlungen bezüglich Facebooks Umgang mit persönlichen Daten von Kindern auf Instagram. Dies geschieht als Reaktion auf Sorgen und Beschwerden, welche hierzu unter anderem von Datenschutzexperten geäußert wurden. So reichte etwa David Stier, ein US-Amerikanischer Datenwissenschaftler, eine Beschwerde ein. Die DPC prüfte das Anliegen und kam zu dem Schluss, dass diese Bedenken möglicherweise gerechtfertigt sind. Die Regulierungsbehörde leitet nun zwei Ermittlungen ein, welche die Verarbeitung der Kinderdaten auf Instagram genauer prüfen sollen. Das berichtete Deputy Commissioner Graham Doyle gegenüber Reuters. Facebook äußerte hierzu sich bislang nicht.

Fokus der Untersuchung sind Datenverarbeitung und Kontoeinstellungen

Die erste Untersuchung bezieht sich auf die Datenverarbeitung. So soll geprüft werden, ob Facebook eine rechtliche Grundlage für die Verarbeitung der Daten von Kindern besitzt und ob ein ausreichender Schutz sowie nötige Einschränkungen gesichert sind. Gegenstand der zweiten Untersuchung werden die Profil- sowie Kontoeinstellungen auf Instagram sein. Hier wird untersucht, ob Facebook die diesbezüglichen Datenschutzmaßgaben der DPC einhält.

Sollte die Untersuchung die Bedenken zum Datenschutz bestätigen, muss die Plattform mit teuren Konsequenzen rechnen. Denn die Regulierungsbehörde kann Bußgelder von bis zu 4 Prozent des globalen Einkommens eines Unternehmens einfordern. Das könnte für Facebook eine Menge Geld bedeuten – denn die Plattform verzeichnet aktuell über 70 Milliarden jährliches Einkommen. Auch YouTube sah sich vergangenen Monat mit der Ankündigung einer Drei-Milliarden-Klage zum Kinderdatenschutz konfrontiert. Es bleibt zu hoffen, dass die sozialen Medien künftig gewissenhafter mit dem Schutz der Daten von Kindern umgehen werden.

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