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Schneller ans Ziel: So entwickelst du ein effektives Social Media Reporting System

Um die Performance deiner Social Media Kanäle zu messen, kann dir ein gut durchdachtes Reporting System helfen, schneller und effektiver ans Ziel zu kommen.

© crazymedia - Fotolia.com

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Du sollst einen Bericht über die Social Media Performance deines Unternehmens anfertigen und weißt noch nicht genau, wie du diese Aufgabe am effektivsten angehen kannst? Wichtig ist, dass deine Arbeit auf einem gut durchdachten System aufbaut, an dem du dich orientieren kannst. Bevor du mit dem Reporting anfängst, solltest du also einen Plan erstellen, um den Zeitaufwand des eigentlichen Prozesses möglichst gering zu halten. Jenn Deering Davis, Co-Gründerin und Chefredakteurin von Union Metrics, zeigt, welche Schritte und Fragen dir helfen, ein solches System zu kreieren.

1) Was sind meine Ziele und wer sind die Stakeholder?

Zunächst ist es wichtig, den aktuellen (bisherigen) Reporting Prozess zu überprüfen. Finde heraus, welche Stakeholder deine Berichte erhalten und wer über die Social Media Daten verfügt. Sprich mit den Leuten für die du den Report machst und finde heraus, was sie wissen wollen und wie der Prozess bisher gehandhabt wurde. Anschließend kannst du deinen Report dementsprechend ausrichten und sicher gehen, dass dieser für jedes Team die relevanten Informationen beinhaltet. Hierzu solltest du klare Ziele definieren und im Detail festlegen, was du mit den Informationen konkret machen möchtest.

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Wenn Stakelholder dich nach sehr speziellen Daten fragen, die aber wenig Sinn machen oder nicht besonders nützlich sind, überlege dir gut, ob sich der Aufwand lohnt. Zuerst solltest du prüfen, ob du diese Informationen nicht bereits aus Daten ablesen kannst, die bereits gemessen wurden. Suche nach bereits existierenden Alternativen, bevor du einen großen Aufwand beginnst, der vielleicht gar nicht notwendig ist.

2) Welche Metriken sind am sinnvollsten?

Als nächstes solltest du Metriken finden, aus denen deine Stakeholder auch wirklich einen geschäftlichen Nutzen ziehen können. Vermeide unnötige Messungen, die zeitaufwendig sind, aber dich nicht wirklich weiter bringen. Von Vorteil ist auch, wenn du diese in mehreren Situationen benutzen kannst, sodass du sie einheitlich und auf dieselbe Art und Weise in deine Messungen einbinden kannst. Füge außerdem Änderungen und andere Bechmarks (in Prozent) hinzu; dadurch machst du es deinem Publikum leichter, diese nachzuvollziehen.

Folgende Metriken können beispielsweise von Bedeutung sein:

  • Wie groß ist mein potenzielles Publikum?
  • Wie häufig wird über mich gesprochen und wie oft wird meine Marke erwähnt?
  • Wie oft und in welcher Form wird auf meinen Kanälen (und mit meinen Posts) interagiert?
  • Wer sind die aktivsten Nutzer und Influencer?
  • Was ist der am besten performende Content und welches sind die schlechtesten Posts?

3) Welche Tools eignen sich am besten?

Unter zahlreichen Social Media Messtechniken und analytischen Tools, ist es nicht immer einfach, die richtige Wahl zu treffen. Es wird vermutlich kein Tool geben, das genau das trifft, was du suchst. In jedem Fall solltest du dich für eines entscheiden, das dir am besten hilft, die für deinen Report relevantesten Informationen herauszufinden.

Achte bei der Suche nach dem richtigen Tool auf folgende Dinge:

  • Konzentriere dich auf ein Tool oder möglichst wenige Tools, sodass du nicht den Überblick verlierst
  • Finde ein Tool dass mehrere Bedürfnisse gleichzeitig messen kann (auch wenn es mehr Geld kostet)
  • Es sollte Zugang zu hoch qualitativen Social Media Daten haben
  • Das Tool sollte von Dauer sein und sich regelmäßig weiterentwickeln
  • Es sollte Maße für die Kanäle zur Verfügung stellen, die du in deinem Reporting berücksichtigen möchtest
  • Es sollte den Nutzer angemessen unterstützen (Account Management)
  • Bei Social Media Tools bekommst du meist die Qualität, für die du bezahlst – um Zeit, Stress und Mühe zu sparen, lohnen sich höhere Investitionen

4) Welchen zeitlichen Rahmen sollte ich einhalten?

Im Social Media sind monatliche Reports am geläufigsten. Aber auch Ende des Jahres wird üblicherweise ein umfassender Bericht angefragt. Wie soll man aber den Anforderungen gerecht werden, ohne hinter einem Berg an Berichten zu versinken? Vor allem ist es wichtig zu wissen, dass die meisten Maße nicht täglich gemessen werden müssen. In vielen Fällen ist ein monatliches Reporting wesentlich sinnvoller: Dadurch bekommt man einen klaren Überblick über die Veränderungen von Monat zu Monat und kann saisonbedingte Muster besser nachvollziehen: Tägliche Ausnahmen wie Feiertage ragen weniger heraus und fügen sich in das monatliche Gesamtbild. Wenn dich aber jemand explizit um wöchentliche Reports – wie zum Beispiel von den Top-Posts – bittet, konzentriere dich nur auf diese Frage und spare alle Informationen aus, die nicht notwendig sind.

Fazit:

Mit diesen Tipps kannst du ein System in deinen Social Media Reporting Prozess bringen und dadurch viel Zeit sparen. Voraussetzung ist, dass du dir zunächst ein Bild von der bisherigen Vorgehensweise machst und genau weißt, für wen der Bericht angefertigt werden soll und welche Informationen die jeweiligen Rezipienten benötigen. Außerdem ist es wichtig, die richtigen Maße und Tools zu finden, um den Zeitaufwand möglichst gering zu halten.

Haben dir die Tipps geholfen? Oder hast du bereits ein eigenes Social Media Reporting System mit Taktiken entwickelt, die funktionieren?

Quelle: socialmediaexaminer

Über Lisa Schubert

Lisa Schubert

Lisa Schubert studiert Digitale Medienkommunikation im Master an der RWTH Aachen, wo sie ebenfalls ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft und Literaturwissenschaft abgeschlossen hat. Dank mehrerer Praktika hat sie bereits Erfahrungen im Online Marketing, insbesondere in den Bereichen SEO und Social Media, sammeln können. Nicht nur ihr großes Interesse am Online Marketing, sondern auch ihre Freude am Schreiben brachte sie zu OnlineMarketing.de.

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