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Shopping Apps 2016 – An diesen Designs solltest du dich orientieren

Wie müssen Shopping Apps aussehen, damit die Conversions in die Höhe gehen? 5 Design-Trends, die Usability und Nutzungskontext gleichermaßen berücksichtigen.

© Flickr / Epicantus, CC BY 2.0

© Flickr / Epicantus, CC BY 2.0

Da immer mehr Menschen mobil einkaufen, nutzen sie Shopping Apps. Ein mobiles Endgerät zu nutzen bedeutet einen anderen Nutzungskontext und andere ergonomische Voraussetzungen. Da stellt sich die Frage nach dem optimalen App-Design.

Welche Trends sind im Shopping App Design 2016 zu beachten?

Zusammenfassung

Das App-Design 2016 folgt diesen Trends:

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  • Monochromes Design für besseres Produkt-Erlebnis
  • Chat-Features mit Freunden für höheren Social Proof
  • Voice Commerce: Navigieren durch Sprechen
  • Visuelle Suche: Bilder hochladen, Produktvorschläge erhalten
  • Mehrzweck Scrolling: Wischen rechts, links, oben, unten

Ahnst du schon, um was es geht? Saurabh Nangia hat als Gründer von TargetingMantra für seinen Blog einige Beispiele zusammengetragen, die wir euch im Folgenden vorstellen möchten.

Trend Nr. 1: Monochromes Design

Speziell im Modebereich wird der Trend zum monochromen Design immer deutlicher. War bislang Farbenpracht angesagt, reduzieren die Designer die Farbenvielfalt auf eine aussagestarke Grundfarbe, die es im Shop in überschaubaren Abtönungen zu sehen gibt. Diese Farbe steht in engem Zusammenhang mit CI und Branding der Marke.

Monochromes Design, Quelle: TargetingMantra

Monochromes Design, Quelle: TargetingMantra

Was sind die Vorteile von monochromen Design?

  • Monochromes Design stellt die Produkte in den Mittelpunkt und lenkt die User nicht ab.
  • Ein kontrastierender CTA-Button sticht besser hervor.
  • Es verstärkt die Wirkung des Flat-Designs.

Dieser Trend ist sicherlich nicht sonderlich App-spezifisch, sondern du findest ihn auch bei klassischen Online-Shops. Die nächsten Trends orientieren sich dagegen stärker am Nutzungskontext des mobilen Shoppings.

Trend Nr. 2: Chat-Features in der Produkt-Beschreibung

Hat der klassische Online-Shop eine Chat-Funktion mit den Shop-Mitarbeitern, ist bei Apps eine „Chat-mit-Freunden“ Funktion gefragt.

Stell dir folgendes Szenario vor: Lisa entdeckt ein neues Top in den neuen Sommerfarben. Sie geht auf die Chat-mit-Freunden-Funktion und stellt das Teil ihrer Community vor. Lehnt ihre größte Rivalin das Teil ab, wird sie das Top kaufen.

Chat mit Freunden Funktion in einer Shopping App

Chat mit Freunden Funktion in einer Shopping App, Quelle: TargetingMantra

Sie holt auf diese Weise eine zweite Meinung ein. Robert Cialdini würde hier von Social Proof sprechen. Die Funktion hilft, Abbrüche beim Warenkorb zu vermeiden. Zumal in trendigen Modebereichen oftmals Produkt-Rezensionen fehlen, die als Entscheidungsgrundlage dienen.

Trend Nr. 3: Voice Commerce – Navigieren durch Sprechen

Stell dir vor, du sitzt auf dem Mountainbike mit deinem Smartphone am Vorbau. Ein Biker überholt dich an einem Anstieg und du keuchst verärgert ins Smartphone: „Bikeshop XY. Leichte Laufradsätze.“ Die App zeigt dir die entsprechenden Produkte und du sagst. „Ab in den Warenkorb.“ Auf der Alm prostet dir der Schnellere süffisant zu, du sagst: „Zahlungsart Paypal“ und dann „Habbewolle“.

Mit der Stimme navigieren, mit der Stimme Kategorien aufsuchen, mit der Stimme Produktbeschreibungen aufrufen und den Warenkorb-Befehl geben, das ist die Idee hinter Voice Commerce.

Navigation mit der Stimme

Navigation mit der Stimme, Quelle: TargetingMantra

Die Vorteile:

  • Es ist bequem.
  • Reden geht schneller als schreiben.
  • Du machst keine Rechtschreibfehler.
  • Du kannst schneller eine Produktbewertung abgeben.

Es ist einleuchtend, dass Voice Commerce das mobile Einkaufserlebnis und die Konversionsraten  verbessert.

Der nächste Trend geht ebenfalls in Richtung Usability.

Trend Nr. 4: Visuelle Suche

Tina trifft im Cafe Ihre beste Freundin Lea. Lea trägt eine neue Uhr. Tina zückt ihr Smartphone, fotografiert Leas Uhr, lädt sie in die Shopping-App und erhält prompt Produktvorschläge. Die gleiche Uhr möchte sie nicht, daher entscheidet sie sich für die Variante mit dem roséfarbigen Zifferblatt.

En somme: Bild hochladen und die App zeigt dir Produkte, die zu deinem Bild passen.

Visuelle Suche durch Hochladen von Bildern

Visuelle Suche durch Hochladen von Bildern, Quelle: TargetingMantra

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Bilder sagen mehr als 1000 Worte; denn bei der Suche mit Keywords gehen zu viele Informationen verloren.
  • Nicht jeder User ist sprachlich in der Lage, ein Produkt zu beschreiben.
  • Bei der Sprachnavigation kommt der User an die Grenzen der Sprache. Hier hilft nur das Bild weiter.
  • Der User kann auf die Weise Produkte zusammenstellen und schauen, ob sie zueinander passen.

Trend Nr. 5: Mehrzweck-Scrolling

Tom hat sich die Voonik-App auf sein Smartphone geladen. Nach der Anmeldung bekommt er eine Übersichtsseite zu sehen, wie er die App bedienen soll. Nach links wischen heißt, das Produkt ist abtörnend. Rechts wischen heißt, das Produkt ist spannend. Mit einem Tippen aufs Produkt gelangt er in die Detail-Beschreibung.

voonik-App - Navigationshilfe

Die Voonik-App mit Navigations-Hinweis, © Andreas Wieland

Voonik bietet hier ein Beispiel für Mehrzweck-Scrolling. Je nach Richtung des „Wischens“ leistet die App andere Funktionen.

Der Vorteil der besseren Navigation im mobilen Kontext, speziell beim Shoppen mit Smartphones, liegt auf der Hand.

Du siehst, das App-Design hat nichts mit den typischen Navigations-Mustern eines Desktop-Onlineshops zu tun.

App-Design umsetzen, wie?

Es kommt beim App-Design sicher auf das Produkt an, welche der hier genannten Design-Trends relevant sind. Es erfordert Empathie beim Konzipieren, sich exakt in die Situation des Users hineinzudenken, wenn er dabei ist online etwas zu kaufen.

Einen schönen Leitfaden, der sicher mit der Konzeption von Apps befasst, findet ihr hier.

Anschließend sind umfangreiche Tests erforderlich, wie die Features beim Kunden ankommen. Hier kann der Usability- und Konversions-Spezialist alle Register ziehen.

Wie denkt Ihr über Shopping Apps? Welche Features brauchen sie unbedingt? Schreibt mir eine Zeile oder teilt diesen Artikel mit Freunden und Bekannten.

Quelle: TargetingMantra

Über Andreas Wieland

Andreas Wieland

Andreas J. Wieland ist Dipl.-Kaufmann und war 20 Jahre als Geschäftsführer eines Juweliers tätig. Mit dem Aufbau eines Online-Shops für Uhren infizierte er sich mit dem Online-Marketing-Bazillus. Als freiberuflicher Consultant (www.wieland-beratung.de) berät er Juweliere und Dienstleister und unterstützt die Redaktion mit Beiträgen zu Online Marketing Themen.

Ein Gedanke zu „Shopping Apps 2016 – An diesen Designs solltest du dich orientieren

  1. Cynthia

    Bisher habe ich diese Funktionen beim Online Shopping nicht vermisst aber wenn ich so davon lese, möchte ich sie unbedingt nutzen.

    Antworten

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