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Update: Pinterest wird Buyinterest – der “Kaufen”-Button kommt

Die Bilderplattform Pinterest steigt in den E-Commerce Sektor ein. Der “Kaufen”-Button könnte schon in 3 bis 6 Monaten gelauncht werden.

© Nmedia - Fotolia.com

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Pinterest zeigt Interesse daran, in den E-Commerce Sektor einzusteigen. Laut mehreren Quellen arbeitet das soziale Netzwerk an einem “Kaufen”-Button. Dabei gilt es jedoch einige Hürden zu überwinden.

Pinterest als “digitale Mall”

Erst kürzlich schätzten wir Pinterest als Marketing-Instrument ein und zeigten das immense Potential auf. Nun werden Stimmen laut, dass das Bildernetzwerk momentan eine Möglichkeit entwickelt, damit User die Produkte, die gepinnt werden, direkt kaufen können ohne die eigene Seite beziehungsweise App zu verlassen. re/code berichtet, dass die “Kaufen”-Funktion bereits in drei bis sechs Monaten starten könnte. Der Redakteur Jason Del Rey schreibt, dass die Zeit, in der die Produkte lediglich gepinnt und geteilt werden, vorbei sein soll:

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Currently, Pinterest’s 70 million monthly visitors use the service to save and share images of things like recipes, furniture, food and clothing. But since Pinterest burst onto the scene several years ago, industry observers, analysts and users have been waiting for the day that it would transform itself from a digital corkboard into a digital mall.

Ein “Install”-Button für iOS Geräte ist seit neuesten auf der Plattform verfügbar. Um den CTA für den Einkauf zu realisieren, ist Pinterest im Gespräch mit Stripe, ein Anbieter eines Bezahlungssystems, der auch mit Facebook und Twitter kooperiert.

Die Zielgruppe ist bereits vorhanden

Del Rey schätzt das Potential für Pinterest höher ein als das anderer sozialer Netzwerke, die diesen Weg gehen. Der Grund dafür ist, dass die 70 Millionen Benutzer auf der Bilderplattform bereits digitales Window-Shopping betreiben und sich gezielt nach neuen Produkten umsehen. Ein großes Problem sei jedoch die starke Konkurrenz: Amazon, eBay und Google sind keine Leichtgewichte auf dem Sektor.

Darüber hinaus handelt Pinterest die Artikel höchstwahrscheinlich nicht selbst, sondern gibt die Bestellungen weiter. Dies bedeutet, dass das Netzwerk absolut abhängig von der Verfahrensweise der Partner ist. Negative Kritik geht trotzdem auf Pinterest zurück.

Pinterest selbst gab bislang noch keinen öffentlichen Kommentar zu dem Thema ab.

***Update***

Gestern gab Pinterest bekannt, dass mit dem Rollout von Buyable Pins, also den Buy-Buttons, begonnen wurde. iPhone sowie iPad-Nutzer in den USA können demnach Produkte nun direkt auf Pinterest shoppen.

Die blau gefärbten Buy-Buttons erlauben auch die Auswahl der Größe oder Farbe sowie das Pinnen eben jenes ausgewählten Produktes, um es zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen. Die Nutzer haben die Möglichkeit ihre Zahlungsdaten auf Pinterest zu hinterlegen, so dass sie künftig mit wenigen Klicks einen Kauf durchführen können.

© Pinterest

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Mit der Implementierung der Buyable Pins könnte Pinterest das Shoppingerlebnis revolutionieren: Statt in das Geschäft vor Ort zu gehen oder direkt im Onlineshop zu bestellen, haben die Konsumenten die Möglichkeit, kuratierten Content zu entdecken, der genauestens ihren Vorstellungen entspricht. Die Suche ändert sich, denn die neuen Plattformen sind in der Lage interessenbasierte Inhalte auszuspielen. Schon heute, so haben Studien belegt, kaufen 87 Prozent der Pinner ein Produkt, das sie bei ihrer Entdeckungsreise auf Pinterest gefunden haben.

Einen Haken hat das Ganze allerdings: Die Nutzer können nur jeweils ein Produkt kaufen. Gefallen dir also bestimmte Schuhe und ein Oberteil des gleichen Herstellers aus ein und demselben Shop, müsstest du über Pinterest dennoch zwei Käufe tätigen.

Quelle: re/code

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