Harte Zeiten für Pornoseiten

Juergen Jotzo / pixelio.de

Internet-Zensur: Island will den Zugriff auf Pornoseiten durch ihre Bürger mit einem Filter verhindern.

Als erste westliche Demokratie will Island Pornoseiten im Internet durch einen Filter blockieren, wie der Telegraph berichtet. So will die Regierung ihre Bürger davon abhalten, pornographische Inhalte anzuschauen oder herunterzuladen.

Das Ziel hiervon sei es, Kinder und Frauen vor Schäden durch gewalthaltige und/oder sexuelle Inhalte zu schützen, welche zu gewaltsamen Handlungen führen könnten,  so Islands Innenminister Ogmundur Jonasson.

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Ein Gesetz, was den Druck und Vertrieb von Pornos verbietet, existiert bereits in Island. Es soll nun durch diese zusätzliche Klausel zur Internet-Nutzung erweitert werden. Illegal würde dann auch das Bezahlen von kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaften mit isländischen Kreditkarten werden. Das Gesetz soll vermutlich im Laufe des Jahres in Kraft treten.

Umsetzung in Arbeit

Derzeit wird an der Umsetzung dieses Filters gearbeitet, welcher stark an die Internet-Zensur in China erinnert. Generell stellt sich die Frage, ob Island hiermit einen Stein ins Rollen bringt und weitere Demokratien in Zukunft nachziehen werden. Dann stehen den Betreibern von Pornoseiten weltweit harte Zeiten bevor, da sich diese maßgeblich durch Werbung und Premium-Mitgliedschaften finanzieren.

Die Entwicklung wird spannend, erst sind es Porno-Angebote und was kommt danach?


Wer nutzt eigentlich Porno-Angebote im Internet?

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