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Conversational Ads: Twitters neues Werbeformat baut auf Influencer Marketing

Twitter stellt eine Option für Advertiser vor, die den Hype des Influencer Marketings ausnutzt. Das interaktive Format soll Marken kostengünstig abseits des eigenen Unternehmens auf der Plattform ins Gespräch bringen.

© Flickr / Quinn Dombrowski, CC BY-SA 2.0

© Flickr / Quinn Dombrowski, CC BY-SA 2.0

Twitter stellt Advertisern ein interessantes, neues Werbeformat bereit. Angelehnt an Promoted Tweets sollen die Conversational Ads mit vorgegebenen CTAs zusätzlich zur Interaktion anregen und machen sich den Gedanken des Influencer Marketing zunutze.

Conversational Ads als Hilfestellung im Influencer Marketing

In einem Blogpost kündigt der Kurznachrichtendienst Twitter eine frische Option für Werbetreibende zur Verfügung. Die Conversational Ads ähneln den bereits bekannten Promoted Tweets – mit einem entscheidenden Unterschied. Dem User wird eine Anzeige ausgespielt, unter der mehrere CTAs mit vorgegebenen Hashtags kreiert werden können:

Anzeige:

Twitter Conversational Ads - CTA

Conversational Ad von The Barista Bar, © Twitter

Ein Klick auf den jeweiligen Button öffnet dann einen voreingestellten Tweet mit Text und Foto oder Video des Werbenden. Dieser kann vom Nutzer selbst verändert, komplett gelöscht oder genauso abgesendet werden:

Twitter Conversational Ads - Tweet

Der Tweet des Users nach Klicken des CTAs, © Twitter

Nach dem Absenden der Nachricht erscheint darüber hinaus ein Dankeschön des Werbetreibenden in der Timeline des Users.

Conversational Ads regen Personen abseits der eigenen Marke dazu an, das Unternehmen ins Gespräch zu bringen und baut somit ähnlich dem Influencer Marketing auf vertrauenswürdige Kommunikation mit der Zielgruppe. Nach eigenen Aussagen haben die ersten Tests mit der interaktiven Werbeform sehr gute Ergebnisse gebracht. Genaue Analytics verrät das Unternehmen jedoch nicht.

Die Kosten für Unternehmen sind überschaubar

Der Werbetreibende muss nur einmalig für den Tweet bezahlen, die Impressions oder Interaktionen werden nicht einzeln berechnet. Andrew Bragdon, Revenue Product Manager bei Twitter, schreibt dazu auf dem firmeneigenen Blog:

Each shared Tweet is powerful because it drives earned media for the brand at no extra cost, resulting in higher ROI. Additionally, research has shown that organic conversation about a brand delivers significant value for advertisers.

Weitere Details zum Preismodell verrät Advertising Age im Gespräch mit Ameet Ranadive, Twitters VP of Product:

Brands buying Twitter’s conversational ads to drive video views only pay when someone who sees the original ad watches the video, according to Twitter VP of product Ameet Ranadive. If that person clicks on the ad and tweets the branded message and video to his or her followers, those subsequent views are free. But if a brand’s objective is for people to engage with the tweet, such as by retweeting it, the brand will be charged for any subsequent engagements, he said.

Die Ads eignen sich insbesondere, um zwei Meinungen gegenüberzustellen. Ein weiteres Beispiel von Samsung Canada mit integriertem Video zeigt dies interaktiv (momentan nur nach einem Klick auf den eingebetteten Tweet):

Noch sind Conversational Ads lediglich für ausgewählte Werbepartner verfügbar, doch dies in sämtlichen Märkten. Ein konkretes Datum für das Rollout verrät Twitter noch nicht.

Verabschiedung des 140-Zeichen-Limits?

Die Neuerung kommt nach einer überaus polarisierenden Nachricht aus dem Hause Twitter. Der Mikrobloggingdienst machte zuletzt mit einer möglichen Lockerung des berühmten Limits von 140 Zeichen auf sich aufmerksam – ein essentieller Bestandteil des Konzepts der Plattform. COO Adam Bain ließ in einem Interview mit re/code durchblicken, dass die Idee ursprünglich direkt von Twitters Geschäftsführer Jack Dorsey stammt. Dieser meldete sich nun persönlich zu Wort:

2 Gedanken zu „Conversational Ads: Twitters neues Werbeformat baut auf Influencer Marketing

  1. Thomas Schuster

    Ein interessanter Ansatz. Für b2b Kunden halte ich das derzeit für eine “Nummer zu groß”. Die Bereitschaft Inhalte zu sharen, die einen erkennbar werblichen Ursprung haben ist vermutlich noch recht gering. Anders wird sich das bei trendigen Produkte mit Lifestyle-Charakter darstellen. Wir werden das im Auge behalten.
    Danke für den informativen Beitrag.

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  2. Anne

    Ich finde die Idee für mich privat super, da ich gerne Produkte oder Reisen an Freunde weiterschicke, um mit ihnen dann darüber zu reden. Für das Online Marketing bei uns im Unternehmen sehe ich da jedoch eine Schwierigkeiten, da ich auf Anhieb nicht wüsste, wie ich meine Werbung nun vermarkten kann, damit sie auch wirklich weitergeleitet wird. An sich ist die Idee toll und ich werde mich damit auseinandersetzen, damit ich für meine Kunden auch in dieser Weise neue Posts teilen kann.

    Antworten

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