Blogger verdient mit Paywall-Experiment sechsstellige Beträge in nur 6 Stunden

Polit-Blogger startet Paywall-Experiment

Politik-Blogger Andrew Sullivan verkündet stolz die nur nach 6 Stunden erzielten sechsstelligen Einnahmen seines Paywall-Experiments.

Dass Politik-Blogger Andrew Sullivan am morgen des 2. Januar bekanntgab, die Daily Beast zu verlassen um fortan an seinem eigenen Blog namens Dish Publishing zu schreiben um dort gänzlich auf Werbung zu verzichten und seine Gewinne mit Abonnements zu erzielen wirkte schon ein wenig provokativ.

Sullivans Kommentar? Etwa, dass es ein ziemlich schöner Tag war. Kein Wunder, denn nur sechs Stunden nach seiner Bekanntgabe habe der Blogger wohl schon sechsstellige Zahlen verzeichnen können.

Mit dem sogenannten “Leaky Meter” des Blogs haben seine Nutzer die Möglichkeit mit dem “Read On”-Button eine bestimmte Anzahl an Artikeln im Monat kostenfrei zu lesen, bevor ein Abonnement erforderlich wird und unbegrenzt weitergelesen werden kann.

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Ein Abonnement koste lediglich 19,99 Dollar im Jahr, den Lesern steht der Betrag den sie zahlen allerdings frei. Laut Sullivan zahlen ein Drittel der Leser mehr als das empfohlene Minimum.

Der Online-Werbung steht der Polit-Blogger äußerst kritisch gegenüber. Nachdem er die Medienlandschaft ein Jahrzehnt lang beobachtet hat, kristallisiert sich, so meint Sullivan heraus, dass sich mit billigen Tricks für mehr Page Views und künstlicheren Inhalten für diese Werbung prostituiert wird.

So werden PageViews kreiert, wo es keine inhaltliche Basis gibt, etwa mit Slides, die beispielsweise “Oben-Ohne”-Frauen abbilden, die zum Klicken anregen sollen.

Sullivan betont hingegen, verantwortungsvoll mit seinen Lesern umzugehen. Wenn diese zufrieden sind, so basiert dies allein auf der Qualität seiner Inhalte, die es Lesern wert sind sie zu unterstützen.

Sullivans Blog geht nun erstmal mit der Hilfe des StartUps Tinypass in den Re-launch und will dann so richtig loslegen, bis dahin kann man dort “Founding Memberships” erstehen.

Innerhalb von 24 Stunden hatten sich laut Sullivan immerhin schon 12,000 zahlende Abonnenten gemeldet, die durchschnittlich 8 Dollar mehr als das  empfohlene Minimum gezahlt hatten.

Ob das auch alles so stimmt? Wir wissen es nicht, allerdings hat Andrew Sullivan mit seinen Neuigkeiten gewiss das Ohr der Öffentlichkeit gewonnen.