Marketingstrategie

Bilder als Erfolgsfaktor deiner Marketingstrategie: Die richtige Auswahl treffen und Aufmerksamkeit erzeugen

Das Bild ist das Herzstück deines Contents und hat große Anteile daran, ob er geklickt oder übersehen wird. Wir zeigen dir, worauf es bei der Auswahl ankommt.

© Flickr / Rodrigo Baptista, CC BY-SA 2.0

© Flickr / Rodrigo Baptista, CC BY-SA 2.0

Bilder sind die Sahnehäubchen jedes Contents. Denn wählst du ein passendes Bild für deine Inhalte, vermitteln diese dem Hirn deiner Nutzer ein Bild des Artikels, so dass sie innerhalb weniger Millisekunden die Entscheidung treffen zu klicken oder nicht. Um also das Engagement zu erhöhen, eignen sich visuelle Inhalte hervorragend. Doch gibt es auch bei der Auswahl des richtigen Bildes einige Fettnäpfe, die es zu umschiffen gilt.

Die Auswahl

Jeder kennt die gruseligen Stockfotos, die einfach nicht realistisch sind, sondern stattdessen überzogen. Vermeidest du diese Art von Bildern, hast du schon eine ganze Menge gewonnen. Wie du aber die Sehrinde deiner Besucher besonders kitzelst und deinen Bildern einen Extra Boost verpasst, erklären wir dir hier. Denn mit Bildern kannst du die Aufmerksamkeit in einer reizüberfluteten Onlinewelt auf dich ziehen – du musst es nur richtig machen.

#1 Schlechte Stockfotos identifizieren

# UnfinishedBusiness #StarStock © iStock

# UnfinishedBusiness #StarStock © iStock

Stockfotos können deinem Content das Genick brechen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie schon häufig in verschiedenen Medien aufgetaucht sind und ihren Reiz daher verloren haben, ist nicht gering. Die User scrollen gnadenlos weiter und dein Content wird untergehen. Um die Lächerlichkeit konventioneller Stockbilder zu verdeutlichen, zeigen wir euch diejenigen, die Vince Vaughn für seine Komödie „Big Business – Außer Spesen nichts gewesen“ nachgestellt hat. Auch auf dem Tumblr-Blog Shit Stock Photos sammelt der Betreiber Agenturbilder, deren Sinn sich einfach nicht erschließen will. Generell solltest du also auf Fotos von Agenturen verzichten, die

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  • lächerlich,
  • unrealistisch,
  • extrem gestellt
    oder
  • thematisch nicht passend sind.

Tipp I: Schau dir an, was die Mitbewerber für Bilder nutzen. Konnten sie dich davon überzeugen, zu klicken oder haben sie deine Aufmerksamkeit erlangt? So kannst du dich an aktuellen Trends orientieren und lernst schnell selbst einzuschätzen, was No-Gos sind.

Tipp II: Nutze zu Beginn der Recherche die Google Bildersuche für das jeweilige Keyword, damit du sehen kannst, welche Bildinhalte die meisten Suchergebnisse bringen (die es zu vermeiden gilt) und um unkonventionelle Ideen zu bekommen.

Ein Beispiel: Du hast einen Beitrag zum Thema Targeting geschrieben und wirfst die Fotolia-Suche an, um ihn zu bebildern. Zugegebenermaßen ist das Thema „Targeting“ nicht gerade einfach zu visualisieren. Denn das Bild, das allen – und vermutlich auch dir – direkt in den Sinn kommt, ist das Folgende oder ein ähnliches:

targeting

Das Problem dabei: Jeder denkt zuerst an eine Zielscheibe und ein Großteil wählt sie auch aus. Um dich von der Masse abzuheben, solltest du bei der Bildersuche immer um die Ecke denken – denn dann bekommst du zum gleichen Thema etwa ein solches Foto:

tagreting-alt

Das Bild ist kreativ und obwohl keine Zielscheibe zu sehen ist, transportiert es das Thema Targeting nahezu perfekt. Allein dadurch. dass es etwas anderes ist als der übliche Einheitsbrei zur Thematik, wird es eine hohe Aufmerksamkeit erlangt haben.

#2 Das passende Bild

Für deinen Content solltest du also immer ein Bild wählen, das auch das Inhaltliche aufgreift und widerspiegelt. In erster Linie sollen die Headline und dein Foto sich ergänzen und eine Verbindung zueinander herstellen ohne dabei zu platt zu wirken.

Zwei Varianten für das Thema A/B-Test.  Die Tastatur gibt es zu allen Thematiken und man hat sie so häufig gesehen, dass sie keine Aufmerksamkeit erzeugen kann.

Zwei Varianten für das Thema A/B-Test. Die Tastatur gibt es zu allen Thematiken und man hat sie so häufig gesehen, dass sie kaum Aufmerksamkeit erzeugen kann und billig aussieht. Die „Ticket“-Lösung greift die Headline perfekt auf.

Bedenke bei der Bildauswahl, dass der Content auch über soziale Netzwerke verbreitet wird und die User bereits Techniken entwickelt haben, relevante Nachrichten in ihrem Newsfeed zu filtern. Haben sie ein und dasselbe Bild schon zig Mal in verschiedenen Zusammenhängen gesehen, wirst du damit vermutlich keine Aufmerksamkeit mehr bekommen. Ist deine Lösung kreativ, ist die Wahrscheinlichkeit für User Engagement höher.

Humor

Auch Humor kannst du von Zeit zu Zeit mit einfließen lassen, um Klicks zu generieren und den Nutzern ein Lächeln zu entlocken. Humorvolle Bilder und Inhalte wirken allerdings besser, wenn sie authentisch und spontan sind, daher solltest du nicht auf Teufel komm raus versuchen, witzig zu sein – denn das kann im schlechtesten Fall den gegenteiligen Effekt haben.

Rechtliche Grundlagen & Ressourcen

#1 Lizenz & Nennung der Quelle

Keinesfalls solltest du Bilder wählen, die du bei der bereits oben erwähnten Google Bildersuche gefunden hast, denn da kommt es schnell zu Urheberrechtsverstößen und eine Abmahnung lässt mitunter nicht lange auf sich warten. Generell gilt es von Bildern Abstand zu nehmen, über die du zufällig (oder nicht) im Internet stolperst und die Lizenzfrage nicht geklärt hast.

Wenn du dich versichert hast, dass du das Bild für deine Zwecke nutzen darfst, musst du bei Veröffentlichung zwingend die Quelle nennen. Jeder Fotoanbieter hat andere Anforderungen an die Nennung des Urhebers und du darfst auch nicht jedes Foto für die Verbreitung in sozialen Medien nutzen. Daher solltest du dir die Nutzungshinweise auf den Anbieterseiten im Vorwege gründlich lesen.

#2 Ressourcen

Deine Bilder kannst du bei offiziellen Anbietern auf Credit-Basis kaufen. Empfehlenswerte Portale sind da etwa:

Du kannst deine Fotos allerdings auch kostenfrei beschaffen. Dabei gilt es allerdings wiederum darauf zu achten, die richtige Lizenz zu wählen. Kostenfreie Anbieter:

Um bei Flickr beispielsweise die richtige Auswahl zu treffen, kannst du, nachdem du die Suchanfrage gestellt hast, bei „Any license“ die für dich infrage kommende Lizenz auswählen. Dann werden dir praktischerweise nur diejenigen Bilder angezeigt, die du verwenden darfst:

flickr fotos

Qualität & Rahmenbedinungen

Stimmt die Qualität und du entscheidest dich nicht für ein Bild, das auch 5.000 andere Publisher schon verwendet haben, sondern ein individuelles, bist du den Mitbewerbern schon einen großen Schritt voraus und erzeugst eher Aufmerksamkeit. Daher solltest du also lieber etwas mehr Zeit in die Bildersuche investieren. Um den Fotos dann den letzten Schliff zu verpassen, muss die Quelle genannt und darauf geachtet werden, dass das Bild für deine Zwecke verwendet werden darf.

Hast du weitere Quellen für kostenlose Bilder? Was ist für dich ein No-Go bei der Bildauswahl?

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit Ende 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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