Video Marketing

YouTube – Das bedeuten die neuen Nutzungsbedingungen für Creator

Neue Nutzungsbedingungen: YouTube behält sich vor „nicht mehr wirtschaftliche“ Konten zu löschen.

© Christian Wiediger - Unsplash

Die Empörung ist groß, als YouTube die ab 10. Dezember 2019 geltenden Nutzungsbedingungen für die USA veröffentlicht. Einige Nutzer sind verunsichert, da bestimmte Passagen darauf deuten, dass YouTube sich das Recht vor behält, Konten zu löschen, die aus ihrer Sicht kein Geld bringen.

Konkret geht es um Absätze in den Nutzungsbedingungen, in dem YouTube über Kündigungen aufgrund von „Änderungen des Dienstes“ informiert. Der Wortlaut ist wie folgt:

YouTube kann gegebenenfalls Ihren Zugriff oder den Zugriff Ihres Google-Kontos auf den gesamten oder einen Teil des Dienstes kündigen, wenn YouTube berechtigterweise davon ausgeht, dass die Bereitstellung des Dienstes an Sie nicht mehr wirtschaftlich ist.

Was genau unter ‚wirtschaftlich‘ gemeint oder nicht gemeint ist bleibt ein Geheimnis. Viele Video-Produzenten weltweit haben natürlich nun Sorge, dass ihre kreative Arbeit und Community von den Betreibern inaktiviert wird.

Das Überraschende jedoch ist: In Deutschland ist diese Vorgehensweise bereits seit dem 22. Juli 2019 von YouTube in Kraft gesetzt worden. Es ist jedoch nicht bekannt, dass Konten gelöscht worden sind, die aktiv genutzt wurden. Nichtsdestotrotz sind hierzulande einige auf Grund der aktuellen Verkündung in Alarmbereitschaft und teilten ihren Unmut auf Twitter.

YouTube äußerte sich mit einem Statement auch entwarnend an alle Nutzer:

Um das klar zustellen: Es geht nicht darum, Kanäle zu löschen, weil sie nicht genug Geld verdienen. Wie schon früher bekannt, behalten wir uns vor, bestimmte Kanäle zu löschen oder Services zu beschränken, wenn es zum Beispiel lange keine Aktivität gab oder der Kanal nur sehr eingeschränkt benutzt wird. Es wird weder auf die Ersteller noch auf die Betrachter irgendeinen negativen Einfluss haben.

Ob dies stimmt wird sich noch zeigen, doch die Angst bleibt erst einmal, besonders für YouTuber, die ihren Kanal als Haupteinnahme Quelle nutzen. YouTube hat 2017 festgelegt, dass Kanäle mit weniger als 1000 Abonnenten und 4000 Stunden Sehdauer nicht in das Partnerprogramm können, dass heißt, sie können durch ihre Videos kein Geld mehr verdienen. Es scheint also wohl doch nicht ganz irrelevant zu sein, wie viel Geld ein Kanal verdient.

Über Marina Zubrod

Marina Zubrod ist selbständige Unternehmensberaterin. Besonders liegt ihr die Vernetzung von innovativen Startups und Konzernen aus Traditionsbranchen am Herzen. Im Nebenberuf ist sie eCommerce Unternehmerin mit einer Direct-to-Consumer Beauty Marke und kann zu allen Themen rund um Social Media, Brand Building und Start-Up Aufbaus aus dem Nähkästchen plaudern. Marina ist außerdem Beirat im Bundesverband deutscher Startups und stellvertretende Vorsitzende des Unternehmerinnen Netzwerks.

Marina Zubrod

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