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Ungewöhnliche Partnerschaft: Hello Kitty als eSports-Partner?

Dass wohl wirklich alle Marken ihren Platz im eSports finden, zeigte nun Team Fnatic, als sie ihre Kooperation mit Hello Kitty ankündigten.

© Hello Kitty, Fnatic

Ich bin der grundlegenden Überzeugung, dass wohl jede Marke, sofern man es richtig anstellt, auf Erfolg im eSports treffen kann und darüber Zugang zu neuen Zielgruppen erhält, doch auch ich muss gestehen, dass ich mich perplex zeigte, als das Team Fnatic ihre neueste Kooperation mit Hello Kitty ankündigte. Nicht etwa, weil es eine schlechte Idee ist. Wenn überhaupt, ist das Ganze so verrückt, dass es schon wieder genial ist – und auch bei Fans findet diese ungewöhnliche Partnerschaft Anklang.

Die wohl seltsamste Kooperation im eSports

Als Teil der Hello Kitty-Kooperation erscheinen diverse Artworks, welche Fans sammeln können, ausgestattet mit verschiedenen Seltenheitsgraden, exklusiver und super exklusiver Merchandise, welcher nur limitiert verfügbar ist, ein Launch Event in Tokio und noch vieles mehr – denn hierbei handelt es sich nur um bisherige Teaser. Der Begründer und CEO von Fnatic, Sam Matthews, bezeichnet diese Kooperation als die wohl coolste Aktion, welche das Team bisher gestartet hat.

Sam Matthews, Ceo bei Fnatic, bezeichnet dies als die coolste Sache, welche das Team bisher gemacht hat.

So ungewöhnlich diese Kooperation also wirken mag, scheint das Team an diese zu glauben und das ist offenbar aus diversen Gründen tatsächlich berechtigt. Beispielsweise muss man wohl adressieren, dass Hello Kitty sich insbesondere, wenn auch nicht ausschließlich, an eine weibliche Zielgruppe wendet, welche im eSports bisher stark vernachlässigt wird. In diesem Bereich wird also sozusagen eine Lücke gefüllt. Des Weiteren ist diese Kooperation so absurd und unerwartet, dass es sie schon wieder ansprechend macht. Wie erfolgreich die Hello Kitty- Zusammenarbeit letzten Endes sein wird, bleibt noch abzuwarten.

Viel Anklang bei Fans

Dennoch lässt sich bereits jetzt feststellen, sofern man einen Blick in die Kommentare der Ankündigung wirft, dass viele Fans von Fnatic oder auch eSports allgemein, sich von dieser Idee bereits begeistert zeigen.

Eine Liebe zu eSports und Hello Kitty – die neue Kooperation scheint wie gemacht für Leah.
Ganz gemäß der Thematik, steht Hello Kitty in typischer eSportler-Pose dar.

Natürlich zeigen sich einige Stimmen skeptisch, doch ist die bisherige Resonanz überaus positiv. Wie gesagt: Alles findet im eSports seinen Platz, sofern man es richtig vermarktet. Auch Hello Kitty.

Für Hello Kitty handelt es sich hierbei natürlich um einen gelungenen Einstieg in den eSports, welcher im Umkehrschluss womöglich auch mehr Frauen in die virtuelle Sportart selbst bringt, in welchem diese bisher sowohl als Spieler als auch als Fans nur wenig präsent sind. Doch auch für Fnatic ist diese Kooperation überaus bedeutsam, denn viele unterschätzen wohl, was für eine große Marke Hello Kitty eigentlich ist. Diese ist nämlich tatsächlich das zweiterfolgreichste Franchise der Welt, mit Gesamteinnahmen von 80 Milliarden US-Dollar, einen Platz hinter dem Videospielhit Pokémon.

Am 15. November soll die erste Produktlinie erscheinen und es bleibt gespannt zu warten, wie diese sich schlagen wird, denn trotz positiver Resonanz, ist das weiterhin eine recht ungewöhnliche Zusammenarbeit. Fnatic und Hello Kitty scheinen allerdings optimistisch – und das aus gutem Grund.

Über Toni Gau

Toni Gau

Toni Gau ist freischaffender Blogger, wobei sein Augenmerk auf Popkultur, Literatur und Storytelling liegt, mit eigens geschriebenen Geschichten zwischendrin. Nach dazugehörigem Studium setzt er hier nun seine Arbeit fort und unterstützt OnlineMarketing.de als Redakteur und Grafiker.

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