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Herzen statt Sterne – Twitter schießt aus Versehen den Vogel ab

Ab jetzt werden Tweets nicht mehr favorisiert, sondern geliked. Ein Herz ersetzt das Sternsymbol bei Twitter – die Nutzer sind erzürnt.

© Flickr / itsjustminna, CC BY 2.0

Wie der Kurznachrichtendienst Twitter auf seinem Blog vermeldete, wird es künftig statt des Favorisierens ein „Gefällt mir“ in Form eines Herzens geben. Herz ersetzt also den beliebten Stern – und die Reaktionen darauf sind nicht gerade positiv.

Herzerweichende Reaktionen

Akarshan Kumar, Product Manager bei Twitter, schreibt auf dem unternehmenseigenen Blog:

The heart, in contrast, is a universal symbol that resonates across languages, cultures, and time zones. The heart is more expressive, enabling you to convey a range of emotions and easily connect with people. And in our tests, we found that people loved it.

Die Neuerung kommt für die mehr als 300 Millionen User jedoch mehr als überraschend, die ihrem Unmut natürlich auch gleich Ausdruck verliehen. t3n hat den missmutigen Reaktionen bereits eigens einen Artikel gewidmet und die besten Tweets zitiert:

Auch lassen sich noch weitere, nicht gerade erbauende Kommentare finden:

Aller Einstieg ist schwer

Dabei hat Twitter die Änderungen auf seiner Plattform und Vine eingeführt, um Anfängern den Einstieg maßgeblich zu erleichtern, denn gerade zu Beginn könnte der Stern eher verwirrend wirken. Das soziale Microblogging-Netzwerk gibt an, das Herz sei ein „universelles Symbol“  und daher sehr viel aussagekräftiger sowie internationaler als der Stern. Zudem sind die Herzen auch auf Periscope schon lang gang und gäbe und dort heiß geliebtes Feature.

Dass die Usergemeinde die Argumentation teils nicht nachvollziehen kann ist verständlich, stellt Twitter ihre Intelligenz doch mit der Begründung ein wenig infrage. Ein Problem ist auch, dass der Begriff „Like“ von Facebook stammt. Das gleiche Symbol findet sich bei Instagram. Der Favoriten-Stern war ein beliebtes Gimmick und stellte ein großes Unterscheidungsmerkmal zu anderen beliebten Netzwerken dar.

Die Funktionen sind seit gestern auf Twitter und Vine für alle User verfügbar, die die Android- beziehungsweise iOS-App oder die Desktopversion für Windows 10 nutzen.

 

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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