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Social Media Marketing
Twitch, YouTube oder Facebook Gaming? Ein Rückblick auf Livestreaming 2019

Twitch, YouTube oder Facebook Gaming? Ein Rückblick auf Livestreaming 2019

Toni Gau | 15.01.20

Kürzlich veröffentlichte StreamElements einen Rückblick zum Livestreaming in 2019. Wir zeigen dir die wichtigsten Erkenntnisse daraus.

Das Jahr 2019 hat nun seit bereits zwei Wochen sein Ende gefunden, ganz im Gegensatz zu den Retrospektiven auf dieses. So publizierte auch StreamElements in Kooperation mit Arsenal.gg dementsprechend einen statistischen Jahresrückblick aufs Livestreaming 2019. Im Zentrum stehen die relevantesten Plattformen des Streaming-Marktes. Doch wie hat sich dieser im Lauf des letzten Jahres verändert?

Die Marktanteile im Livestreaming

2018 war Twitch der unangefochtene Riese in Sachen Livestreaming, mit geringfügiger Konkurrenz seitens YouTube. Andere Plattformen wie beispielsweise Mixer oder auch Facebook Gaming waren kaum bis gar nicht präsent, doch lassen sich hierbei bereits erste Änderungen feststellen, da Facebook Gaming unter anderem ein beeindruckendes Wachstum bei seinen Zuschauern aufweist, welches natürlich auch den Marktanteil beeinflusst. Das bedeutet nicht etwa, dass es nun eine ernstzunehmende Konkurrenz für Twitch statuiert, doch steigert die Plattform seinen Marktanteil von 3,1 Prozent auf 8,5 Prozent. Interessant ist hierbei, dass dieses Wachstum in großen Teilen nicht etwa von mehr Streamern ausgelöst wurde, sondern vielmehr durch mehr View-Zeit bei bereits existenten. YouTube und Mixer verbleiben hierbei relativ konstant, doch verzeichnet die prominenteste der Streamingplattformen ein Defizit von 6,1 Prozent. Der Marktanteil errechnet sich im Übrigen aus den gesehen Stunden auf der jeweiligen Plattform.

Facebook Gaming legt eine hervorstechende Steigerung im Marktanteil vor. © StreamElements, Arsenal.gg

Die Zuschauer

Auch bei den Zuschauerzahlen geht Facebook Gaming das Wachstum betreffend als eindeutiger Sieger hervor, mit einer Gesamtsteigerung von 210 Prozent. Twitch hingegen weist prozentual gesehen das kleinste Wachstum auf. Dennoch dürfen sich alle Plattformen über insgesamt mehr Zuschauer freuen und somit auch das Livestreaming an sich. Von insgesamt 1.066.278.433 Zuschauern im Jahre 2018 stiegen diese nun auf 1.194.029.968 an.

In Sachen Zuschauer weist Facebook Gaming ein immenses Wachstum von 210 Prozent auf. © StreamElements, Arsenal.gg

In der Regel bleiben die Zahlen also recht konstant, mit Facebook als Ausnahme, doch lässt sich sagen, dass Interesse an Livestreams weiterhin besteht und steigt.

Im direkten Gespräch – Livestreaming mal anders?

Man sollte meinen, das primäre Interesse der Zuschauer sei schlichtweg Gaming, doch weisen die Statistiken etwas gänzlich anderes auf. Die Top-Kategorie im Dezember 2019 war nämlich nicht etwa MOBA und eSports-Titan League of Legends oder das im Hype stehende Fortnite, sondern einfach nur die Kategorie Just Chatting. Um insgesamt 14 Millionen Stunden steigerte sich die View Time dieser Kategorie und somit lässt sich sagen: Zuschauer mögen weitaus mehr als nur Videospiele und suchen Kontakt mit anderen Usern.

Ein überraschender erster Platz: Just Chatting war die meistgeschaute Kategorie im Dezember 2019. © StreamElements, Arsenal.gg

Die Just Chatting-Kategorie ermöglicht viel Interaktion und der Chat zeigt sich hierbei generell besonders aktiv. Dennoch muss man an dieser Stelle insofern relativieren, dass Content Producer oftmals ihre Streams mit einem einfachen Just Chatting einleiten – doch scheint nichtsdestoweniger auch hieran Interesse der Zuschauer zu bestehen.

Die meistgeschauten Streamer

Natürlich ist es noch wichtig festzustellen, wen die Zuschauer denn am meisten verfolgten, wofür StreamElements einen Blick auf den November und Dezember 2019 warf. Auf der Nummer 1 ist hierbei der kontroverse Ex-eSportler xQcOW. Während seiner Zeit in der Overwatch League, das eSports-Format zum berühmten Shooter Blizzards, musste dieser unter anderem Strafen aufgrund von Homophobie und Rassismus zahlen und erhielt Spielverbote für einige Matches. Seinen Erfolg auf Twitch scheint dies allerdings nicht auszubremsen.

Trotz vieler Kontroversen bleibt xQcOW der Nummer 1 Streamer auf Twitch. © StreamElements, Arsenal.gg

Doch ist xQc nicht die einzige kontroverse Figur, welche es beide Monate in die Top 5 schaffte. Auch loltyler1 – ein bekannter League of Legends-Spieler, welcher notorisch für wenig Selbstkontrolle und rabiate Wutausbrüche ist – schaffte es mitunter an die Spitze. Dessen Verhalten im Ingame Chat war oftmals so beleidigend, toxisch und entgegen der Richtlinien von Riot Games, dass insgesamt 22 individuelle Accounts von tyler1 gebannt wurden. Ebenso war dessen Verhalten tatsächlich so inakzeptabel und toxisch, dass er einer der wenigen Spieler in der Geschichte von League of Legends ist, welcher einen ID-Bann erhielt. Das bedeutet, dass sofort jeder Account von ihm, welchen man ihn im Stream nutzen sah, gebannt und somit permanent geschlossen wurde. Mittlerweile wurde besagter ID-Bann im Übrigen revidiert und aufgrund besseren Verhaltens darf tyler1 wieder spielen.

Wie geht es weiter?

Mit immer neuen Spielen, Streamern, Hypes und dergleichen besteht Livestreaming als Unterhaltungsmedium, welches seine Zuschauerschaft weiterhin zu unterhalten weiß und immer mehr anlockt. Es bleibt gespannt abzuwarten, wie dieses sich 2020 weiterentwickeln wird; ob es stark wächst oder eher ein gebremstes Wachstum erfährt. Zwar versuchen immer mehr Unternehmen bei Livestreams Fuß zu fassen, doch bleibt Twitch die unangefochtene Nummer 1, nicht zuletzt wegen der Unterstützung durch durch Amazon, das Twitch kaufte.

Auf der Suche nach dem ganzen Bericht? Alle Statistiken und den vollständigen Bericht von StreamElements findest du übrigens hier.

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