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Tod im Zeichen der Klicks – YouTuberin erschießt aus Versehen ihren Freund

Der Kampf um Klicks auf YouTube nimmt bizarre Formen an. In den USA tötete eine 19-Jährige jetzt unabsichtlich ihren kaum älteren Freund.

Monalisa Perez und Pedro Ruiz, Quelle: YouTube

Eine Teenagerin erschoss im Rahmen eines Stunts für YouTube unbeabsichtigt ihren Partner. Die US-Amerikanerin muss sich jetzt wegen Manslaughter vor Gericht verantworten.

Tödliches Unglück in den USA – Stunt für YouTube geht schief

In der Nacht zu Montag wurde in Minnesota die 19-Jährige Monalisa Perez verhaftet, nachdem sie ihrem Freund Pedro Ruiz in die Brust schoss, wie die New York Times zu berichten weiß. Der 22-Jährige erlag seinen Verletzungen noch am Ort des Geschehens, sodass Perez sich nun einer Anklage wegen Manslaughter gegenüber sieht (in etwa vergleichbar mit dem deutschen Tatbestand Totschlag).

Das Paar aus Halstad plante einen neuen Stunt für den YouTube-Channel „La MonaLisa„. Die Idee klingt wie aus einem schlechten Film: Perez feuerte mit einer Handfeuerwaffe aus 30 Zentimeter Entfernung auf Ruiz, der sich lediglich mit einem Buch schützte. Die Kugel aus der Desert Eagle Kaliber .50 durchschlug die Enzyklopädie und drang in die Brust des Mannes ein. Laut Aussage der Teenagerin zeigte Pedro Ruiz ihr im Vorfeld ein Buch, mit dem er den Stunt geprobt hätte. Die Kugel wurde von diesem Testobjekt angeblich aufgehalten – ohne ihr Wissen nutzte der Verunglückte jedoch später ein anderes.

Laut dem StarTribune zeichneten gleich mehrere Kameras das Geschehen auf. Das Material soll jedoch von der Polizei unter Ausschluss der Öffentlichkeit analysiert werden.

Monalisa Perez und Pedro Ruiz, Quelle: YouTube

Immer extremere Maßnahmen für mehr Video-Views

Ursprünglich sollte der Stunt mehr Aufmerksamkeit für den YouTube-Kanal generieren, der seit drei Monaten online ist und seit etwa einem Monat mit Videos bespielt wird. Perez und Ruiz spielen hier einander Streiche und fordern sich zu harmlosen Challenges heraus. Kurz vor dem tödlichen Unfall twitterte die Teenagerin noch über das bevorstehende „gefährlichste Video aller Zeiten“.

Besonders tragisch mutet dieser Vorfall an, da Monalisa Perez zurzeit schwanger ist und das Paar bereits eine dreijährige Tochter hat, die auch in den bislang veröffentlichten Videos zu sehen ist. Claudia Ruiz, die Tante des Opfers, sagte W-Day 6 gegenüber, dass sie ihren Neffen im Voraus noch versucht hätte davon zu überzeugen, keine Waffe ins Spiel zu bringen. Seine Antwort: „We want more viewers, we want to get famous.“

Monalisa Perez wurde am Mittwoch auf Kaution freigelassen. Die Höchststrafe für Manslaughter zweiten Grades (offizielle Akte des Gerichts) in den USA beträgt laut The Verge zehn Jahre Gefängnis.

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien, Conversion Optimierung und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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