Mobile Marketing

Smartphone-Nutzung im Alltag: Einer von diesen 5 Typen bist du

Psychologen warnen vor Smartphonesucht. Doch steht es wirklich so schlecht um uns? Diese Studie belegt das Gegenteil.

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Immer wieder steht die exzessive Smartphone-Nutzung in der Kritik von Experten, aber auch Privatpersonen. Jeder würde nur noch auf den kleinen, flimmernden Bildschirm in seiner Hand schauen und Umwelt und soziale Interaktionen gerieten in den Hintergrund. Oft ist sogar von Sucht die Rede. Eine Studie von Quisma jedoch widerlegt diese Theorien. In ihrem Rahmen wurde festgestellt: fast 75 Prozent der Deutschen können ihr Smartphone problemlos aus der Hand legen.

Für die Studie wurden knapp 1.000 Personen zwischen 14 und 70 Jahren befragt. Für die meisten von ihnen ist das Smartphone eher ein praktischer Alltagshelfer, der für besonders oft für Suchanfragen und natürlich auch zur Kommunikation genutzt wird. Zudem ließen sich aus den Teilnehmern fünf Typen von Smartphone-Nutzern ableiten, die für Mobile Marketer einen Blick wert sein könnten. Doch wer sind diese und welche Schlüsse lassen sich aus den Ergebnissen der Studie ziehen?

1. Die Mitteilsamen

Zu diesem Typ gehören 27,5 Prozent der Befragten und sie sagen über sich selbst aus, dass sie abhängig von ihrem Smartphone seien. Im großen Ganzen betrachtet widerlegt dieser relativ geringe Anteil von Süchtigen die radikalen Theorien, dass kaum noch jemand ohne sein Smartphone überleben könne. Und zur großen Überraschung sind es nicht die Teens und Twens, die diese Gruppe formen, sondern Männer und Frauen mit dem Durchschnittsalter von 40 Jahren.

Die Mitteilsamen, wie der Name schon andeutet, benutzen am häufigsten die Sprachsteuerung ihres Smartphones, sei es zur Beantwortung von Fragen oder zum Diktieren von Nachrichten und Mails. Die am häufigsten genutzte Funktion dieser Gruppe ist die Einkaufsfunktion. Besonders oft werden Nahrungsmittel und Beautyprodukte bestellt.

2. Die Power User

Diese Gruppe mit 22,8 Prozent nutzt ihr Smartphone besonders effektiv als Arbeits- und Kommunikationsmittel, kann jedoch auch gut darauf verzichten. Sie hat außerdem das jüngste Durchschnittsalter mit 33 Jahren. Die Power User sind meist weiblich und nutzen mehrere Funktionen ihres Smartphones gleichzeitig. Diese Art des Multitaskings findet sehr gezielt statt. Am häufigsten gesucht wird nach Musik, Videos und News.

3. Die Pragmatiker

Für 18,3 Prozent der Befragten zählt in Bezug auf ihr Smartphone: Quadratisch, praktisch, gut. Sie nutzen es, um Aufgaben in ihrem Alltag schneller und einfacher zu lösen. Ständige Erreichbarkeit spielt jedoch eine untergeordnete Rolle für die Pragmatiker, sie empfinden diese sogar als nervig. Zu ihnen zählen vor allen Dingen männliche Angestellte (Ø 44 Jahre) und Rentner. Am wichtigsten sind für sie die Navigationsfunktionen ihres Smartphones und die Möglichkeit Fragen beantwortet zu bekommen.

4. Die Mitläufer

Dieser Benutzertyp hat ein Smartphone, weil alle anderen auch eins haben und sie daher nicht hinterherhinken möchten. Jedoch zeigen die Mitläufer nur wenig Interesse an den Funktionen ihres Geräts und gehören zu den Personen, die sich darüber echauffieren, wenn Andere ihres in der Öffentlichkeit nutzen. Die Befragten, die dieser Gruppe zugeordnet wurden, sind im Schnitt weiblich und 47 Jahre alt.

5. Die Gelegenheitsnutzer

Die kleinste Gruppe (14,7 Prozent) legt großen Wert darauf, ein Smartphone zu besitzen, jedoch ist ihnen die eigene Erreichbarkeit egal. Die Gelegenheitsnutzer, Männer mit dem Durchschnittsalter von 41 Jahren, nutzen die diversen Funktionen ihres Smartphones überdurchschnittlich oft und mehrmals pro Woche. Auffällig ist, dass sie täglich Übersetzungen per Sprachassistent durchführen lassen. Außerdem enthalten ihre Suchanfragen verschiedenste Themenfelder. Besonders beliebt sind Fragen, Geschäfte und Produkte, Events und Tickets sowie Personen.

Was lernen wir daraus?

Vermutlich haben die meisten von euch während des Lesens gedacht: Genau so jemanden kenne ich, oder ja, ganz genau das bin ich. Wobei sich bei Typologien natürlich immer Mischvarianten finden.

Doch welche Schlussfolgerungen können wir jetzt aus der Studie ziehen?

  1. Der Großteil der Deutschen ist nicht süchtig nach seinem Smartphone.
  2. Smartphones sind Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern.
  3. Die häufigsten Suchanfragen sind News und Fragen.
  4. Die Kauffunktion wird am häufigsten für Kosmetika und Essen benutzt.
  5. Jüngere User nutzen mehrere Funktionen gleichzeitig.
  6. Für ältere User steht die Funktionalität über der ständigen Erreichbarkeit.
  7. Außerdem empfinden ältere User die ständige Smartphone-Nutzung eher als lästig.
  8. Rund 80 Prozent der Befragten nutzen die Sprachsteuerung ihres Smartphones.
  9. Videos und Musik gehören zu den am häufigsten konsumierten Medien am Smartphone.
  10. Selbst Kritiker von Smartphones besitzen oft eines.

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Michelle Winner studiert Anglistik und Germanistik an der Uni Hamburg. Nachdem sie in einer Lokalzeitung und im Eventbereich Erfahrungen gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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