Suchmaschinenmarketing

SEO-Trends für 2020: Micro Moments und Voice Search

Schaue dir Trends wie Micro Moments und Audio genauer an, denn dort spielt 2020 die Musik.

© Mohammad Metri - Unsplash

Dass 2020 die digitale Transformation voranschreitet, ist keine Überraschung. Alle sozialen Netzwerke verzeichnen ein stetiges User-Wachstum. Der Spitzenreiter Facebook hat 2,7 Milliarden Nutzer, von denen 1,52 Milliarden täglich aktiv sind. Auch Instagram hat 2019 die erste Milliarde Nutzer erreicht und wächst neben TikTok, LinkedIn und Co. täglich. Viele neue Unternehmen haben Bedenken, ob man den Vorteil der bestehenden Konkurrenz auf den sozialen Medien überhaupt noch aufholen kann. Deswegen beschäftige ich mich in meinem Gastbeitrag mit den beiden wohl größten Trends im kommenden Jahr:

1. Micro Moments

Micro Moments beschreiben die neue Art des Konsumverhaltens, bei dem sich Kunden im Affekt ihr Smartphone greifen, um dann auf ein spontanes Bedürfnis zu reagieren. Wir kennen das Phänomen alle, wenn wir beispielsweise in einer neuen Stadt sind und in einem Restaurant mit gesundem Essen essen möchten. Nach einer aktuellen Studie der ahgz suchen dann knapp 82 Prozent über Suchmaschinen wie Google nach dem Keyword „Gesundes Essen“ und checken sowohl Rezensionen als auch Entfernung aus. Wenn uns gefällt, was wir lesen, gehen wir dort Essen. Die Essensaufnahme selbst bestimmt die Micro Moments. Laut Google gibt es täglich 150 Micro Moments pro Nutzer. Unterschieden wird zwischen den folgenden vier Hauptsegmenten:

  1. Momente der Information: Informationsbeschaffung über Blogs, Online-Artikel, Google Knowledge-Graph.
  2. Momente des Entscheidens: Suche nach lokalen Örtlichkeiten.
  3. Momente des Handelns: Unterstützung der Handlung durch Erklärvideos, Tutorials oder Handbücher.
  4. Momente des Kaufens: Kaufentscheidung, Online- versus Offline-Möglichkeiten.

Den Kunden gewinnst du, indem du ihm so nah wie möglich kommst und sein natürliches User-Verhalten verstehst, analysierst und für dich beanspruchst. Infolge dieses Trends haben Unternehmen besonders gute Karten, die aktives SEO betreiben und so bei Google weiter oben gelistet werden und gleichzeitig durch kluge Aktionen für ausreichend gute Rezensionen sorgen. Auch Apps, die in Verbindung mit lokalen Begebenheiten wie Coupons, Restaurantfinder oder Hotelsuchmaschinen stehen, können eine gute Anlaufstelle sein, um sich listen zu lassen und im Micro Moment des Users oben zu erscheinen. Von den Marktführern wie Starbucks können wir uns abschauen, was Brand Awareness bedeutet. Denn bei dieser Marke ist die Markenbindung so eng, dass sogar die Farbe alleine ausreicht, um sich für das Kaffeehaus an der Ecke zu entscheiden. Ein regelrechter Compound-Effekt. Denn je öfter ein Name angeklickt und ausgewählt wird desto wahrscheinlicher landet er beim User oben: Die Algorithmen und die künstliche Intelligenz dahinter sorgen für die relevanten Suchergebnisse, die zur Zufriedenheit des Kunden führen.


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2. Audio und Voice Search

Bedenkt man, dass 20 Prozent der Google-Suchanfragen über die Stimme gestellt werden, wird schnell deutlich, dass es wichtig ist, dass Siri und Alexa möglichst unseren Namen oder den unseres Unternehmens antworten, wenn sie allgemein befragt werden. Damit erweitert sich die Suchmaschinen-Optimierung hinsichtlich dieses Aspektes: Man benötigt das Top Ranking in den Suchergebnisseiten (SERPs) und es geht nicht mehr um Position 1, sondern um die sogenannte Position 0 in Form von Featured Snippets, da man ansonsten nicht mehr nur nicht gesehen, sondern vor allem nicht mehr gehört wird.

Im Allgemeinen wird die Nachfrage nach Audio-Angeboten immer mehr. Die Anzahl der Podcasts und der Podcasthörer wächst täglich. Auch der Wunsch nach einer Audioversion von Videos wird immer größer, weil Menschen sich nebenher etwas anhören können, während sie dabei ihrer Haupttätigkeit nachgehen. Ganz im Gegensatz zu einem Video, bei dem man oft das Visuelle zum Verständnis benötigt. Audio passt sich am besten der immer schnelllebigeren Gesellschaft an und ermöglicht uns über Plattformen wie iTunes oder Spotify schnellen Zugriff von überall aus. Selbst die eingebauten Download-Modi unterstreichen die Dominanz gegenüber Videos, da hier mit wenig Speichervolumen die Wiedergabe im Offline-Modus garantiert wird.

Mein Tipp an dich: Beschäftige dich frühzeitig mit neuen Trends und schaue genau, welcher Trend zu dir und deinem Unternehmen passen könnte. Schaue, ob sich deine Zielgruppe dort aufhält oder ob du dort neue Kunden gewinnen kannst. Investiere in neue Trends, um am Puls der Zeit zu sein und deiner Zielgruppe eigene Micro Moments zu servieren.

Über Torben Platzer

https://torbenplatzer.com/

Torben Platzer stammt aus der kleinen Stadt Delmenhorst bei Bremen. Der Gründer, Unternehmer und Branding-Experte lebt heute in München und ist Co-Founder der Medienagentur TPA Media GmbH, die spezialisiert ist auf das Personal Branding namhafter Unternehmerpersönlichkeiten und -marken. Darüber hinaus ist er an unterschiedlichen Unternehmen beteiligt wie beispielsweise Yuicery. Wichtig sind Torben Platzer die Themen Bildung und Unternehmertum, für die er sich über sein Mentorship Programm SELFMADE besonders bei jungen Menschen stark macht.

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