Mobile Marketing

Mobile gewinnt: Googles aktuelle Ranking-Faktoren

Über Ranking-Faktoren, die in Zukunft für Mobile von Bedeutung sein werden, gibt eine Untersuchung von Searchmetrics nun Aufschluss.

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Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Mobile sowie Googles aktueller Ankündigung mobil-optimierte Webseiten in den organischen Suchergebnissen ausweisen zu wollen, führte Searchmetrics eine Untersuchung zu mobilen Ranking-Faktoren durch.

Heute nutzen bereits 58 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren ein Smartphone und dies im Schnitt 81 Minuten am Tag. Das mobile Surfen hat die Suche verändert: während User von stationären Geräten eher nach ausführlichen Informationen suchen, beinhalten die Suchanfragen von mobilen Devices häufig die Nachfrage nach Adressen, dem Standort oder Kontaktdaten und sind damit viel eher ortsbezogen. Marcus Tober, Geschäftsführer und Unternehmensgründer von Searchmetrics, äußerte sich hierzu folgendermaßen:

Mobile Suchen werden teilweise anders performt und sind unter anderem stärker von Aspekten wie Conversational (sprachbasierte) Search mit Siri & Co., Google Glass sowie lokalbasierten Faktoren abhängig. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Einflussgrößen, die auf eine Platzierung in den mobilen Suchergebnissen einwirken.

Wollen Publisher nicht nur bei Desktop-Anfragen, sondern auch mobil gut ranken, sollten sie demnach Inhalte sowie Performance ihrer Webseite überprüfen und gegebenenfalls auf die Ansprüche der mobilen Suche ausrichten.

Die im Rahmen der Untersuchung analysierten mobilen Suchergebnisse brachten Aufschluss über die grundlegenden Unterschiede zu stationären Anfragen sowie den Anforderungen, denen sich Publisher künftig stellen müssen, um auch via Mobile gute Ergebnisse in den Rankings zu erzielen.

Hier einige der wichtigsten Ranking-Faktoren:

  • Content
    Qualitativ hochwertiger Content bleibt auch im mobilen Bereich von hoher Bedeutung. Inhalte, die mehr als Keywords abdecken, ranken weiterhin vorn – unabhängig vom genutzten Gerät.
  • Kurz und bündig
    Die Inhalte von mobil-optimierten Webseiten sind deutlich knapper und mit geringerem Programmieraufwand verbunden. So finden sich nur selten Flash-Elemente, denn der Seitenaufbau dauert immens lang und lässt sich mitunter auf mobilen Geräten auch gar nicht korrekt darstellen. Bilder und Videos werden eher nicht integriert. Durch den Verzicht auf aufwändige Programmierungen und grafische Elemente, verringert sich die Ladezeit, was einen erheblichen Faktor darstellt.
  • Mehr Aufmerksamkeit mit schnelleren Ladezeiten
    Jedem User sollte die sich rapide aufbauende Frustration bekannt sein, wenn der Abruf von Informationen von unterwegs nicht funktioniert, weil die Seite nicht lädt. Es ist daher von großer Bedeutung, dass sich der Aufbau der Webseite nicht in die Länge zieht, denn User sind von unterwegs schneller dazu gewillt, eine Anfrage abzubrechen.
  • Keywords in Maßen
    Keywords finden sich bei etwa 64 Prozent der untersuchten URLs in den mobilen Suchergebnissen. Dagegen sind Keywords im mobilen Bereich weniger im Titel oder den Meta-Descriptions vertreten.
  • Weniger Backlinks
    Mobil rankende Seiten verfügen im Schnitt über eine geringere Anzahl an Links, die in der Regel jedoch jünger sind.

Die ermittelten Werte für Social Signals ranken mobil weit über den Desktopergebnissen, was nahelegt, dass die User mit einem Smartphone weniger verlinken, dafür aber viel mehr liken, teilen, twittern und kommentieren.

Die vollständige Untersuchung kannst du als Whitepaper auf Searchmetrics downloaden.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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