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Instagram gegen Fake News: Nutzer können künftig Falschinformationen melden

Auf Facebook können Fake News schon seit geraumer Zeit gemeldet werden, doch auch auf Instagram kursieren solche. Erste Nutzer können dies nun unterbinden.

© Elijah O'Donnell - Unsplash, Instagram

Auch Instagram sagt nun dem Verbreiten von Falschinformationen den Kampf an, wie kürzlich von Mashable berichtet. Durch das Melden eines derartigen Beitrages wird dieser jedoch nicht vollkommen entfernt, sondern lediglich nicht mehr im Explore Feed angezeigt. Abonnenten der dahinterstehenden Seiten haben also weiterhin Zugriff auf die oftmals konspirativen Inhalte, für andere wird diese Form von Content jedoch schwerer zu entdecken.

Insgesamt weniger Reichweite

In anderen Worten gesagt, verlieren die Beiträge also insgesamt an einem zu erreichenden Personenkreis, da dieser durch das Nichtauftauchen im Explore Feed eingeschränkt wird. Sofern Nutzer denken, dass bei einem Post derartige Falschinformationen vorliegen, können diesen nun besagten Beitrag melden, wodurch dieser einer Gruppe von Kontrollierenden vorgelegt wird, welche recherchieren, inwieweit der Wahrheitsgehalt des Beitrags gegeben ist.

Beim Vorliegen von Falschinformationen können Nutzer diese mit nur wenigen Klicks melden. © Instagram

Weitere Updates zu dieser Vorgehensweise sollen noch folgen, doch steht bisher fest, dass Instagram nicht zur Verbreitung von Missinformationen beitragen möchte – das Implementieren einer derartigen Funktion ist dementsprechend imperativ.

Handhabung gemeldeter Posts

Im Gegensatz zu Facebook, werden Instagram-Nutzer allerdings nicht alarmiert, sofern sie mit einem Post interagieren, welcher Fake News enthalten könnte. Da dieser auch nur Followern der Seite selbst angezeigt wird, ist die allgemeine Interaktion mit solchen Posts natürlich auch geringer, zumal Instagram keine aktive Diskussionplattform darstellt, wie Facebook sie beispielsweise statuiert. Genauso liegt keine Garantie vor, dass jeder gemeldete Post auch von einem Faktenkontrolleur bearbeitet wird, da die Anzahl wohl schlichtweg zu groß wäre. Posts müssen dementsprechend zunächst eine Reihe gewisser Bedingungen erfüllen, bevor Instagram diese für kontrollwürdig befindet. Der Big Player plant in der Zukunft ebenfalls auf AI zurückzugreifen, um eine effizientere Kontrolle zu gewährleisten.

Instagram zufolge, sei diese Änderung nur der Anfang und werde das Fundament für kommende Arbeit zu dieser Problematik darstellen. Es bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich die Änderungen der Plattform entwickeln werden, zumal der Grat zwischen Zensur und dem Unterbinden des Teilens von Fehlinformationen oftmals ein schmaler ist, bei dem folglich eine gewisse Vorsicht geboten sein sollte. Vorliegende Meldungen sollen angeblich genutzt werden, um dieses Verfahren eventuell zu bessern. Dementsprechend: umso mehr gemeldet wird, desto vielversprechender kann diese neue Funktion letzten Endes werden. Bisher ist die neue Funktion nur in den USA verfügbar, doch soll diese auch ihren Weg nach Deutschland finden.

Über Toni Gau

Toni Gau

Toni Gau ist freischaffender Blogger, wobei sein Augenmerk auf Popkultur, Literatur und Storytelling liegt, mit eigens geschriebenen Geschichten zwischendrin. Nach dazugehörigem Studium setzt er hier nun seine Arbeit fort und unterstützt OnlineMarketing.de als Redakteur und Grafiker.

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