Marketing Strategie

Hulu lässt mit neuem Ad-Konzept aufhorchen

Bei der Ad Age Digital Conference in New York überraschte CEO Jason Kilar mit einer interessanten Idee.

Bei Hulu tut sich was.

Für Werbetreibende hört sich das neue Hulu-Konzept fair an. Wie Techcrunch berichtet, geht es darum, welche Summen Werbetreibende für ihre Ads beim Videoportal Hulu bezahlen müssen. Der Plan: Werbetreibende müssen nur dann bezahlen, wenn die User ihre jeweiligen Ads zu 100 Prozent angesehen haben. Das bedeutet: Guckt sich ein Nutzer die Video-Ad nicht bis zum Ende an, muss das werbende Unternehmen nichts bezahlen. Das gilt für beide Nutzungsarten – die kostenlose Nutzungsvariante von Hulu und die Abo-Variante Hulu Plus.

Aus Deutschland sind die Dienste von Hulu bisher nur eingeschränkt nutzbar. Dennoch ist die Idee, die Jason Kilar da vorgestellt hat, möglicherweise auch für andere Plattformen interessant. Das neue Konzept wurde bereits einige Zeit in der Beta-Phase ausprobiert.

Aktuell werden laut AdAge 96 Prozent der Video-Ads bei Hulu bis zum Ende angeschaut. Das ist ein erstaunlich hoher Wert, der sogar die Werte des eigentlichen Contents übertrifft. Bei „Long-Form Content“ liegt der Wert bei 81 Prozent, kürzere Clips werden nur zu 59 Prozent bis zum Ende angeguckt.

Hulu hat bereits in der Vergangenheit einige interessante Optionen vorgestellt, um die Zusammenarbeit mit den Werbetreibenden zu verbessern. Bereits 2007 wurde der Hulu Ad Selector vorgestellt: Kunden konnten hier unter mehreren Ads diejenige zur Betrachtung auswählen, die ihnen am meisten zusagte. Auch Hulu Ad Swap bot Bemerkenswertes: Hier konnte der User eine Ad gegen eine andere austauschen. Ein Konzept, das funktionierte: Mittlerweile wurde Hulu Ad Swap mehr als neun Millionen Mal genutzt.

Noch ein paar Zahlen: Im ersten Quartal des Jahres 2012 hat Hulu laut eigenen Angaben die Grenze von zwei Millionen Abonnenten überschritten. Die Zahl der Besucher pro Monat soll bei rund 38 Millionen liegen. Nach einem Gewinn in Höhe von 263 Millionen Dollar vor zwei Jahren betrug der Gewinn im Jahr 2011 schon 420 Millionen Dollar.

Man darf gespannt sein, inwieweit das neue Konzept den Gewinn beeinflussen wird.

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