Technologie

60.000 am Tag – Hacker nutzen Corona für Cyberattacken

In jedem Land der Welt wurden laut Microsoft Cyberattacken festgestellt, die die Coronakrise ausnutzen. Hacker wollen so die Unsicherheit der Menschen ausnutzen.

© Microsoft

Die derzeitige von dem Coronavirus stark beeinflusste Situation verunsichert viele Menschen. Von überall kommen verschiedene Informationen, viele von ihnen sind falsch. In der allgemeinen Unsicherheit ist es kein Wunder, dass teilweise auf jede neue Meldung zu dem Thema geklickt wird. Hacker nutzen diesen Umstand für sich und versenden zum Beispiel Phishing Mails mit COVID-19 in der Headline. Wie Microsoft herausfand, wurden bereits in jedem Land der Welt Cyberattacken entdeckt, die auf der Furcht vor dem Coronavirus basieren.

Die Cyberattacken gehen mit der Coronawelle

Dabei gehen die Hacker geschickt vor: Die meisten Attacken werden gestartet, wenn ein Land der Pandemie entgegen blickt und vielleicht die erste Krankheitswelle verzeichnet. In dieser Zeit suchen Menschen vermehrt nach Informationen online und sind einfacher dazu zu verleiten, auf unseriöse Links zu klicken. Auf diesen Umstand sind die Attacken maßgeschneidert. Das Team der Microsoft Threat Protection hat im Durchschnitt 60.000 auf COVID-19 bezogene Nachrichten täglich entdeckt.

© Microsoft

Doch Microsoft hat auch gute Nachrichten: 60.000 Attacken am Tag sind etwa zwei Prozent aller Nachrichten, die Microsoft täglich trackt. Zudem, so schreibt Rob Leffers, Corporate Vice President des Microsoft 365 Security Teams, sind Cyberattacken seit Verbreitung des Coronavirus nicht mehr geworden, sondern haben lediglich ihren Inhalt verändert. Statt zum Beispiel an angeblich unbezahlte Rechnungen zu erinnern, stehen in der Betreffzeile nun Stichworte wie „COVID-19“, „Update“ oder sogar „WHO“, um die Empfänger dazu zu verleiten, auf Links in der Mail zu klicken.

[W] e’re seeing a changing of lures, not a surge in attacks. Our intelligence shows that these attacks are settling into a rhythm that is the normal ebb and flow of the threat environment,

erklärt Rob Leffers.

Schutz vor Cyberattacken

Im Blogpost zu dem Thema gibt Microsoft Tipps, wie man sich vor Cyberattacken schützen kann. Abgesehen von den dort aufgeführten Schutzmaßnahmen des eigenen Computers, sollten User für aktuelle Informationen auf vertrauenswürdige Quellen wie die WHO zurückgreifen. Außerdem ist ein kritisches Hinterfragen von allzu aufmerksamkeitsheischenden Headlines, panikverbreitenden Deklarierungen oder heilungsversprechenden Mitteln immer begrüßenswert, besonders um Missinformationen zu dem Thema nicht weiter zu verbreiten.

Über Aniko Milz

Aniko Milz

Aniko hat Digitale Medien an der Leuphana Universität studiert und ist Anfang 2019 als Redakteurin bei OnlineMarketing.de.

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