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Googles AdPlanner wird kostenpflichtig

Googles Mediaplanungstool „Ad Planner“ wird im Zuge eines Relaunchs kostenpflichtig und wertet nur noch Seiten der eigenen Partner aus.

Logo: Google Ad Planner

Logo: Google Ad Planner

Das Media-Planungs-Tool Ad Planner kann ab Anfang September nur noch gegen Bezahlung genutzt werden. Des Weiteren werden die bis dato zugänglichen Webseiten durch den Relaunch stark heruntergesetzt. In wenigen Tagen können Marketingverantwortliche also nur noch Daten zu Webseiten recherchieren, die zum eigenen Werbenetzwerk von Google gehören. Für alle, die den Ad Planner nicht kennen: Das Tool stellte bis dato hochgerechnete Reichweitenzahlen zu vielen relevanten Webseiten aus aller Welt kostenfrei zur Verfügung. Da jetzt nur noch Seiten aus Googles Werbenetzwerk angeboten und ausgewertet werden, fallen wichtige und große Seiten wie beispielsweise Amazon oder Wikipedia raus.

Große Medien Agenturen und Medien Portale nutzten das Tool intensiv, da man hiermit viele wichtige Zahlen für Analysen, Auswertungen oder Tabellen in Bezug auf die erfolgreichsten Webseiten einsehen und verwerten konnte.

Welche Webseiten sind betroffen?

Viele nutzen den Ad Planner vor allem, um aus den veröffentlichten Reichweitenzahlen, Analysen und Rankings mit den erfolgreichsten Webseiten internationaler oder nationaler Fußballclubs zu erstellen. Da die Fußballclubs jedoch nicht auf eine Werbevermarktung angewiesen sind, werden diese auch zukünftig nicht mehr im Ad Planner auftauchen. Aber auch Webseiten aus den aktuellen Top 50 in Deutschland sind betroffen und fliegen gnadenlos raus. Dazu gehören unter anderem:

  • amazon.de
  • wikipedia.org
  • bahn.de
  • bing.com
  • telekom.com
  • live.com
  • taz.de
  • n-t-v.de
  • heute.de
  • tagesschau.de

Veränderungen in Bezug auf den Relaunch

Im Zuge des Relaunchs erhält das Werbenetzwerk auch einen neuen Namen: Google Display Network Ad Planner. Die Namensänderung dürfte jedoch für die Betroffenen eher die geringste Veränderung sein. Bei derartigen Einschränkungen wird es zukünftig für Google schwierig sein, den Ad Planner als Werbenetzwerk weiter zu betreiben. Viele Marketingabteilungen werden nicht gerade erfreut über diese Nachricht sein – immerhin, war es bis dato das einzige kostenfreie Tool auf dem Markt und wird jetzt nur noch gegen Bezahlung angeboten, große und relevante Webseiten aus aller Welt sind nicht mehr verfügbar, Unique-User-Zahlen sollen justiert werden und bei den Seiten die nach dem Relaunch übrig bleiben, werden einige demografische Daten wie beispielsweise das Haushaltseinkommen oder die Ausbildung nicht mehr angezeigt. Bis dato sahen die Auswertungen – hier das Beispiel von taz.de – so aus:

Gibt es Alternativen?

Kostenlose und vor allem vergleichbare Alternativen für ein Tool, dass auch Daten liefert die unabhängig vom Werbenetzwerk sind, gibt es leider nicht wirklich. Man kann zwar mit der Hilfe von Alexa.com derartige Daten auswerten, allerdings kommt die Zahlen nicht an das ran, was Googles Werbenetzwerk zu bieten hatte. Wer zukünftig vergleichbare Werte erhalten möchte, wird wohl oder übel auf die kostenpflichtigen Alternativen wie comScore oder Nielsen zurückgreifen müssen.

2 Gedanken zu „Googles AdPlanner wird kostenpflichtig

  1. Axel der Autoschieber

    Ich würde gerne regelmäßig (zb jeden Monat) meine Mediadaten auf meiner Seite veröffentlichen (weil ich dazu viele Anfragen bekomme). Mit dem Adplaner konnte man damals google analytics verbinden und hatte so Echtzeitdaten. Hast du eine Idee wie ich die Daten aus Google Analytics auf meiner Seite einbinden könnte?

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  2. Marcel Wengel

    Anscheinend bringt Google Adwords allein nicht mehr genug Geld ein – Erst Google Shopping nun der AdPlanner – Was folgt als nächstes?

    Antworten

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