Marketing Strategie

Google will Nutzerprofildaten zusammenführen

Google will es wissen. Am Dienstag wurde angekündigt, dass der Netzriese alle Aktivitäten seiner Nutzer zu einem Profil zusammenführen will

Schon seit geraumer Zeit sammelt Google Informationen über die Aktivitäten der Nutzer, aber nun wollen sie zum ersten Mal alle Daten zusammenfügen zu einem großen Ganzen, welches ein genaueres Portrait der User zur Folge haben soll.

Leider wird sich diesem Schritt, der am 1. März umgesetzt werden soll, keiner entziehen können. Experten sagen, dass dies eine größere Kontrolle durch die Aufsichtsbehörde erfordert. Dadurch erhofft sich Google bessere Anzeigen schalten zu können, genau auf den Geschmack der User zugeschnitten.

Wenn jemand beispielsweise einen besonderen Werbeclip online sieht und in einer bestimmten Stadt wohnt, könnte eine ansässige Firma direkt passende Werbung in dem Google Mail Konto desjenigen schalten. Google ist der Ansicht, dass Verbraucher nur davon profitieren können. Sie glauben, Suchanfragen dann besser differenzieren zu können, wenn sie die User besser kennen.

Verbraucherschützer warnen aber davor, dass Benutzer es nicht gerne sehen, wenn so viele Informationen über sie auf so vielen Webseiten genutzt würden. James Steyer, Vorstand von Common Sense Media, befindet diese Ankündigung mehr als beängstigend. Auch wenn Firmen glauben, dass sie ihren Service verbessern könnten, wenn sie genau wüssten, was ihre Zielgruppe macht, so sollten doch besonders die Konsumenten, vor allem Kinder und Teens, die Möglichkeit haben, diesen Option abzuschalten.

Auch über Mobiltelefone, wird Google nun Informationen abschöpfen können. Zum Beispiel wenn sich ein Nutzer über sein Android Handy in irgend ein Service einloggt oder etwas sucht. Über Store Cookies auf Computern werden sie dann genau sehen können, welche Seiten besucht werden. Einige Experten behaupten, dass dieser Schritt von Google dazu dienen soll, Apple und Facebook eins auszuwischen, die bisher immer sehr erfolgreich darin waren, einheitliche Produkte zu entwickeln, die die Aufmerksamkeit der Masse auf sich zogen.

Alma Whitten, Director of Privacy von Google, erklärte in ihrem Blog die Vorteile. Diese beträfen vor allem die soziale Suche, die Ergebnisse einer normalen Google Suche mit persönlichen Informationen veknüpfe. Folgetechnisch ergäbe das weitere Möglichkeiten in Google Docs oder Mail. Sie bekräftigt aber auch stark, dass sich Google auch weiterhin dem Schutz der Nutzerdaten verpflichte. Dennoch bleiben einige Verbraucherschützer und Gesetzgeber skeptisch.

Quelle: Washingtonpost.com

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