Suchmaschinenmarketing

Google macht mit Shoppable Ads Instagram und Pinterest Konkurrenz

Google tut es mit den neuen Shoppable Ads in der Google Bildersuche Instagram und Pinterest gleich und bietet Anbietern die Möglichkeit, mehrere ihrer Produkte direkt im Suchergebnis zu verlinken und so mehr Kunden zu gewinnen.

© Paweł Czerwiński - Unsplash

Google hat am vergangenen Dienstag ein neues Werbeformat für die Bildersuche vorgestellt. Ähnlich wie auf Instagram und Pinterest wird es Anbietern möglich sein, gesponserte Suchergebnisse anzuzeigen, die direkt mit Preis und Seite des Onlineshops verknüpft sind. Noch befinden sich die Shoppable Ads in der Testphase, doch im Laufe des Jahres soll das neue Feature weiter ausgebaut werden.

Die Hälfte aller Käufer sucht vorher online nach Inspiration

Laut Google ist die Hälfte aller Käufer durch Bilder, die sie vorher von ähnlichen Produkten gesehen haben, zum Kauf inspiriert. Viele von ihnen nutzen zu diesem Zweck die Google Bildersuche. Daher erweitert Google die schon vorhandenen Google Showcase Shopping Ads, die bereits als Shopping-Ergebnisse bei passenden Suchwörtern angezeigt werden. Die neuen Shoppable Ads on Google Images machen sich einen ähnlichen Gedanken zunutze: Bei allgemeinen Suchbegriffen wie „Handtasche“ oder „Wohnzimmereinrichtung“ ist wahrscheinlich noch keine Entscheidung für ein spezielles Produkt oder eine bestimmte Marke gefallen. Die Werbeanzeigen locken den potentiellen Kunden also in genau dem richtigen Moment und machen auf ihre Produkte aufmerksam.

So funktionieren Googles Shoppable Ads on Google Images

Das neue Werbeformat der Shoppable Ads gibt sich nicht damit zufrieden, den potentiellen Kunden lediglich einzelne passende Produkte vorzuschlagen. Vielmehr soll eine ästhetische Zusammenstellung zu einander passenden Produkte angeboten werden, von denen möglichst viele im Warenkorb landen. Praktisch umgesetzt sieht das folgendermaßen aus: Wird eine Suchanfrage beispielsweise nach Inspiration zu einer neuen Wohnzimmereinrichtung in der Google Bildersuche gestartet, ist es Händlern möglich, mehrere ihrer Produkte in einem passenden Bild zu verlinken und so die Kunden auf ihren Onlineshop weiterzuleiten.

Die Werbeelemente werden größer sein als andere Suchergebnisse und mit einem „Gesponsert“- Label sowie einem Preisschildsymbol versehen sein. Gefällt den Nutzern eines der dargestellten Produkte, müssen sie nur mit der Maus einmal über den Artikel fahren und schon werden Produktname und Preisschild angezeigt. Über eine Verknüpfung gelangen die Kunden direkt auf die Seite des Werbetreibenden.

Google reiht sich in das lukrative Geschäft ein

Das Werbeformat an sich ist nicht neu. Instagram und Pinterest werben schon länger so für Produkte. Google reiht sich jetzt in das lukrative Geschäft ein. Doch Google stiehlt nicht einfach Ideen von anderen. Schon 2015 wurden die Shopping Ad Formate für YouTube vorgestellt. Im September vergangenen Jahres stellten sie die erste Version der Shoppable Ads vor. Damals kündigte Google an, das neue Format im nächsten Jahr vermehrt anzubieten und weiterzuentwickeln, auch für die Google Bildersuche.

Derzeit befindet sich das neue Format noch in einer Testphase. Mit ausgewählten Händlern wird erprobt, wie die Shopping Ads verwirklicht werden können und von Nutzern angenommen werden. Über die nächsten Monate sollen mehr Kategorien verfügbar werden.

Überholt Google Instagram und Co.?

Da viele Nutzer durch die Nutzung von Instagram und Pinterest bereits mit dem Format bekannt sind, dürfte dieses auch bei Google Images gut angenommen werden. Google versucht hierdurch, sich auch für visuelle Inspiration und Shopping als erste Anlaufstelle im Internet zu beweisen und Nutzer so von anderen Anbietern fernzuhalten. Inwieweit Google hierbei Instagram und Co. Konkurrenz macht, wird sichtbar werden, sobald die Shoppable Ads uneingeschränkt im Einsatz sind.

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