Social Media Marketing

Facebook übertrifft Google: Werbeeinnahmen von 9,32 Milliarden USD

Facebooks rasantes Wachstum der Werbeeinahmen geht weiter. Erstmals erzielt der Konzern mehr Gewinn als Google. Weitere Entwicklungsfelder für Facebook stellen künstliche Intelligenz, Messenger und Investitionen in Virtual Reality dar.

© geralt | Pixabay

Gestern hat Facebook die Zahlen für das 2. Quartal veröffentlicht und damit viele Erwartungen übertroffen. Mit einem Umsatz von 9,32 Milliarden USD und einem Nettoeinkommen von 3,89 Milliarden USD wird sogar Googles Gewinn übertroffen, der durch die Rekordstrafe der EU-Kommission vermindert wurde. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Facebook um eine Umsatzsteigerung um 45%, mit der der konzern erstmals vor Google liegt.

Erklärung der Entwicklung

Für diese Umsatzsteigerung gibt es gleich mehrere Erklärungen. Die täglich aktiven und monatlich aktiven Nutzer sind um jeweils 17% gestiegen. Facebook hatte im Juni 2017 durchschnittlich 1,32 Milliarden täglich aktive Nutzer. Außerdem wurden 2,01 Milliarden monatlich aktive Nutzer registriert. Ein beträchtlicher Teil des Umsatzwachstums ist dabei auch auf die Mobilbranche zurückzuführen, dessen Werbeeinnahmen von 84% in 2016 auf 87% in 2017 gewachsen sind.

Ende des Wachstums in Sicht?

Es ist in der Tat eine Verlangsamung des Wachstums abzusehen und auch bereits zu erkennen. Von Quartal 2 in 2015 zu Quartal 2 in 2016 Betrug das Wachstum noch 59%, während es jetzt „nur noch“ 45% sind – was natürlich immer noch ein beachtlicher Prozentsatz ist. Grund hierfür ist der sogenannte Ad load der bestimmt, wie viele Anzeigen ein Nutzer angezeigt bekommt. Da hier die Balance eine große Rolle spielt, um die Nutzererfahrung nicht zu beeinträchtigen, ist ein Maximum abzusehen. Facebook Führungskräfte warnten deshalb schon letztes Jahr vor einer Wachstumsverlangsamung aufgrund des begrenzten Raumes für mehr Anzeigen.

Es wird versucht diese absehbare Entwicklung mit vielen weiteren Projekten aufzufangen. Zum Beispiel hat der zu Facebook gehörende Dienst Instagram mittlerweile 700 Millionen Nutzer und einen geschätzten Jahresumsatz von 3,92 Milliarden USD. Nicht zu vergessen ist der beliebte Messengerdienst WhatsApp und der hauseigene Messenger, in den weiterhin Investiert wird. In diesem Zusammenhang wurden diesen Monat zum ersten Mal Werbeanzeigen im Messenger selbst geschaltet. Sogar im Marketplace wird mit Ads experimentiert. WhatsApp verzeichnet mittlerweile 250 Millionen Nutzer, der an Snapchat angelehnten Statusfunktion. Auch hier erwarten Analysten eine große kommende Einnahmequelle.

Außerdem spricht Mark Zuckerberg über Entwicklungen der künstlichen Intelligenz und wie diese Facebook verändern könnte: „I expect AI to change the way that we do business in some important ways”. Als Beispiele genannt werden das automatische Verbergen von unangebrachten Inhalten, oder das maßgeschneiderte Anzeigen von für den Nutzer relevanten Inhalten, die nicht auf Abonnements beruhen.

Über Timo Karberg

Timo Karberg

Timo Karberg ist Student der Betriebswirtschaftslehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit Schwerpunkt Marketing. Seit Mai 2017 ist er im Rahmen eines Praktikums Assistenz der Geschäftsführung bei OnlineMarketing.de.

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