Social Media Marketing

Facebook: Neues Page Management History Feature sorgt für Transparenz

Ein neues Feature sorgt für mehr Transparenz unter mehreren Page Admins. Es soll deutlicher machen, wer im Namen der Seite verschiedene Aktionen durchführt.

Screenshot Facebook

Wenn mehrere Admins eine Seite auf Facebook verwalten, waren diese bisher in der Lage, zu sehen, wer als Seite Content postet. Jedoch war nicht sichtbar, welche anderen Aktionen die Page Admins im Namen der verwalteten Seite ausführen. Mit einem Update, dass Social-Media-Experte Matt Navarra zuerst entdeckte, ist genau das nun möglich.



In der Page Management History wird ab sofort angezeigt, welche Aktionen andere Seiten-Admins ausgeführt haben. Außerdem werden Page Admins bei Aktionen der anderen Administratoren benachrichtigt. Darunter fallen Aktionen wie:

  • weitere Page Admins hinzufügen oder entfernen
  • Admin-Rollen oder -Berechtigungen verändern
  • Seiteneinstellungen ändern
  • in Gruppen eintreten, oder Gruppen verlassen

Den Seitenmanagement-Verlauf, wie er in der deutschen Facebook-Version heißt, findest du in den Einstellungen deiner Seite im Menü ganz unten. Das neue Feature erlaubt es, den Verlauf bis zum 1. November 2019 zurückzuverfolgen oder über den Business-Manager herunterzuladen.

Zuletzt Ärger mit der Veröffentlichung von Admin-Identitäten

Ende der vergangenen Woche sorgte ein Sicherheits-Bug für einiges an Aufsehen. Im Zuge eines Code Updates waren Seitenadministratoren von Donnerstagabend bis Freitagmorgen öffentlich einsehbar, obwohl die betreffenden Seiten sich dazu entschieden hatten, Admins anonym posten zu lassen. Besonders bei politischen oder religiösen Seiten ist es oft im Interesse der Betreiber, das eigene Profil nicht öffentlich sichtbar auf der Seite verlinkt zu haben. Unklar blieb jedoch, ob es sich bei dem Code Update um das neue Page Management Feature handelte. Facebook gab Wired gegenüber ein Statement zu dem Vorfall ab:

We quickly fixed an issue where someone could see who edited or published a post on behalf of a Page when looking at its edit history. We are grateful to the security researcher who alerted us to this issue.

Laut Wired dauerte es nicht lang bis auf Seiten wie 4chan Screenshots einiger zuvor unbekannter Admins hochgeladen und geteilt wurden. Unter anderem waren die Seiten von Hillary Clinton, Snoop Dogg, Justin Trudeau, Wladimir Putin, Anonymous und Greta Thunberg betroffen. Besonders im Fall von Greta Thunberg echauffierten sich viele Follower online, dass Greta gar nicht selbst auf ihrer Facebook-Seite aktiv ist, sondern diese von ihrem Vater gemanagt wird.

Post auf Greta Thunbergs Facebook-Seite zeigt, dass ihr Vater der Page Admin ist

Während sich viele über diese Tatsache aufregten, da der ganze Aufbau der Seite darauf hinweist, dass sie von Greta selbst geführt wird, ist die Offenbarung jedoch recht unkritisch im Vergleich zu der Veröffentlichung der Admins von anderen Seiten.

Obwohl der Bug schnell wieder gefixt war, zeigt eine derartige Sicherheitslücke, wie schnell persönliche Daten an die Öffentlichkeit gelangen können. Viele Admins vertrauen darauf, dass ihre Identität geschützt ist, doch darauf verlassen, kann man sich wohl nie. Dazu bleibt nur anzumerken, dass jemand, der wirklich großen Wert auf Anonymität legt, eventuell unter einem Fake-Profil posten sollte.

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