Social Media Marketing

Facebook will Mitgliedsbeitrag für Gruppen einführen

Von den Einnahmen sollen die Admins profitieren, um in den Gruppen etwa exklusiven Content zur Verfügung zu stellen oder Events durchzuführen.

© Fancycrave - Pexels

Facebook hat gestern in seinem Newsroom verkündet, bald eine mögliche Gebühr für die Mitgliedschaft in Gruppen einzuführen. Die Kosten für beitragspflichtige Gruppen können dabei zwischen 4,99 und 29,99 US-Dollar variieren.

Exklusiver Content zugänglich für eine monatliche Gebühr

Anders als der Newsfeed finanzieren sich Gruppen nicht durch Werbung. Um sie dennoch zu monetarisieren, führt Facebook jetzt die Möglichkeit ein, eine Mitgliedsgebühr zu erheben. Den Admins steht derweil frei, die Höhe des monatlichen Mitgliedsbeitrages selbst zu gestalten. Die meisten Gruppen werden jedoch, wie gehabt, kostenfrei bleiben. Facebook will Admins damit lediglich die Option geben, für die Mitgliedschaft in exklusiven Sub-Gruppen einen monatlich fälligen Beitrag zu verlangen.

Kostenpflichtige Gruppen auf Facebook

Derzeit werden bereits erste Tests in Gruppen durchgeführt, die sich thematisch in erster Linie um das Elternsein, Kochen und Interior drehen. Dazu gehört beispielsweise auch Organize My Home für 14,99 US-Dollar im Monat, eine Premium-Gruppe der Lifestyle Bloggerin Sarah Mueller, die ebenfalls die erfolgreiche Declutter My Home-Gruppe mit derzeit knapp 45.000 Mitgliedern führt. Die Gebühr der beitragspflichtigen Gruppen soll dabei in großen Teilen den Admins zugute kommen, um beispielsweise exklusiven Content bereitstellen zu können oder offline Gruppenevents durchzuführen. Admins investieren viel Zeit in die Gruppen, ohne damit viel Geld zu verdienen. Bei der Einführung von Beiträgen soll es darum auch weniger gehen: „The fact that there will be funds coming out of the activity helps them create higher quality content“, so Facebook Gruppen Manager Alex Deve.

Für die Testlaufzeit will Facebook selbst keinen Anteil von den Einnahmen haben, doch ist auf lange Sicht davon auszugehen, dass der Konzern auch hier seinen Teil einstreichen wird. Der Test ist derzeit zwar nur Mobile via App- und Play Store verfügbar, jedoch verlangen Apple sowie Android bereits jetzt ihren Anteil an den Mitgliedsbeiträgen und so wird auch Facebook nicht lange auf sich warten lassen.

Beitrag statt Werbung

Premium-Gruppen, die einen Mitgliedsbeitrag festlegen, erhöhen die Exklusivität und das Gefühl der Zugehörigkeit der Mitglieder. Auf der anderen Seite können weniger kaufstarke Gruppen von den Inhalten nicht profitieren und werden somit vom Zugang zu Premium Ressourcen ausgeschlossen. Allerdings könnte das Angebot mit der Erhebung einer Gebühr tatsächlich werbefrei bleiben und das wäre im Facebook-Kosmos doch mal eine angenehme Abwechslung – wenn auch sich Mitglieder diesen Luxus leisten können müssen.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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3 Gedanken zu „Facebook will Mitgliedsbeitrag für Gruppen einführen

  1. Olaf

    Kann schon funktionieren.
    Genauso wie es sehr viele Mobile-Apps umsonst gibt – aber auch eine Zahl Apps mit Content oder Funktionen, wo es etwas kostet.
    Klar ist, die Bezahlgruppen werden quasi grundsätzlich mitgliedermäßig kleiner sein – aber das muss kein Hinderungsgrund sein, sie zu probieren.

    Antworten
  2. Ralf

    Ich lach mich krank: Facebook schafft sich grad selbst ab. Aber ist halt so, wenn Profitgier den Verstand ausschaltet.

    Premium-Gruppen??? So ein Schwachsinn. Ich bin in über 700 Gruppen Mitglied. Aber Premium ist nirgends dabei. Überall die gleichen belanglosen Inhalte oder nur Werbung der Gruppenmitglieder.

    Und dafür soll ich bezahlen?? Die meisten Mitglieder werden einfach nur austreten und eine gleiche Gruppe gründen, aber kostenlos.

    Ralf

    Antworten
    1. Tina BauerTina Bauer Artikelautor

      Hallo Ralf,

      die Einnahmen kommen ja zu großen Teilen dem Admin zugute und sollen zum Beispiel für die Bereitstellung exklusiven Contents oder Gruppentreffen, etc. verwendet werden.

      Besten Gruß,
      Tina

      Antworten

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