Social Media Marketing

Facebook: Keine Fanpages mehr mit Städtenamen

Fanpages mit reinen Städtenamen sind bei Facebook nicht mehr erwünscht. Die Seitenbetreiber haben 3 Wochen Zeit, um den Namen zu ändern.

Logo: Facebook Pages

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Facebook macht Ernst. Nachdem die Fanpage von München bereits im Februar ohne Ankündigung von Facebook abgeschaltet wurde, sollen nun alle weiteren Städte, die in dem sozialen Netzwerk vertreten sind, folgen. Vor wenigen Tagen begann Facebook mit dem ersten Schritt und ließ einigen Pageadministratoren eine E-Mail zukommen. Wie Tourismuszukunft.de berichtet, fordert Facebook die Administratoren – die eine Facebook Fanpage mit dem Namen einer Stadt oder einer Region verwalten – dazu auf, sich einen neuen Namen für die Fanseite auszudenken und diesen innerhalb der nächsten 3 Wochen bei Facebook zu beantragen. Wer sich nicht innerhalb dieses Zeitfensters an die Aufforderung hält, muss damit rechnen, dass Facebook einem die Administratorenrechte entzieht oder die Seite ganz vom Netz nimmt. Die Stadt München hat bereits reagiert und sich einen neuen Namen zugelegt:

Besonders hart dürfte diese E-Mail die Marketingabteilungen oder Verantwortlichen diverser Städteseiten treffen. Wer nicht innerhalb der nächsten 3 Wochen einen neuen Namen findet, verliert beispielsweise bei einer Abschaltung der Seite oder dem Verlust der Adminrechte auch die gesamte Anzahl an Fans. Ganz zu schweigen, von den bis dato investierten Arbeitsstunden und dem generellen Pflegeaufwand für die Facebook-Seite. Facebook selbst argumentiert in Bezug auf die Namensänderungen von Städtenamen so:

Niemand kann eine Stadt oder ein Land für sich beanspruchen.

Dem ist vom Prinzip her nichts entgegen zu bringen, allerdings stellen wir uns dann die Frage, was Facebook mit dieser Änderung bezwecken will? Die Befürchtung liegt nahe, dass sich Facebook selber verschiedene Seiten aufbauen möchte, die dann exklusiv den jeweiligen Orts- oder Städtenamen tragen. Damit würde Zuckerberg dem aktuellen Plan von Google nacheifern, die derzeit ebenfalls an eigenen City-Pages  wie zum Beispiel http://wwww.google.de/city/sanfranciso/ arbeiten.

Sollte dies wirklich der Fall sein, dann hat es Facebook faustdick hinter den Ohren. Sich Städtenamen zu eigenen Zwecken zu krallen, die jedoch eigentlich bereits durch Fanpages vergeben sind und oftmals von den Städten selbst betrieben werden, ist mehr als dreist. Allfacebook berichtet, das Facebook beteuert die Städtenamen nicht nutzen zu wollen. Als kleine “Wiedergutmachung” unterbreitet Facebook in seiner E-Mail an die Administratoren immerhin schon erste Vorschläge wie beispielsweise: Hamburg.de, VisitHamburg, HamburgTouristik, BesucheHamburg oder StadtportalHamburg. Natürlich ist die Umbenennung der jeweiligen Fanpages mit Auflagen und Richtlinien versehen worden, die auch auf den Facebook Page Guidelines nachzulesen sind. Einen kleinen Auszug gibt es hier:

  • die Nutzernamen müssen aus mindestens 3 Zeichen bestehen, dürfen aber nicht mehr als 35 Zeichen haben
  • die Seiten-Namen müssen mit einem Großbuchstaben oder einer Zahl beginnen
  • die Seiten-Namen müssen korrekt in Bezug auf Grammatik, Zeichensetzung und Abstand sein
  • es dürfen keine Wörter verwendet werden, die nur aus Groß- oder Kleinbuchstaben bestehen – außer der Name ist ein Akronym
  • keine Symbole beinhalten (*,©, _, ^, {, }, ~, etc.
  • überflüssige Erklärungen oder unnötige Vermerke beinhalten („offiziell“, „Fan“, „Seite“, etc.)
  • keine Ort-Verweise beinhalten (z.B. Facebook – Austin)
  • keine Versalien innerhalb eines Wortes beinhalten (z.B. FaceBook)
  • es darf ein generischer Ortsname sein

 

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