Social Media Marketing

Facebook: Interaktionsarmut trotz vieler Fans

Studie: Große Marken mit vielen Fans leiden oft unter niedrigen Engagement-Raten.

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(c) stock.xchng / soopahtoe

Die Anzahl der Fans ist nicht unbedingt der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Facebook-Seite. Das Engagement auf Pages wird oft unterschätzt. Agora Pulse hat einen Leistungsvergleich von Facebook-Seiten aufgestellt. Wie unterscheidet sich das Engagement beispielsweise bei kleinen und großen Marken? Wir stellen euch in diesem Artikel die interessantesten Ergebnisse vor.

Große Marken zeigen schlechteres Engagement

Die Facebook-Seiten der erfolgreichen Marken weisen – wenn man die Anzahl der möglichen Multiplikatoren (Storytellers) berücksichtigt – im Vergleich zu kleineren Seiten eine geringere prozentuale Reichweite (gemessen an der Anzahl der Fans) und weniger Engagement auf. Die Interaktionsquote bei Seiten mit weniger als 10.000 Fans beträgt 6,1 und bei Pages mit über 100.000 Fans lediglich 4,9 Prozent.

Der Vorteil von kleineren Brands ist eindeutig die Persönlichkeit. Es lässt sich eher eine Nutzerbindung aufbauen, wenn man eine kleinere Zielgruppe hat, als wenn der Post gleich 150.000 Leuten gefallen muss. Wenn die Nutzer einen Beitrag kommentieren, haben sie das Gefühl, dass sie mit einem Menschen kommunizieren und nicht mit einem Riesenkonzern. In der Grafik sind die Ergebnisse noch einmal dargestellt:

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Am meisten Fans erreichen professionelle Sportmannschaften, gefolgt von Ernährungsberatern. Die Seiten von Schulen haben durchschnittlich fast zehn Prozent weniger Anhänger als etwa die von Fußballklubs.

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Die App-Pages auf Facebook boomen. Wir alle kennen das. ständig wird man für irgendwelche Spiele eingeladen. Oft gibt es in den Games Belohnungen, wenn man neue Freunde gewinnt, weshalb App-Seiten im Durchschnitt tatsächlich am meisten Fans haben. Auf den folgenden Plätzen befinden sich TV-Netzwerke sowie die Kategorie „Wein und Spirituosen“. Professionelle Sport-Teams belegen nur den zehnten Platz.

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Welche Schlüsse kann ich aus diesen Ergebnissen ziehen?

Achte auf deine eigene Performance. Wenn du in bestimmten Monaten eine höhere Engagement-Rate vorweisen kannst, analysiere die Gründe dafür. Lege nicht zu viel Wert auf die Anzahl deiner Fans. Wenn du guten Content lieferst und für Interaktion sorgt, wächst deine Seite automatisch.

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

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