Social Media Marketing

Einen Online-Kurs erstellen: Die besten 7 Tipps für den Start

Vom perfekten Anbieter bis zur optimalen Preisgestaltung – es gibt einige Aspekte, die bei der Erstellung eines Online-Kurses beachtet werden sollten. Das sind die sieben besten Tipps für den Start.

Mann hört einen Online-Kurs an

© Austin Distel - Unsplash

Die wohl größte Revolution in unserem Bildungssystem: Online-Kurse. Ob für Schüler oder Erwachsene, mittlerweile gibt es ein riesiges Angebot, das verschiedenste Themen bedient. Auch viele Marketer setzen auf einen Online-Kurs, um sich ein profitables Nebeneinkommen aufzubauen. Doch nicht jedes Thema eignet sich und es gibt einiges zu beachten. Du möchtest auch einen eigenen Online-Kurs erstellen? Dann erleichtern dir diese sieben Tipps den Start.

Tipp 1: Businessplan für den Online-Kurs erstellen

Auch wenn es einschlägige Videos und Artikel gibt, die die Erstellung und den Erfolg über Nacht ansiedeln, ist ein Business-Plan essentiell. Zunächst solltest du dir im Klaren darüber sein, was das Ziel des eigenen Online-Kurses sein soll und welchen Nutzen deine Zielgruppe davon trägt. Eine ausführliche Analyse potentieller Kunden ist hierbei unabdingbar. Auch hältst du fest, wie du deinen Kundenstamm erreichen möchtest. Das passiert nämlich nicht von selbst und schon viele Marketer mussten feststellen, dass sich ein Kurs nicht alleine durch gute Inhalte verkauft. Aus diesem Grund benötigst du eine Marketingstrategie. Zuletzt sollte es in deinem Business-Plan auch um die wirtschaftliche Kalkulation gehen. Denn du wirst Budget benötigen, um die Kurse zu produzieren und dich um die erste Vermarktung zu kümmern. Realistisch gesehen wird es eine Weile dauern, bis die ersten Einnahmen alle laufenden Kosten decken werden.

Tipp 2: Zunächst offline Erfahrungen sammeln

Es geht nicht darum dein Know-How zu verkaufen. Ein Online-Kurs löst idealerweise die Probleme deiner Zielgruppe. Um das heraus zu finden, ist es ratsam erstmal offline die wichtigsten Prozesse zu testen. Wie gewinne ich Kunden und kann sie von meinem Angebot überzeugen? Vielleicht bist du bereits im 1:1 Coaching tätig oder berätst deine Kunden regelmäßig über Zoom oder Skype. Dann wirst du merken, was gut ankommt und was nicht. So kannst du wertvolle Erfahrungen mitnehmen, die für die Online-Kurs Erstellung nützlich sein werden. Umso besser du deine Zielgruppe kennst und lernst, wie du deine Inhalte optimal vermittelst, desto niedriger kannst du später die Stornoquote halten.

Tipp 3: Netzwerk ausbauen und als Experte positionieren

Wenn dich niemand kennt, wird die Vermarktung des Kurses schwierig. Es ist sehr wichtig ein gutes Netzwerk in der entsprechenden Branche auszubauen und Kontakte zu sammeln. Wenn du dich als Experte auf deinem Gebiet positioniert, wirst du eher das Vertrauen deiner Zielgruppe wecken. Der Trust-Faktor spielt eine große Rolle in der Kaufentscheidung. Wenn dein Name vertraut klingt und du durch gute Referenzen hervor stichst, werden Kunden sich eher dazu entscheiden deinen Online-Kurs zu kaufen. Natürlich kann es auch sein, dass du selbst gar nicht im Vordergrund stehen möchtest, sondern lieber der Fädenzieher im Hintergrund bleibst. Dann ist es wichtig die richtigen Experten für deine Zielbranche auszuwählen und diese in der Vermarktung des Kurses präsent zu halten. Achte bei der Auswahl darauf, dass deine Experten über ein gutes Netzwerk verfügen und Inhalte gut kommunizieren können. Das erleichtert den Start ungemein.

Tipp 4: Unterschiedliche Lerntypen bedienen

Einen Gedanken solltest du immer im Kopf haben, wenn du einen Online-Kurs erstellen möchtest: Die Inhalte müssen nicht nur dir gefallen, sondern sollten unterschiedliche Lerntypen bedienen. Es bringt wenig, wenn du auf 10 Stunden Videomaterial setzt, deine Zielgruppe allerdings viel lieber mit kurzen Webinaren und Übungsaufgaben arbeitet. Genau deswegen solltest du dich auch im Vorfeld genau mit den Bedürfnissen deiner Zielgruppe auseinander setzen. Ein guter Online-Kurs lebt auf jeden Fall von qualitativ hochwertigen Inhalten. Du kannst unterschiedliche Formate bedienen, um dein Wissen ansprechend zu vermitteln. Achte aber auf die Kosten, denn je nach Art des Formats kann die Produktion sehr kostspielig werden.

Inspiration für unterschiedliche Formate:

  • Videos zum Beispiel Erklärvideos über Powtoon oder mysimpleshow
  • Tests zur Wissensabfrage
  • Leseempfehlungen zu passenden Büchern, Blogbeiträgen und mehr
  • Merkblätter als PDF zum Download
  • Übungsaufgaben zur Vertiefung des Wissens
  • Webinare zum Beispiel über Zoom

Wenn möglich, kann auch ein persönliches Telefongespräch als zusätzliches Extra angeboten werden. Wichtig ist, dass bei allen Inhalten die persönliche Note nicht verloren geht. Von Konkurrenten zu kopieren, macht wenig Sinn.

Tipp 5: Den perfekten Online-Kurs Anbieter finden

Wohl eine der wichtigsten Fragen bei der Erstellung eines Online-Kurses: Welchen Anbieter möchte ich nutzen? Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an deutschen und internationalen Anbietern. Mithilfe von folgenden Kernfragen fällt es leichter zu differenzieren:

  • Lege ich Wert auf einen deutschen Kundenservice?
  • Wie steht es um die Rechtssicherheit der einzelnen Anbieter?
  • Ist der Anbieter kostenlos? Wie hoch ist der prozentuale Anteil, den ich abgeben muss pro Verkauf?
  • Welchen Funktionsumfang bekomme ich geboten?
    • Newsletter Dienst
    • Kundenservice
    • Abrechnung
    • Möglichkeiten der individuellen Anpassung zum Beispiel eigenes Design im Verkaufsformular
  • Möchte ich Affiliate Marketing betreiben?
  • Ist ein angeschlossener Marktplatz verfügbar?
  • Wo sollen die Kursinhalte eingebunden werden? Beim Anbieter selbst oder auf einer eigenen Website?

Sind diese Fragen geklärt, lassen sich die einzelnen Anbieter gut differenzieren. Udemy genießt als Plattform einen guten Ruf. Kurse werden großflächig beworben und neue Teilnehmer lassen sich leichter dazu gewinnen. Allerdings sollte man beachten, dass regelmäßige Rabattaktionen zum Marketingkonzept von Udemy zählen. Diese Form der Fremdvermarktung könnte sich unter Umständen negativ auf den persönlichen Netto Gewinn auswirken. Möchte man die Kurse selbst bewerben sind Anbieter wie Elopage empfehlenswert. Die einzelnen Funktionen sind leicht zu verstehen. Darüber hinaus bietet der elopage-Builder eine einfache Anpassung der einzelnen Kursseiten, dem Mitgliederbereich sowie der Verkaufsseiten. HTML-Kenntnisse sind nicht nötig. Ein weiterer beliebter Anbieter ist Digistore24. Hier bekommt der Nutzer den Service des Verkaufs und der Zahlungsabwicklung. Die eigene Verkaufsseite inklusive Mitgliederbereich und Kursseiten kann zum Beispiel über WordPress gebaut werden. Digimember ist hierfür das beste WordPress Plugin, um die Verwaltung enorm zu vereinfachen. Weitere Anbieter sind Moodle, Lecturio, Teachable oder Articulate. Wer eigene Webinare vermarkten möchte, setzt jedoch am besten auf Plattformen wie Zoom.

Tipp 6: Unterschiedliche Preise testen

Anfangs kann es gar nicht so leicht sein, den perfekten Preis zu kalkulieren. Mithilfe von Split-Tests können zunächst unterschiedliche Preise getestet und verglichen werden. Die Frage ist auch, ob man den Online-Kurs zum Abopreis oder einmalig erwerben soll. Zur Orientierung hilft sicherlich der Durchschnittspreis für einen gängigen Video-Kurs mit bis zu fünf Stunden Material. Dieser liegt bei 29,90 Euro.

Tipp 7: Nicht nur mit einer Plattform den Kundenstamm vergrößern

Ebenfalls ein wichtiger Aspekt: Die Lead-Generierung. Wer den eigenen Kundenstamm vergrößern möchte, sollte auf jeden Fall nicht nur auf eine einzige Plattform setzen. Welche Kanäle infrage kommen, ist abhängig von der Zielgruppe. Auf jeden Fall sollte man sich hierzu im Vorfeld Gedanken machen. Die ersten Kunden können auch über Empfehlungen gewonnen werden, doch schon bald sollte man diesen Prozess so weit wie möglich automatisieren, um regelmäßig Verkäufe zu erzielen.

Über Birte Lissner

Birte Lissner

Birte Lissner absolvierte ihr Germanistik Studium an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München erfolgreich mit Kind und fühlt sich seit 2016 im Online Marketing Bereich zu Hause. Durch ihre Berufserfahrung sowohl auf Influencer- als auch auf Unternehmens-Seite interessiert sie sich besonders für Content und Social Media Marketing. Wenn sie nicht gerade neue Artikel für die OnlineMarketing.de Leser schreibt, kickt sie leidenschaftlich gerne Bälle mit ihrem Sohn im Garten - und zwar ganz klassisch und offline.

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