Display Advertising

Apple kürzt erneut iAds-Mindestbuchungsvolumen

Die extrem-Premiumvermarktungsstrategie von Apple scheint nicht so richtig aufzugehen. Erneut wird die Einstiegshürde gesenkt.

Apple überdenkt die Aufstellung von iAds

Das Mindestbuchungsvolumen beträgt nun nur noch 100.000 Dollar für das Erscheinen der Anzeigen auf iPhone- und iPad-Apps. Zuvor beliefen sich die Kosten hier auf 500.000 Dollar, was auch schon eine reduzierte Version des 1 Mio Dollar Preises zum Start der iAd-Kampagnen 2010 war.

Die Entwickler sollen jetzt 70% des Werbeumsatzes, der über Ihre App so generiert wurde, erhalten. Zuvor lagen die Auszahlungsquoten bei 60%. Allerdings ist die höhere Auszahlung auch auf die reduzierte Anzeigen-Rate der Werbung zurückzuführen und auch als Anregung für die Entwickler gedacht, weitere Apps zu entwickeln und nicht auf Google’s Android System umzusteigen.

Neben den Änderungen für Werber und Entwickler wird sich auch die Abrechnung für Werbung ändern. Während bisher doppelt berechnet wurde – erstens Fixkosten für je 1.000 Impressionen, zweitens die Zahlung pro Click – wird jetzt nur noch die Fixquote für 1.000 Impressionen berechnet werden.

Dies alles muss geschehen, damit iAd für Werber und Agenturen interessant bleibt. Trotz der immensen Kosten sind einige der größten Kunden iAd treu geblieben, in der Hoffnung das sich Apple von dem Verlust der Markführer-Position wieder erholen wird und so auch die Werbung wieder für ein breites Publikum interessant wird.

Der schnelle Verfall des iPhones-Hypes führte zu einem Abfallen der Werbeeinnahmen von 500.000 Dollar vergangenes Jahr, auf geschätzte 300.000 für dieses Jahr. Zurückzuführen sind diese Zahlen auf die eher rückläufige Entwicklung auf dem App-Markt und Umorientierung von Nutzern und Entwicklern auf Android-Systeme.

Die Werbeeinnahmen aus Mobile-Ads gingen vergangenes Jahr bereits zu 24% an Google. Apple konnte sich nur magere 15% des Werbekuchens sichern. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, das die Wachstumsraten der Android-Systeme in den USA die Apple-Produkte bereits hinter sich gelassen haben.

Umsetzen und zurück zum Erfolg führen soll iAD der leitende Adobe-Mitarbeiter Todd Teresi, welcher den Posten von Andy Miller (CEO Quattro Wireless) übernimmt.

Quelle: Adage.com

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