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Diese Checkliste verrät dir, ob du eine App entwickeln solltest

App oder Web – welcher Ansatz ist für dein Unternehmen der richtige? Diese Infografik hilft dir bei der schwierigen Entscheidung.

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MOHI SYED, CC0

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App oder Web? Die Möglichkeiten mobile Kanäle zu nutzen, sind technologisch vielfältig. Doch welcher Ansatz ist im speziellen Anwendungsfall der richtige? Spreadshirt stand für Teile seiner E-Commerce-Plattform vor genau dieser Herausforderung und hat sich eine Entscheidungshilfe erarbeitet, die auch anderen E-Commerce-Anbietern eine Hilfe sein kann.

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Apps sind sinnvoll – aber nicht für jedes Unternehmen 

Eine Web-Lösung reicht aus, wenn man lediglich einen mobil-optimierten Browser-Zugriff auf die wichtigsten, einkaufsrelevanten Funktionen bereitstellen möchte. Dafür schraubt man an der Responsiveness der Website und optimiert sie für kleinere Bildschirme sowie die Verwendung von Touch-Steuerungen. Dieser Ansatz hat den großen Vorteil, dass Benutzer die Seite wie gewohnt über einen Browser aufrufen können und sich die Installation einer App erübrigt. Außerdem wird so der äußerst wichtige Suchmaschinen-Kanal optimal bedient, da Google den Web-Ansatz im Ranking berücksichtigt.

Apps bieten hingegen die größere Kundenbindung. Wer eine Shopping-App installiert hat, wird diese beim Einkauf in der Regel bevorzugen und nicht den Weg über den Webbrowser gehen.

Entscheidungskriterien für eine App oder Web 

Mit unserer Entscheidungshilfe möchten wir dazu beitragen, die Verantwortlichen in ihrer Wahl eines Ansatzes zu bestärken. Sie sollen die vielen verschiedenen Kriterien besser bewerten können und somit mehr Sicherheit bei der Entscheidung gewinnen.

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Die Kriterien im Einzelnen

  • Markenbekanntheit: Bekannte Marken haben in der Regel eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass eine App die notwendige Resonanz bei Kunden erzeugt.
  • Interaktionsgrad: Je komplexer die Interaktionen sind, die der Kunde beim Bestellvorgang benötigt, desto mehr lohnt sich die Entwicklung einer App. In der Regel kann eine App grafische Interaktionen einfacher und schneller umsetzen. So ist beispielsweise das Design-Tool von Spreadshirt sehr interaktiv, ein simpler Webkatalog ist es eher nicht.
  • Ready for Responsiveness: E-Commerce-Systeme, wie zum Beispiel Magento, unterstützen bereits von Haus aus die Möglichkeit, Webseiten für kleinere Bildschirme ohne zusätzlichen Aufwand zu optimieren (Responsiveness). Die Verwendung dieser Standard-Features wird jedoch umso schwieriger, je mehr Anpassungen oder Eigenentwicklungen man einbaut.
  • API (Application Programming Interface): Moderne Systeme trennen zwischen den implementierten Geschäftsprozessen (Backend) und der Art, wie diese den Nutzern zugänglich gemacht werden (Frontend). Ein modernes Backend, das sowohl Desktop- als auch mobile Frontends unterstützt, ist in der Regel durch eine definierte
    Schnittstelle (API) zugänglich. Sollte eine API nicht vorhanden sein, ist die Implementierung einer App wesentlich komplizierter.
  • Warenkorbgröße: Das Vertrauen in den App-Einkauf ist noch immer geringer als in den bekannten Weg über den Browser. Dies gilt vor allem bei großen Warenkörben. Zudem muss beachtet werden, dass der Betreiber von App-Stores bei In-App-Käufen mitverdienen will.
  • Tägliche Verwendung: Kognitive Forschungen haben ergeben, dass vor allem solche Apps erfolgreich sind, die in den täglichen Tagesablauf des Nutzers passen. E-Mail, Wetter und Facebook sind typische Beispiele für solche Apps. Trifft dies auch auf das geplante Vorhaben zu?
  • Native Gerätefunktionen: Ist es von Vorteil für den Nutzer, wenn er von der App auf native Funktionen wie asynchrone Benachrichtigungen, Lokalisierung oder Zugriff auf das Adressbuch zugreifen kann?
  • Umsetzungs-Erfahrungen: Wie erfahren ist das Unternehmen mit App-Entwicklungen?

All diese Kriterien werden mit der Entscheidungshilfe abgedeckt und bewertet. Am Ende gibt die Punktzahl für Web beziehungsweise App Aufschluss darüber, welche Strategie die größte Aussicht auf Erfolg hat. Überhaupt sinnvoll ist ein Ansatz ab fünf Punkten.

Über Guido Laures

https://www.spreadshirt.de/

Seit 2013 ist Guido Laures Chief Technology Officer bei Spreadshirt. Umfassende Erfahrungen im IT-Bereich und in Management-Positionen sammelte Guido zuvor bei einer Vielzahl namhafter Unternehmen, darunter DaimlerChrysler, SAP und dem Hasso-Plattner-Institut. Mit seiner langjährigen Expertise sorgt er nicht nur für die Sicherstellung der technischen Funktionalität der Plattform, sondern auch für deren kontinuierliches Wachstum, indem er ihre Optimierung und Weiterentwicklung stetig vorantreibt.

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