Marketing Strategie

Amazon-Zahlen: E-Books erneut vor Print

Nach den USA verzeichnet der Internetriese Amazon erstmals auch in Großbritannien mehr Verkäufe von E-Books als von gedruckten Büchern.

Christa Nöhren / pixelio.de

Nachdem Amazon bereits im vergangen Mai mehr elektronische Bücher als gebundene Exemplare für Großbritannien verzeichnete, belegen neueste Zahlen, dass Kindle-Books den gesamten Printbereich überflügelt haben, also inklusive Taschenbüchern.

Nach Konzernangaben wurden im laufenden Jahr pro 100 verkaufte Bücher 114 E-Books abgesetzt. Obwohl Amazon genaue Verkaufszahlen bisher nicht veröffentlicht hat, sollen dennoch beide Bereiche steigen. Besonders interessant: Käufer eines Kindle kaufen in der Folge viermal so viele Bücher wie Kunden gedruckter Bücher.

Auch Zahlen zur Kindle Direct Publishing-Plattform hat das Unternehmen veröffentlicht. Auf der Plattform können unabhängige Autoren ihren Content eigenverantwortlich veröffentlichen. Auch hier hat sich die Anzahl registrierter Autoren vervierfacht, die erfolgreichsten Schriftsteller erreichen Verkaufszahlen im hohen sechsstelligen Bereich.

Deutsche verhalten gegenüber E-Books

Die E-Book-Verkäufe in Deutschland steigen dagegen wesentlich langsamer, obwohl auch hierzulande in letzter Zeit ein wenig Bewegung in den Bereich kommt. Nach einer Studie der Universität Hamburg lesen 23 Prozent der Deutschen regelmäßig E-Books, die Marktforscher von IDC berichten zudem, dass sich die Zahl verkaufter E-Books von 2011 auf 2012 mehr als verdoppelt hat. Am Ende des Jahres werden elektronische Bücher voraussichtlich 1,2 Prozent der Einnahmen der deutschen Buchhandlungen ausmachen, bis zum Jahr 2015 soll der Anteil auf etwa 3,5 Prozent steigen, so die Berechnungen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Noch im vergangenen Jahr waren die Händler von einem Umsatzanteil von 9,2 Prozent ausgegangen, wie Internetworld jetzt schreibt.

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