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Adblock Plus: Gute Werbung stört nicht

Scheffelt Adblock Plus ein wenig Extra-Kohle mit “wertvollen” Usern, denen trotzdem bestimmte Werbung von zahlenden Kunden gezeigt wird?

Ein kleiner Aufruhr ging durch die Gruppe der User als herauskam, dass Adblock Plus, ein Service um unerwünschte Werbung auszublenden, bestimmte Werbung doch zulässt. Es heißt, dass die sogenannte ‘Whitelist’ es einigen Werbeanbietern gestattet, ihre Werbung trotz Blocker anzuzeigen. Scheffelt da jemand ein wenig Extra-Kohle mit den kostbaren Usern, die dann trotzdem noch ganz bestimmte Werbung aufs Auge gedrückt bekommen?

Über 50 Prozent der Bewerber erfüllen nicht die Kriterien, um auf die Whitelist zu kommen

Nun hat das Unternehmen ein wenig Licht ins Dunkel gebracht, in dem Bemühen um mehr Transparenz und seine ‘Whitelist’-Funktion zu erklären. Ben Williams, seines Zeichens Adblock Plus PR-Manager, berichtet in einem Blog-Post, dass über 50 Prozent der Bewerber um einen begehrten Platz in dieser Liste abgelehnt werden, weil sie die knallharten Kriterien nicht erfüllen. Zudem wurden die meisten Vorschläge für die ‘Whitelist’ kostenfrei zugefügt.

Knapp 800 Anträge sind für die Whitelist bisher eingegangen

Er betont, dass Adblock Plus durch die Aufstellung der Richtlinien eine Möglichkeit bietet, Kunden und Usern zu helfen, Anzeigen weniger aufdringlich zu gestalten und somit auch mehr ‘Best Practise Cases’ für gute Werbung aufzustellen. Bislang sind insgesamt 777 Anträge für die Whiteliste seit ihrer Gründung im Jahr 2011 eingegangen. Nur 9,5 Prozent dieser Anträge sind auch tatsächlich auf die Liste gekommen, alle anderen wurden aussortiert. Er beschreibt die Autorisierung als eine Art Prozess um Werbekunden und Anzeigen in einen Einklang zu bringen, der auch den Nutzern Vorteile bringt.

Dabei folgt Adblock folgenden Kriterien um zu bestimmen, ob eine Anzeige ‘Whitelist’ geeignet ist oder nicht. Geeignete Ads sind:

  • Nicht störend
  • Nicht verfälschend
  • Transparent
  • Wirksam ohne “laut” zu sein
  • Zielseiten geeignet

Ist Adblock Plus bestechlich? 

Es wird nicht ausdrücklich erklärt, ob große Werbekunden wie zum Beispiel Google für die Aufnahme auf der Liste bezahlen oder nicht. Sondern nur, dass die eingenommenen Gelder dafür genutzt werden, um den Qualitätsanspruch zu gewährleisten, zukünftige Werbetreibende zu schulen und gute Ads zu schalten. Zusätzlich werden noch weitere akzeptable Ad-Beispiele aufgezeigt. Auch wenn nicht alle Fragen bezüglich der tatsächlichen Geschäftsbeziehungen zwischen Adblock und seinen Kunden beantwortet sind, so bietet der Artikel doch weitaus mehr Transparenz als vorher.

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