Unterqualifiziert für den Job? So merkt’s garantiert niemand!

Eine Unterqualifizierung ist noch lange kein Grund zur Sorge: Donald Trump macht dir vor, wie du das Problem optimal vertuschen kannst. Achtung: Ironie!

Neben Trump gibt es viele weitere Arbeitnehmer, die für ihren Job eigentlich nicht qualifiziert sind.

Für einen Job unterqualifiziert zu sein bedeutet nicht, dass man ihn nicht ausüben kann. © Flickr / Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0

Manchmal passiert es, dass eine Person einen Job ergattert, für welchen sie absolut unterqualifiziert ist. Sei es durch „Vitamin B“ oder eine Initiativbewerbung: Prompt sitzt du auf einer Stelle, die weit über deinen bisherigen Berufserfahrungen oder auch deinem Knowhow liegt. Gemäß dem Motto „Learning by Doing“ machst du dich also ans Werk: Wird schon niemandem auffallen! Doof nur, wenn dich diese Position plötzlich an die Führungsspitze einer ganzen Nation katapultiert. So geschehen beim derzeit wohl prominentesten Beispiel für eine völlig unterqualifizierte Person in viel zu hoher Stellung: dem neuen US-Präsidenten Donald Trump höchstpersönlich.

Was Donald Trump kann, kannst du auch!

Donald Trump als Politiker? Darüber lachte vor wenigen Monaten noch die Welt. Jetzt ist es plötzlich erschreckende Realität geworden: Trump ist Politiker geworden – und zwar nicht irgendeiner, sondern der sage und schreibe wichtigste der Welt. Klar, dass jetzt der gesamte Globus seine Augen gespannt auf die ersten Handlungen des US-Präsidenten richtet. Da wird es schwierig, die Unterqualifizierung zu vertuschen. Doch Trump versucht es natürlich trotzdem und was er kann, kannst du schon lange! Die Onlinemarketing.de-Redaktion hat deshalb einige praktische Tipps zusammengetragen, wie auch du in einem Job bestehen kannst, von dem du eigentlich keine Ahnung hast:

Maßnahme #1: Einfach bewerben!

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Wenn du eine Stelle ergattern möchtest, für die du unterqualifiziert bist, solltest du dich einfach bunt auf sämtliche Ausschreibungen bewerben und schön dick auftragen. Vielleicht fällt ja der ein oder andere Personaler tatsächlich darauf herein und du erhältst eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Maßnahme #2: Dress for Success!

Dreistigkeit siegt auch im Bewerbungsgespräch. Übe dich vorab in dem für die Stelle üblichen Fachjargon und drücke dich im Vorstellungsgespräch so kompliziert aus, dass die Personaler nur noch „Fachchinesisch“ verstehen und davon ausgehen, dass du schon weißt, wovon du sprichst. Besonders wichtig für den ersten „kompetenten“ Eindruck ist übrigens auch deine Kleiderwahl: Der teure Marken-Anzug oder das schicke Kostüm lassen dich gleich qualifizierter erscheinen. Im Berufsleben gilt ja ohnehin der Grundsatz „mehr Schein als Sein“, oder?

Maßnahme #3: Vor dem ersten Arbeitstag einarbeiten!

In jedem Job musst du dich zu Beginn erst einmal einarbeiten. Das ist dir bewusst und das ist garantiert auch deinem neuen Arbeitgeber bewusst. Ja, es ist sogar der ganzen Welt bewusst, dass sogar Trump sich als Präsident erst einmal „einarbeiten“ muss. Doch wird dabei natürlich vorausgesetzt, dass du bereits Grundfertigkeiten, Kompetenzen und Knowhow in dem für die Stelle geforderten Maß mitbringst. Ist dies nicht der Fall, solltest du dir so viel wie möglich davon frühzeitig aneignen – und zwar vor dem ersten Arbeitstag, nicht danach!

Maßnahme #4: Fragen stellen!

Nach Arbeitsantritt genießt du eine Art „Schonfrist“. Deine Kollegen, Vorgesetzten oder auch der Praktikant werden jetzt besonders geduldig mit dir sein, wenn du ihnen Löcher in den Bauch fragst. Nutze diesen „Welpenschutz“, bevor er vorbei ist, und versuche dir die wichtigsten relevanten Daten und Fakten für deine neue Stelle schnellstmöglich zu erfragen. Aber Vorsicht: Da ja niemand merken soll, dass du für den Job in Wahrheit völlig unterqualifiziert bist, gilt es die Fragen sorgfältig auszuwählen. Am besten, du wirfst erst einmal ein wenig mit deinem (vorhandenen, angelesenen oder kurzfristig erworbenen) Wissen um dich, bevor du dein Gegenüber mit der eigentlichen Frage konfrontierst. So geht niemand davon aus, dass du im Grunde genommen rein gar keine Ahnung hast. Beim Redenschwingen kannst du übrigens auch noch eine Menge vom Mr. President lernen!

Maßnahme #5: Ein eigenes „Berater-Team“!

Trump „macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt“ – genauer gesagt sein Team aus Beratern, Richtern & Co. Wenn du in einer entsprechend hohen Position bist, solltest auch du dir einfach so ein eigenes „Berater-Team“ zusammenstellen. Du hast gewiss für jeden Fachbereich einen Spezialisten im Team und kannst entsprechende Aufgaben einfach delegieren. Und sollte doch einmal jemand vermuten, dass du die Arbeit nur abwälzt, selbst aber von Tuten und Blasen keine Ahnung hast, so probiere es doch mit Einschüchterung: Am besten, indem du bei jedweder Kritik an deiner Person mit der Kündigung drohst.

Solltest du dich allerdings in keiner solchen Machtposition à la Donald Trump befinden, lies doch lieber eine Stellenausschreibung, bevor du dich bewirbst. Ein guter Personaler durchschaut fehlende Hard- und Soft-Skills ohnehin schnell – es sei denn, du betreibst Urkundenfälschung. Wieso das nicht sinnvoll (oder legal) wäre, brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht tiefergehend erklären. Trump ist alles in allem wohl doch kein gutes Vorbild für Bewerber in der freien Wirtschaft, oder für Politiker, oder für irgendjemanden auf der Welt…

Wir hoffen, du verstehst diesen Artikel mit einem Augenzwinkern und nimmst ihn nicht allzu ernst. Wir freuen uns auf deine Ergänzungen, Anmerkungen und Kommentare!

Über Annina Frey

Annina Frey

Karriere & Jobs ist das Department, in welchem Annina Frey sich zuhause fühlt: Work-Life-Balance, Psychologie, Bewerbungen oder auch die Generation Y sind nur einige der Gebiete, mit welchen sich die studierte Medienwirtschaftlerin für die Onlinemarketing.de-Redaktion auseinandersetzt - mit viel Knowhow, wissenschaftlicher Recherche, eloquentem Schreibstil und dem ein oder anderen Augenzwinkern. An spannenden Themen mangelt es der freien Redakteurin jedenfalls nicht.

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