Sympathisch ohne Schleimen: Wie du Sympathiepunkte für deine Karriere sammelst

Sympathie ist ein wichtiger Baustein deiner Karriere. Doch wie wirst du beliebt, ohne dich zu verbiegen? Wir haben einige Tipps, mit denen du sympathischer wirst.

© Unsplash - Johan Desaeyere, CC0

Dass Höflichkeit in der Karriere wichtig ist, überrascht nicht. Höflichkeit alleine macht jedoch noch nicht sympathisch. Gerade Sympathie kann jedoch in der Karriere über einen schnelleren Aufstieg und ein besseres Gehalt oder andere Vergütungen entscheiden.

Kathleen Elkins und Natalie Walters haben auf Businessinsider eine Liste von elf Tipps zusammengestellt, wie du beliebter bei allen wirst, ohne dich zu verbiegen. Wir fassen sie kompakt für dich zusammen.

„Schau mir in die Augen, Kleines!“ und andere Kommunikationstricks

Das berühmte Zitat aus dem US-Spielfilm Casablanca ist inzwischen zum geflügelten Wort geworden. Mit Recht. Denn Augenkontakt ist in allen zwischenmenschlichen Belangen wichtig – vor allem, wenn du deinem Vorgesetzten oder dem HR-Manager gegenübersitzt. Wer Blickkontakt beginnen und aufrecht halten kann, gilt als selbstsicher. Für introvertierte Menschen braucht es ein wenig Übung, den Blick während einer Konversation zu halten – aber es lohnt sich.

Ebenfalls lohnenswert ist dieser sinnvolle Lifehack für Kommunikationen: Gibt Anderen den Raum zum Sprechen, um in positiver Erinnerung zu bleiben. In Unterhaltungen kann es immer wieder passieren, dass ein Teilnehmer unterbrochen wird. Selbst dann, wenn sich alle Beteiligten noch so sehr Mühe geben, dass das nicht passiert. Bittest du den Betroffenen danach fortzufahren, sammelst du garantiert Pluspunkte. Noch besser kommt an, wer den Namen seines Gegenübers häufiger im Gespräch fallen lässt. Dazu noch ein nettes Lächeln – und das Meeting gehört dir.

Die zwei Arten des Zuhörens

„Hör zu, wenn jemand mit dir redet!“, haben uns bereits unsere Eltern eingebläut. In ihrem Artikel raten Elkins und Walters dazu, mehr zuzuhören als zu reden. Wenn diesen Rat aber tatsächlich beide Seiten beherzigen, wird der Dialog schwierig. Einfacher zu befolgen ist daher der Tipp, alle ablenkenden Gegenstände wie zum Beispiel das Smartphone wegzulegen.

Zuhören ist eine Sache – aktiv Zuhören eine andere. Beim aktiven Zuhören geht es nämlich nicht nur darum, die akustische Information aufzunehmen, sondern seinem Gesprächspartner auch Feedback über das Gehörte zu geben. Formuliere das Gesagte um und wiederhole es, stelle die richtigen Fragen, um tiefer ins Thema einzutauchen. Vor allem aber vermeide es, vorschnell das Ende der erzählten Geschichte zu vermuten und damit das Gespräch vorzeitig zu beenden. Solange du dich nicht in einer Spielshow befindest, wo die schnellste Antwort zählt: Finger weg vom Buzzer und dein Gegenüber aussprechen lassen.

Die Kraft der Komplimente

Die richtigen Komplimente zu einem guten Zeitpunkt bringen dir Sympathiepunkte ein. Aber Achtung: Schmeiße nicht mit unüberlegten Phrasen um dich. Jemanden mit „Hallo schöne Frau“ auf XING anzusprechen ist kein Kompliment, sondern einfach nur plump. Generell haben Aussagen über das Äußere einer Person im Karriereumfeld absolut nichts zu suchen – egal, ob dein Gegenüber ein Mann oder eine Frau ist. Besser sind Komplimente über berufsbezogene Fähigkeiten. Zum Beispiel: „Dein letzter Artikel im Magazin XY hat mir wirklich gut gefallen! Du hast den Nagel einfach auf den Kopf getroffen.“

Nun gibt es gerade bei Komplimenten zwei Parteien. Den Sender – der Gesprächspartner, der Komplimente macht – und den Empfänger. Der Empfänger ist der- oder diejenige, für den oder die das Kompliment bestimmt ist. Aber wie reagierst du als Empfänger eines Kompliments adäquat? Erste Regel: Gib es auf keinen Fall doppelt zurück. „Du schreibst doch viel besser!“, kann entweder als unehrlich, oder als wenig selbstbewusst aufgefasst werden. Besser hingegen wäre beispielsweise: „Vielen Dank, es freut mich, dass der Artikel bei dir gut angekommen ist. Da macht das Arbeiten Spaß!“

Sei kein Miesepeter

Wie wichtig das Lächeln ist, haben wir bereits in einem anderen Punkt betont. Positive Menschen kommen einfach besser an. Schwierig natürlich für Menschen, die zwar gut gelaunt sind, aber weniger lächelfreudig. Doch auch die können sich dafür an den letzten wichtigen Tipp halten: Beschwer dich nicht. Auch wenn das Leben dir wieder einmal den millionsten Stolperstein vor die Füße geworfen hat und du dir dabei metaphorisch beide Beine gebrochen hast, bewahre das Lamentieren darüber für deinen Freundeskreis auf. Aber verbirg negative Emotionen in deinem Berufsumfeld, wann immer du kannst.

Womit hat dein Kollege oder deine Kollegin zuletzt bei dir Pluspunkte gesammelt? Kannst du diese Liste noch weiterführen? Wie immer freuen wir uns auf dein Feedback in den Kommentaren.

Quelle: Businessinsider

Über Linda Ewaldt

Linda Ewaldt

Linda Ewaldt hat in Hamburg Germanistik und Psychologie studiert und danach Redaktionsluft in kleinen Startups und großen Unternehmen geschnuppert. Seither ist sie freiberuflich tätig und ihre Spezialgebiete sind Karriere und Gesundheit. Am liebsten schreibt sie für OnlineMarketing.de Artikel, die beides miteinander verbinden.

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