Durchs MVP zum Erfolg deines Startups: Amazon hat gezeigt, wie es geht

Oft vergessen Gründer, dass der Weg zum perfekten Produkt Jahre dauert. Dabei hat schon Jeff Bezos bewiesen, wie wichtig es ist auf eine iterative Produktentwicklung zu setzen.

© Robert Scoble - Flickr, CC by 2.0

Größer, besser, innovativer – Diese Vorstellungen schweben den meisten Startup-Gründern vor. Sie wollen ein perfektes Produkt entwickeln, dass auch mit den ganz großen Unternehmen konkurrieren kann. Aus diesem Grund soll es auch erst an den Markt gehen, wenn alle Features vorhanden sind und das Produkt selbst auf Hochglanz poliert wurde. In der Realität führt das jedoch oft dazu, dass der Launch zur Illusion wird oder das Produkt direkt wieder in der Versenkung verschwindet.

Infografik: 229 Millionen Produkte auf Amazon.de | Statista

Jede erfolgreiche Firma hat einmal klein begonnen. Daher sollten auch Startups  nicht anstreben, von 0 auf 100 durchzustarten. Eines der besten Beispiele zeigt die Geschichte von Amazon. Angefangen als kleiner Onlineshop für Bücher, kann sich heute kaum jemand dem riesigen Imperium entziehen. Neben seiner Eigenschaft als Laden für alles, bietet Amazon etliche andere Funktionen, über Streaming hin zu verschiedenen Web Services.

Ein gutes MVP als Schlüssel zum Erfolg

Und trotzdem hat Jeff Bezos bewusst klein angefangen. In einer Zeit als das Internet noch tatsächliches Neuland war, hatte der Gründer schon den Traum von der riesigen Onlineplattform. In dem Bewusstsein, dass die Vision seiner Zeit voraus war, suchte Bezos nach dem passenden Minimum Viable Product. Ein MVP ist ein Produkt, dass nur minimale Anforderungen hat und somit den Kundenbedarf mit so wenig Aufwand wie möglich deckt.

Infografik: Jeff Bezos ist jetzt 100 Milliarden Dollar schwer | Statista

Bezos‘ Ergebnis war simpel, aber effektiv: Bücher. Bücher waren günstig in der Anschaffung, stellten durch den niedrigen Preis nur ein geringes Risiko für skeptische Kunden dar und der Versand gestaltete sich simpel. Das Konzept trug Früchte. Nach ersten Erfolgen und Gewinnen, entschied Amazon sich für ein iteratives Vorgehen. Von Mal zu Mal wurden das Produkte verbessert, Kosten gesenkt und Gewinnspannen erhöht. Und auch die Kundenzahl stieg mit jedem Durchlauf dieses Kreislaufs.

Amazons Erfolg sprach für sich und weckte bald auch das Interesse anderer Unternehmen. Also begann Bezos Firma damit verschiedene Operation Tools zu verkaufen, was den Beginn der Amazon Web Services darstellt.

Statistic: Net sales revenue of Amazon from 2004 to 2017 (in billion U.S. dollars) | Statista

Was können Startups heutzutage aus der Geschichte lernen?

Visionen sind gut und der Grundstein einer jeden guten Produktidee. Trotzdem sollte klein begonnen werden. Als Gründer solltest du dir über dein MVP als Grundstein bewusst werden. Veröffentliche es, hole Feedback ein und verbessere es, um dann den Kreislauf erneut zu beginnen.

So hat dein Startup die Chance zu wirklichem Erfolg, auch wenn es vielleicht nicht zu einem Riesen wie Amazon wird.

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Michelle Winner studiert Anglistik und Germanistik an der Uni Hamburg. Nachdem sie in einer Lokalzeitung und im Eventbereich Erfahrungen gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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