Positive Psychologie: Optimismus im Alltag steigern

Mit diesen drei Übungen verspricht die Positive Psychologie, dass du langfristig glücklich wirst.

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Du willst deine Laune im Alltag wieder steigern und zufriedener werden? Martin Seligman, Begründer der Positiven Psychologie, verspricht mit verschiedenen Gewohnheiten mehr Glücksgefühle im Alltag. Generell befasst sich die Positive Psychologie mit den Fragen, was unser Leben lebenswert macht, was Menschen aufblühen lässt, wie uns positive Beziehungen gelingen und wie wir Lebensfreude und Sinn im Alltag finden. Es geht vor allem darum, dass wir lernen wirksame Gewohnheiten in unseren Alltag zu etablieren, die uns dabei helfen, zufriedener zu werden.

Seligman hat deshalb Übungen entwickelt, damit wir unsere Dankbarkeit und Wertschätzung steigern und somit langfristig zufrieden werden. Mit diesen drei Vorschlägen soll es klappen.

1. Der Dankbarkeitsbesuch

Überlege dir, welcher Mensch dir viel bedeutet. Anschließend schreibst du dieser ausgewählten Person einen Brief, der circa 300 Worte beinhalten soll. Darin, so Seligman, beschreibst du, was du konkret an ihr oder ihm schätzt und wie diese Person dein Leben beeinflusst. Mit diesem Brief stattest du diesem Menschen nun einen Besuch ab und liest deine notierten Sätze laut und ohne Unterbrechungen vor. Der Psychologe rät dazu, im Anschluss über die Worte zu reden. Er fand heraus, dass der Effekt immens ist: Nach einer Woche war bei den Probanden immer noch eine Steigerung der Glücks messbar.

2. Drei gute Dinge

Wem der Dankbarkeitsbesuch zu viel des Guten ist, kann auch etwas konventioneller an seinem Glück basteln. Seligman rät dazu, am Abend drei Dinge aufzuschreiben, die am heutigen Tag positiv waren. Das können kleine bis große Dinge sein. Zusätzlich notierst du dann auch, warum dieser positive Moment stattgefunden hat. Wenn eine gute Sache zum Beispiel ist, dass deine Schwester den Platz für ihr Studium bekommen hat, wäre der Grund, dass sie hart und zielstrebig dafür gearbeitet hat.

Der Psychologe ist der Überzeugung, dass dieses Ritual negative Gefühle hemmt und dein Glücksgefühl steigert. Wenn du es schaffst, dass das Notieren von guten Dingen am Abend zu deiner Routine wird, verspricht Seligman eine positive, langfristige Auswirkung auf deine Zufriedenheit.

3. PERMA: Diese Dinge machen dich nachweislich glücklich

PERMA ist ein von der Positiven Psychologie entwickeltes Akronym. Diese fünf Begriffe, die sich hinter jedem Anfangsbuchstaben verbergen, sind nachweislich genau die Eigenschaften, die dich ernsthaft glücklich machen.

P: Positive Emotionen

Um glücklich zu sein, muss man gute Gefühle erleben. Überlege dir also, was dich zufrieden stimmt und bei welchen Aktivitäten du Dopamin verspürst. Versuche nun möglichst vielen von diesen Dingen, einen festen Platz in deinem Alltag einzuräumen, um dich gut zu fühlen. Außerdem liegt es an dir, dich auf das Gute zu fokussieren.

E: Engagement

Was sind Dinge, bei denen du ein sinnhaftes Erleben spürst? Wobei vergisst du dein Handy zu checken? Suche dir eine Beschäftigung oder ein Hobby, in dem du dich verlieren kannst. Von Person zu Person unterschiedlich könnte es zum Beispiel Lesen, Sport oder Musik machen sein.

R: Relationships (Beziehungen)

Gesunde und funktionierende Beziehungen helfen dabei, dass sich Stress reduziert und sich deine kognitiven Fähigkeiten steigern. Außerdem wirken sie sich positiv auf ein langes Leben aus, denn soziale Bindungen gehören mit zu dem wichtigsten Aspekt im Leben. Sie geben dir Halt und Hilfe, wenn es dir nicht gut gehen sollte.

M: Meaning (Bedeutung)

Was gibt deinem Leben Sinn? Für viele Menschen spielt bei diesem Punkt Religion oder auch das Nachgehen eines Ehrenamtes eine Rolle.

A: Accomplishments (Leistungen)

Setze dir deine persönlichen Ziele. Was möchtest du können, aber hast es bisher noch nicht gelernt? Das können physische Herausforderungen wie das Trainieren für einen Marathon sein, aber auch intellektuelle Ziele wie das Erlernen einer neuen Sprache wäre ein relevantes Ziel.

Mit Reflektion zu einer positiven Haltung

Letztendlich sind diese drei Vorschläge von Seligman eine Art der Reflexion. Bei dem Dankbarkeitsbeusch reflektierst du zunächst die Beziehung zu der Person, beim abendlichen Notieren der drei guten Dinge lässt du den Tag Revue passieren und PERMA erschließt du dir auch vollkommen subjektiv. Mit diesen Übungen wirst du dir und deinen Umständen also bewusster und so soll es für dich einfacher werden, dankbar zu sein. Für die Positive Psychologie ist Dankbarkeit nämlich der ausschlaggebende Punkt. Wenn du es schaffst, dankbar zu sein, lässt deine langfristige Zufriedenheit nicht lang auf sich warten.

Über Maja Hansen

Maja Hansen

Maja studiert an der Universität Hamburg Germanistik und schreibt seit 2017 für das OnlineMarketing.de Karriere Magazin. Sie behandelt Themen rund um den Büroalltag.

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